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Dopingkontrolleur klingelt Stabhochspringer Clemens aus dem Bett

Zweibrücken. Nicht ungewöhnlich war es gestern Morgen für den Stabhochspringer des Leichtathletikzentrums Zweibrücken, Daniel Clemens, dass er bereits um sechs Uhr aus dem Bett geklingelt wurde. Der Deutsche Juniorenmeister und Militär-Europameister 2013 musste sich einer Dopingkontrolle unterziehen. Werner Kipper

"Wenn es um diese Uhrzeit bei uns in Mörsbach klingelt, dann ist es in der Regel der Dopingkontrolleur", nimmt der 22-Jährige, der der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz angehört, das Prozedere gelassen. "Dopingkontrollen sind Teil des Leistungssports." In diesem Jahr war es bereits seine dritte Kontrolle.

Damit der Dopingkontrolleur auch nicht vor verschlossenen Türen steht, muss Daniel Clemens quartalsweise einen Plan an die NADA (National Anti Doping Agentur) schicken, in der er seine Trainingspläne, Wettkämpfe und seine Aufenthalte zu Hause oder auswärts auflistet. "Ich kann diese Anmeldung im Internet aber jederzeit neuen Gegebenheiten anpassen", erklärt er. "Urinproben, wie gestern Morgen, habe ich schon wiederholt abgeben müssen. Doch zu einer Blutprobe bin ich bisher noch nicht herangezogen worden", betont er.

Zufrieden ist er mit dem bisherigen Saisonverlauf. Am Pfingstmontag hat er beim Sportfest in Rehlingen "seine Saisonbestleistung" (lacht) mit 5,35 Meter eingestellt. Ursprünglich wollte er dort gar nicht starten. Da er mit seiner Leitung im holländischen Hengelo (5,20) nicht zufrieden war, war er noch spät abends nach Mörsbach zurückgefahren, um im Saarland zu starten.