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Meisterportrait
Ein klassischer Start-Ziel-Sieg

Souverän durchmarschiert: Die TSC-Zweite mit Betreuern und Trainer Jürgen Tüllner (Erster von rechts) feierte den Titel in der B-Klasse.
Souverän durchmarschiert: Die TSC-Zweite mit Betreuern und Trainer Jürgen Tüllner (Erster von rechts) feierte den Titel in der B-Klasse. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Liganeuling TSC Zweibrücken II macht den Durchmarsch perfekt! Der TSC steigt aus der B-Klasse West in die A-Klasse Süd auf. Von Fritz Schäfer

„Dass wir den Durchmarsch tatsächlich schaffen, hat uns selbst überrascht“, kommentiert der Trainer des TSC Zweibrücken II, Jürgen Tüllner, die Meisterschaft in der Fußball-B-Klasse West. Vor einem Jahr gewann die Mannschaft überlegen den Titel in der C-Klasse. Und im ersten Jahr in der neuen Liga gelang dem TSC ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Außer nach dem ersten Spieltag stand die Zweite vom Wattweiler Berg immer auf dem ersten Platz. Die SG Harsberg hatte am ersten Spieltag höher gewonnen und lag daher kurz vor dem TSC.

Das Erfolgsgeheimnis? Die Meisterelf aus dem Vorjahr war zusammengeblieben. Dazu kamen mit Cüneyt Eren und Marco Gerlinger zwei Spieler aus der Landesligamannschaft. „Wir haben gewusst, dass wir eine starke Truppe haben. Man kann aber nicht planen, dass die Spieler, das dann auch die gesamte Runde durchziehen“, kennt der langjährige Fußballer Tüllner die Unwägbarkeiten des Geschäfts. Neben den Qualitäten als Fußballer hätte sein Team auch neben dem Platz funktioniert. „Und vor allem haben die Spieler beim Training alle voll mitgezogen“, so Tüllner

Das Kalenderjahr 2017 sei insgesamt „überragend“ gewesen, erklärte der Trainer. Von den ersten 14 Spielen gewann der TSC zwölf, Nur gegen Thaleischweiler (0:0) und gegen Großsteinhausen (1:3) gelangen keine Siege. Wobei seine Mannschaft aus der Niederlage, dem Remis oder engen Spielen wie dem 2:1-Sieg in Martinshöhe viel habe lernen können, erklärte Tüllner: „Da hat die Mannschaft gemerkt, dass man in der Klasse nicht nur spielerisch zu Werke gehen, sondern auch kämpfen muss.“



Trotz der starken Vorrunde hatte das Trainergespann um Tüllner und Julian Laabs erst rund um den 20. Spieltag wirklich daran geglaubt, dass mehr gelingen könnte, als das ursprüngliche Ziel, sich erstmal in der neuen Klasse zu etablieren. Doch Mitte März verlor der TSC zuerst in Thaleischweiler (0:1). Dann wurden der Mannschaft auch noch die Punkte aus dem eigentlich gewonnenen Spiel gegen die VBZ II abgezogen (Der TSC hatte mehr Spieler als erlaubt eingesetzt, die in der Vorwoche in der ersten Mannschaft gespielt hatten). Das habe die Truppe zwar geärgert, „aber nicht aus der Bahn geworfen“, lobt Tüllner.

Dann folgten im April knappe Niederlagen beim PSV Pirmasens und beim SSV Höheinöd. „Ich habe die Mannschaft vor dem Höheinöder Spiel noch gewarnt“, ärgert sich Tüllner über die Pleiten. Doch der TSC blieb an der Spitze. Auch weil sich die Konkurrenten Thaleischweiler, PSV und Althornbach Ausrutscher leisteten. Im Saisonendspurt fand der TSC selbst wieder in die Erfolgsspur zurück. Der 8:0-Kantersieg gegen Höhmühlbach am 20. Mai bedeutete die Meisterschaft. Somit wurde das Spiel gegen Althornbach für den TSC zum Schaulaufen. „Das haben wir dann auch noch 4:3 gewonnen. Aber soviel Glück wie in dem Spiel hat man nur, wenn man ganz vorne steht“, sagte Tüllner mit einem Augenzwinkern.

In der A-Klasse sei nun der Klassenverbleib das Ziel. „Da sind wir als Trainer gefragt, den Jungs klar zu machen, dass es nicht immer so weiter gehen wird.“ Doch Tüllner vertraut auf seine Spieler. Mit einem guten Start möchte sich der TSC früh in sicheres Fahrwasser begeben. „Für die jungen Spieler ist es wichtig, dass sie sich ruhig entwickeln können“, so der Trainer. Er plant, auch in der kommenden Saison wieder A-Jugendliche in die Mannschaft einzubauen.

Alles in Absprache mit dem Trainergespann des Landesliga-Teams, Sanel Nuhic und Dennis Gerlinger. „Die Zusammenarbeit zwischen uns vier funktioniert gut“, sagt Tüllner, der darauf auch die erfolgreichen Spielzeiten für beide Mannschaften zurückführt. Die Erste wurde Dritter in der Landesliga.