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Eishockey
Ein Gegner mehr für die Hornets

 Häufiger jubeln als in der vergangenen Runde möchten die Hornets um Marc Lingenfelser (re.)
Häufiger jubeln als in der vergangenen Runde möchten die Hornets um Marc Lingenfelser (re.) FOTO: Marco Wille; (mw); www.marcowill / Marco Wille
Zweibrücken. Eishockey: Regionalliga Südwest wird aufgestockt, Modus bleibt unverändert. Zweite Mannschaft des EHC wechselt zurück nach Rheinland-Pfalz. Von Martin Wittenmeier

Nach einem Jahr Pause steht für den EHC Zweibrücken wieder eine Auswärtsfahrt in den Breisgau auf dem Spielplan. Die zweite Mannschaft des EHC Freiburg nimmt als Meister der Landesliga Baden-Württemberg ihr Aufstiegsrecht wahr und wird somit kommende Saison in der Regionalliga Südwest an den Start gehen. Da im Gegenzug Regionalliga-Meister Bietigheim Steelers 1b auf den Sprung in die Oberliga verzichtet, wird die RLSW auf zehn Mannschaften aufgestockt. Das gab der Verband Anfang der Woche bekannt. Damit bekommen es die Hornets neben Bietigheim und Freiburg wieder mit den Eisbären Heilbronn, dem EC Eppelheim, den Baden Rhinos Hügelsheim, den Stuttgart Rebels, dem Schwenninger ERC, dem EV Ravensburg und den Maddogs Mannheim zu tun.

Am Modus ändert sich indes nichts. Gespielt wird erneut eine 1,5-fach Runde (27 Partien für jede Mannschaft) zwischen dem 21. September und 24. Februar. Die vier besten Teams qualifizieren sich für die Play-offs, die am Anschluss an die Hauptrunde im Modus „Best of three“ ausgetragen werden. Eine Abstiegsrunde wird voraussichtlich nicht gespielt.

Auf den Rückhalt von Torwart Tobias Chadim muss der EHC Zweibrücken in der neuen Spielzeit verzichten. Der 21-Jährige, der erst vor der abgelaufenen Runde von den Lausitzer Füchsen aus der DEL2 zu den Hornets gewechselt war, hat sich entschlossen, seinen Vertrag nicht zu verlängern. „Mister zuverlässig“ stand im letzten Jahr in allen 24 Partien auf dem Spielbogen und absolvierte dabei fast 850 Minuten auf dem Eis. Darüber hinaus engagierte sich Chadim auch als Torwarttrainer beim EHCZ. Die sportliche Zukunft des gebürtigen Wieners ist noch ungewiss.



Geklärt ist dagegen, wohin die Reise der zweiten Mannschaft des EHC Zweibrücken geht. Nach zwei Spielzeiten in der Landesliga Baden-Württemberg tritt die Hornets-Reserve ab sofort wieder in der Bezirksliga Rheinland-Pfalz an. „Für eine weitere Saison in der Landesliga ist unser Kader einfach zu dünn besetzt“, begründet EHC-Jugendleiter Dieter Feth den Ligenwechsel. Um in Baden-Württemberg spielen zu dürfen, müsste die 1b auch am Spielbetrieb des Rheinland-Pfälzische Eis- und Rollsportverband (RPERV) gemeldet sein. So kämen neben 16 Landesliga-Spielen weitere Einsätze auf rheinland-pfälzischem Eis auf die Spieler zu. Diese Doppelbelastung sei nicht zu stemmen, betont Feth. Ein weiteres Problem: Die 1b steht momentan ohne Trainer da. Ein Nachfolger für Michael Neumann, der die Mannschaft zuletzt betreut hatte, ist noch nicht gefunden. Ein Inhaber der C-Trainerlizenz an der Bande ist allerdings – im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz - Voraussetzung für eine Spielberechtigung in Baden-Württemberg.

Deshalb habe man zugesagt, als Anfrage der RPERV kam, ob man in der nächsten Saison wieder in der Bezirksliga Rheinland-Pfalz spielen wolle. Dort treffen die „kleinen Hornissen“ auf die Reserven der EG Diez-Limburg und des EHC Neuwied, auf deren Initiative die Bezirksliga wieder reanimiert wurde. „Sollte der EV Bitburg auch noch eine zweite Mannschaft melden, wird mit vier Teams eine Einfachrunde gespielt, andernfalls gibt es eine 1,5-fach Runde“, erklärt Michael Geyer, Eishockey-Fachwart des RPERV, auf Merkur-Anfrage. Ausgesetzt wird in der kommenden Saison allerdings der Rheinland-Pfalz-Pokal. „Die Doppelbelastung für die Vereine wäre einfach zu hoch“, betont Geyer.