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Eine bunte Stierplastik für jeden Triumph

 Auf ihrem zehnjährigen Nachwuchs-Grand-Prix-Pferd Lawrence war Dressurreiterin Uta Gräf in Winzeln nicht zu schlagen. Foto: cvw
Auf ihrem zehnjährigen Nachwuchs-Grand-Prix-Pferd Lawrence war Dressurreiterin Uta Gräf in Winzeln nicht zu schlagen. Foto: cvw FOTO: cvw
Pirmasens-Winzeln. Dressurreiterin Uta Gräf hat beim 1. Winzeler Dressurturnier groß abgeräumt. Auf ihrem zehnjährigen Westfalen Lawrence gewann die Reiterin am Wochenende fünf anspruchsvolle Prüfungen – und damit auch fünf Stierplastiken. cvw

"Ich werde jetzt eine Stierzucht eröffnen", scherzte Dressurreiterin Uta Gräf fröhlich. Zu jedem ihrer fünf Siege in sämtlichen schweren Prüfungen des ersten Winzeler Dressurturniers hatte die B-Bundeskaderreiterin aus Kirchheim-Bolanden neben einer sonnengelben Abschwitzdecke auch eine bunte Stierplastik als Wahrzeichen von Pirmasens geschenkt bekommen. Mit ihrem Nachwuchs-Grand-Prix-Pferd, dem zehnjährigen Westfalen Lawrence blieb sie auch in der anspruchsvollsten Prüfung auf Olympia-Niveau am Sonntagnachmittag das Maß aller Dinge. Von zwei der fünf Richter sogar mit über 70 Prozent bewertet, siegte sie, wie in den übrigen Prüfungen auch, in dem international besetzten Wettbewerb mit großem Abstand. Dem ausdrucksstarken Braunen gelangen nicht nur Passage und Königslektion Piaffe ausgezeichnet. Lawrence ging bei aller Konzentration und Leistungsbereitschaft so locker und entspannt, dass er in den Zweiergaloppwechseln sogar begeistert schnaubte. Mit der für die Weltreiterspiele qualifizierten Luxemburgerin Diane Erpelding auf Woltiar und der für Luxemburg startenden Dänin Christine Möller und Merlot auf den Plätzen zwei und drei versammelten sich gleich drei Nationen auf dem Treppchen. Uta Gräf freute sich über den ersten Grand-Prix-Sieg von Lawrence nach Gold in der Qualifikationsprüfung Intermediaire II ebenso wie über Silber in seiner ersten schweren Prüfung für den achtjährigen Helios C hinter dem dreimal siegreichen Lucky Lulumba. Einziger Reiter, der mit einmal Silber und zweimal Bronze in der S-Klasse auf das von internationaler Frauenpower dominierte Treppchen ritt, war Saarlandmeister Arjan van Loon, Fünfter im Grand Prix. Der Viertplatzierte, Andreas Platzdasch vom RC Renningen, bedankte sich im Namen aller Teilnehmer ganz offiziell bei den Veranstaltern. "Dies war ein tolles Turnier, perfekt organisiert, liebevoll durchgeführt in einer klasse Atmosphäre und voll herzlicher Gastfreundschaft. Viel besser kann man es nicht machen!" Der Leiter eines großen Dressur-Ausbildungsstalls in Baden-Württemberg freut sich selbst schon auf das nächste Jahr und prophezeit: "Wenn ihr so weiter macht, wird dieses Turnier noch sehr viel größer und zieht noch sehr viel mehr gute Reiter an!" Dem Turnierleiter und Vereinsvorsitzenden Manfred Schenk stand das Staunen ins Gesicht geschrieben. Von Hause aus Springreiter, hatte er mit diesem sportlichen wie emotionalen Erfolg des Dressurturniers nicht wirklich gerechnet. "Wir sind selbst überwältigt!" gestand er nach neun Tagen spannendem und hochkarätigem Reitsport in Springen und Dressur bei allerbester Stimmung unter Teilnehmern, Besuchern und Gastgebern. Das Sommerturnier in Winzeln ist in einer neuen Dimension angekommen.

Erfolge verbuchten auch die Amazonen der Region. In der stark besetzten Dressurpferdeprüfung Klasse M verpassten Kerstin Müller vom RSC Walshausen mit der sechsjährigen Zweibrücker Stute Florentiana sowie Vanessa Körner vom RFV Limbach auf Recuerdo knapp die Platzierung und wurden punktgleich mit 6,7 Fünfte. Die junge Reservereiterin für die DJM Ende August in Zeiskam rangierte mit ihrem Hannoveraner Cochise in der hochkarätig besetzten S-Dressur mit 786,5 Punkten als 17te hinter der Einöderin Gabriele Ehrmanntraut mit Schattenmann auf Rang 15.