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Meisterportrait
Ein überlegner Meister

Der FC Bierbach durfte schon früh die Meisterschaft in der Bezirksliga Homburg feiern.
Der FC Bierbach durfte schon früh die Meisterschaft in der Bezirksliga Homburg feiern. FOTO: ott / Wolfgang Degott
Bierbach. Der FC Bierbach hatte den Titel in der Fußball-Bezirksliga Homburg und damit den Landesliga-Aufsteig bereits am 25. Spieltag gesichert. Von Wolfgang Degott

Schon am 25. Spieltag hat der FC Bierbach die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga Ost feiern können. Das war der bisherige Höhepunkt der sechsjährigen Arbeit von Trainer Klaus Kunz, der die Elf in der Saison 2012/13 übernommen hatte, sich damals mit vielen jungen Bierbacher Spielern aufmachte, hohe Ziele zu erreichen.

„Bierbach war zu dem Zeitpunkt Drittletzter in der Kreisliga und hatte Probleme, sonntags ein Team zu stellen“, erinnert sich der 60-Jährige, der neben der Jugendarbeit auch schon zehn Jahre lang den Nachbarclub Spvgg. Einöd-Ingweiler gecoacht hatte. Sein Sohn Niklas, Robin Lück, Timo Früh, Leon Mootz waren die Jugendspieler sowie der schon aktiv spielende jetzige Kapitän Christopher Schwartz waren damals und sind heute noch Teil der Mannschaft, die im dritten Jahr durch die Relegation in die Bezirksliga aufstieg. „Wir hatten alle die Vision, vorne mitzuspielen und erreichten im ersten Jahr den dritten Platz“, erklärt Kunz. Ihm kam zugute, dass die jungen Spieler schon Abläufe kannten, hungrig waren und fußballerische Qualität mitbrachten. So konnte sich die Mannschaft kontinuierlich weiter entwickeln, spielte von Jahr zu Jahr auch mehr Erfahrung ein. „Das Team hat sich in sich verstärkt. Die Mannschaft ist erfahrener geworden und zusammen gewachsen“, nennt der Trainer die Komponenten, die aus „den jungen Wilden“ ein schlagkräftige Einheit formten. Im ersten Bezirksligajahr verpasste der FCB knapp die Relegation, danach scheiterte er in dieser als Vizemeister.

In diesem Jahr musste Bierbach drei personelle Rückschläge verkraften. David Ulrich nahm sich eine Auszeit, die Stürmer Timo Früh und Stephan Keil verletzten sich schwer, fielen lange aus. Trotzdem zeigte sich früh, dass bei der Meisterschaftsvergabe kein Weg an den Blieskasteler Vorstädtern vorbeiging. Dazu Klaus Kunz: „Wir haben die meisten Spiele dominiert, schossen dabei entweder in den richtigen Momenten die Tore oder bekamen keine Gegentreffer.“ Ein wichtiger Rückhalt war dabei Torwart Sebastian Kelm, der als einziger alle Pflichtspiele bestritten hat. Auch Henrik Sostmann, der beste Torschütze (22), gehört zu den Aktivposten. Insgesamt kamen 13 Akteure auf mehr als 20 Einsätze. Aus dem Dreikampf zwischen dem FC Bierbach, der Viktoria St. Ingbert, die als Zweiter in die Landesligarelegation ging und dem SV Rohrbach II wurde allmählich der Alleingang. Insbesondere das 7:0 gegen Viktoria und der hohe Einstiegs-Sieg (6:2) nach der Winterpause gegen die SG Ommersheim-Erfweiler/Ehlingen bezeichnet Kunz als Fixpunkte, mit denen klar wurde, dass sich die Qualität, die Erfahrung, aber auch die Stabilität und Konstanz von Spiel zu Spiel in Punkte umwandeln ließen. Auch, dass das junge, 18-jährige Zwillingsbrüderpaar André und Marc Lutter in den Kader kam, führte dazu, dass sich jugendliche Unbekümmertheit zu einem Pluspunkt entwickelte.



Nach der Meisterfeier werde nun alles wieder auf null gestellt, betont der erfahrene Coach, dem Torwarttrainer Gerd Huber, auch Spielausschuss-Vorsitzender im Club, zur Seite steht. Kunz will versuchen, alle Spieler zu halten. Dann werde gearbeitet wie in den Jahren zuvor: „Wir suchen nach Alternativen innerhalb des Kaders, ohne die Struktur der Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren wesentlich zu verändern.“ Kunz geht zuversichtlich in die Landesligasaison. „Wir werden die Herausforderung annehmen und freuen uns auf die gute Unterstützung unserer Fans“.