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Ordentlicher WM-Auftritt
Ein großes Ziel ist schon abgehakt

Jasper Britz wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme im Marathon-Mountainbikerennen im italienischen Auronzo Siebter der U23-Wertung.
Jasper Britz wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme im Marathon-Mountainbikerennen im italienischen Auronzo Siebter der U23-Wertung. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Mountainbike: Mit seiner ersten WM-Teilnahme soll für Jasper Britz von den RF Homburg noch lange nicht Schluss sein. Von Markus Hagen

Es war ein großartiges Ereignis für Jasper Britz – die WM-Teilnahme im italienischen Auronzo. Nach starken Rennerergebnissen hatte sich der Saarländer, der für die Radlerfreunde (RF) Homburg startet, für die Weltmeisterschaft qualifiziert. 180 Starter gingen auf die 100 Kilometer lange Distanz. 4000 Höhenmeter galt es zu absolvieren. Im Feld der 180 Starter, darunter 33 des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) belgte Britz Rang 83. In der U23-Wertung landete der 19-Jährige als einer der jüngsten auf Rang sieben. Der RF-Sportler, der inzwischen in Iselberg in Osttirol/Österreich wohnt, war elftbester deutscher WM-Teilnehmer.

„Das war ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Mit dem Rennen kann ich zufrieden sein“, sagte er. Durchbeißen und kämpfen hieß es für das Mitglied der RF Homburg. Besonders anspruchsvoll sei der erste Teil der WM-Strecke gewesen. „Nach wenigen Kilometern mussten wir einen vier Kilometer langen Anstieg bewältigen.“ 30 Prozent ging es steil bergauf. Trotz der Anstrengung lautete das Motto für Jasper Britz: „Mitmachen und Genießen.“

Britz begann seine Radsportlaufbahn im Alter von vier Jahren bei den RF Homburg, denen er bis heute treu ist. Auf der Straße stellten sich die ersten Erfolge bei der Jugend ein. Dennoch hatte er im Alter von elf Jahren keine Lust mehr. „Ich hatte andere Interessen, als jede Woche Kilomete abzuspulen.“ Vier Jahre dauerte die Pause, bis Radfahren bei ihm wieder hoch im Kurs stand. „Erst mal stand nur der Fitnessgedanke ganz oben, aber später habe ich die Liebe zum Wettkampfsport wiederentdeckt.“ Und wenn Jasper Britz etwas anpackt, dann richtig. Nicht nur mitfahren, sondern möglichst weit nach oben kommen, hieß es für den Saarbrücker Abiturienten. Bald gehörte er zu den besten Radsportlern des Saarlandes. Für den SRB fuhr Britz 2016 eine Saison in der U19-Bundesliga Rennen. Ein Jahr später entdeckte er seine Leidenschaft für das Mountainbike. „Mit dem Bike die Berge hoch und runter, das machte mir einfach noch viel mehr Spaß, als auf der Straße zu fahren.“ Sein großes Ziel lautete immer: eine WM-Teilnahme. Denn sein Vorbild kommt aus der eigenen Familie: Bruder Jacob Britz, der schon bei der WM 2016 und 2017 mit dem Mountainbike dabei war. Bis es für Jasper so weit war, galt es unzählige Kilometer die Berge hoch zu bewältigen. Bis zu drei Stunden täglich sitzt Jasper Britz im Sattel. Trainingsmöglichkeiten im Saarland gibt es allerdings nicht genügend. Daher folgte der Umzug nach Osttirol. In Iselberg bei Lienz, wo Jasper Britz eine Lehre als Bautechniker absolviert, hat er den richtigen Standort für seinen Sport gefunden. Viele Berge mit vielen unterschiedlichen Profilen. Schon jetz haben sich die vielen Stunden Trainingsarbeit gelohnt. Unterstützung findet der 19-Jährige bei seiner Familie. Vater Thomas schreibt die Trainingspläne und ist Betreuer bei den Rennen.



„Ich will und werde mich weiter verbessern“, ist Jasper Britz zuversichtlich. Sein nächstes Ziel: Ganz vorne in der deutschen Spitze im Mountainbike mitmischen, nachdem er bereits in diesem Jahr national, wie auch international mit starken Ergebnissen unter den besten 20 auf sich aufmerksam machte.