| 20:55 Uhr

Play-Off-Ränge in Reichweite
EHC Zweibrücken feiert 8:2-Kantersieg

 Matus Zaborsky trifft hier zum 1:0 für die Hornets. Er und seine Mannschaft zündeten gegen Schwenningen ein wahres Offensiv-Feuerwerk.
Matus Zaborsky trifft hier zum 1:0 für die Hornets. Er und seine Mannschaft zündeten gegen Schwenningen ein wahres Offensiv-Feuerwerk. FOTO: www.marcowille.de; Marco Wille; / Marco Wille
Zweibrücken. Die Hornets lassen Schwenningen keine Chance und haben durch ihre kleine Erfolgsserie wieder Kontakt zu den Play-Off-Rängen. Von David Oliver Betz

Der EHC Zweibrücken hat am Sonntagabend in der Eishockey-Regionalliga Südwest gegen den Schwenninger ERC einen ungefährdeten 8:2-Sieg (2:0/3:0/3:2) eingefahren und seine Serie auf nunmehr vier Spiele ohne Niederlage ausgebaut. Damit steht der EHC mit 21 Punkten nur noch zwei Punkte hinter Ravensburg (Platz vier) und Eppelheim (Dritter) und hat die Playoff-Plätze damit wieder in Reichweite. 686 Zuschauer feuerten den EHC an, dessen Maskottchen nun einen Namen hat. Bei einer Internetabstimmung entschieden sich die Fans klar für „Cunni“, in Anlehnung an Peter Cunningham, den kanadischen Piloten, der das Eishockey einst in die Rosenstadt brachte.

Schnell war klar, wie das Spiel laufen würde: Der EHC machte vom ersten Bully an Druck, spielte zielstrebig auf das Tor der Schwenninger, das an diesem Abend von Fabian Hoppe hervorragend geschützt wurde. Die Schwenninger ihrerseits lauerten auf Konter und kamen vor allem in den ersten zehn Minuten immer wieder schnell vor das Zweibrücker Tor. Doch die Abwehr der Hornets war hellwach, drängte die Schwenninger Angreifer immer wieder vom Zentrum weg, sodass Steven Teucke alle Schüsse der Gegner entschärfen konnte. Nach vier Minuten und zwölf Sekunden klingelte es dann erstmals im Schwenninger Tor. Matus Zaborsky traf auf Vorlage von Max Dörr und Kenny Matheson. In der 14. Minute traf dann Matheson selbst, aufgelegt hatte in Überzahl Kapitän Stephen Brüstle.

Nach dem Wiederanpfiff im zweiten Drittel waren es wieder die Hornissen, die das Spiel machten, auch wenn Schwenningen immer wieder versuchte, Nadelstiche zu setzen. Dem EHC gelang es in dieser Phase, viele wuchtige Angriffe zu fahren, ohne dabei kopflos nach vorne zu stürmen. Einerseits nisteten sich die Hornets über lange Phasen im gegnerischen Drittel ein und spielten ansehnliches Eishockey, andererseits wollte der Puck einfach nicht ins Tor. Hätten die Schwenninger in dieser Phase bei ihren wenigen Angriffen etwas mehr Glück gehabt, es hätte ein ganz spannender Abend werden können.



Doch in der 30. Minute traf erneut Zaborsky auf Zuspiel von Dörr und Matheson. Spätestens in der 36. und 37. Minute war die Vorentscheidung gefallen, als erst Brüstle, bedient von Dörr und Matheson, und danach der junge Robin Spenler auf Zuspiel von Felix Stokowski auf 5:0 erhöhten.

Kurz nach Anpfiff des letzten Durchgangs gelang den Gästen in der 42. Minute dann der erste Treffer durch Mike Soccio. Zwei Minuten später stellte der EHC durch Matheson auf Zuspiel von Dörr den alten Abstand wieder her. In der 48. Minute gelang Schwenningen zwar noch das 2:6 durch Stefan Schäfer, doch zu diesem Zeitpunkt waren die Hornissen so überlegen, dass wohl nicht einmal die Fire Wings aus Schwenningen noch an eine Wende glaubten. In der 50. Minute traf wieder Matheson auf Zuspiel von Dörr, das Spiel war endgültig entschieden. Zwar gab es noch einige ansehnliche Spielzüge, doch im Großen und Ganzen passierte nicht mehr viel. In der 57. Minute gelang dem fleißigen Vorlagengeber Max Dörr auf Zuspiel von Zaborsky und Brüstle dann sogar in Unterzahl noch sein eigener Treffer zum 8:2-Endstand.

Trainer Tomas Vodicka war nicht ganz so zufrieden. „Die drei Punkte waren wichtig, aber mir hat in einigen Momenten ein bisschen was gefehlt. Daher bin ich mit der Leistung heute nicht 100 Prozent zufrieden“, sagte er mit etwas Abstand zum Spiel. „Wir haben heute den Körperkontakt vermissen lassen. Und die Chancenauswertung war wieder nicht gut“, so Vodicka, der sich eine frühere Entscheidung gewünscht hätte. „Am Samstag spielen wir gegen EKU Mannheim und am Sonntag zu Hause gegen Hügelsheim“, richtete er seinen Blick auf die nächsten Aufgaben. Da müsse sein Team sechs Punkte holen. „Danach kommen drei schwere Spiele gegen Heilbronn, Bietigheim und Eppelheim. Da wird sich vielleicht schon etwas entscheiden, auch wenn es dann noch zwei Monate bis zu den Play-Offs sind.“

Doch auch wenn der Coach es etwas kritischer sieht, so hat sich der EHC stabilisiert, zeigt wieder zunehmend sein Spiel. Die neuen Spieler sind richtig angekommen, in die Mannschaft integriert und harmonieren immer besser mit dem Team. Das Ziel Play-Offs ist nun zum Greifen nahe, jetzt müssen die Hornets nachlegen, am besten gleich am Wochenende gegen Mannheim und Hügelsheim. Damit hätten sie sich nach hinten dann schon einmal ein kleines Polster geschaffen, in dieser so engen Liga.

Beim EHC läuft noch immer die Spendenaktion „Powerplay gegen Krebs“. Hier gab es zwei schöne Überraschungen: Die 1b hatte im Mannschaftskreis 300 Euro zusammenbekommen und übergeben. Vom A-Klassen-Spitzenreiter im Fußball, dem SV Palatia Contwig, gab es sogar 500 Euro, die der Verein vom Schwarzbachtal beim Heimspiel gegen Maßweiler beim Glühweinverkauf und durch die Zuschauereinnahmen sowie durch Spenden der Spieler der beiden Aktivenmannschaften gesammelt hatte.