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Mehrkampf-DM
Sprung nach ganz oben nur knapp verpasst

Amelie Kiehm konnte sich über das erneute Silber bei der DM im Jahn-Sechskampf freuen.
Amelie Kiehm konnte sich über das erneute Silber bei der DM im Jahn-Sechskampf freuen. FOTO: Kiehm
Einbeck. Amelie Kiehm im Jahn-Sechskampf und Nico Fremgen im Leichtathletik-Fünfkampf sind deutsche Vizemeister. Von red

Wieder ist es für Amelie Kiehm die Vizemeisterschaft geworden. Bei den deutschen Mehrkampf-Titelkämpfen am Samstag in Einbeck lag die 17-jährige Starterin der VT Zweibrücken  im Jahn-Sechskampf der Altersklasse W16/17 lange auf Goldkurs. Mit nur 0,058 Punkten Rückstand auf die Erstplatzierte musste sie sich in dem denkbar knappen Duell am Ende aber geschlagen geben.

Nach dem deutschen Meistertitel, den Amelie Kiehm vor vier Jahren ebenfalls in Einbeck erreichte, hat sie nun – wie bereits vor zwei Jahren in Bruchsal – nochmals den guten zweiten Platz in einem leistungsmäßig starken Teilnehmerfeld von insgesamt 22 Sportlerinnen aus ganz Deutschland erzielt. Zunächst legte die Schülerin des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums eine sehr gute Leistung im Turnen ab. In den Eingangsdisziplinen Barren und Boden, die sie bei der VTZ unter Sonja Rayer trainiert, erreichte sie eine gute Bewertung von 11,8 am Stufenbarren und eine herausragende 12,95 am Boden. Bei den beiden nachfolgenden Disziplinen in der Leichtathletik beherrschte Kiehm das Teilnehmerfeld: Mit einer Zeit von 13,63 Sekunden im 100-Meter-Sprint und 11,66 Metern im Kugelstoßen sammelte sie wertvolle Punkte zur Führung. Und das, obwohl sie in beiden Disziplinen nicht ganz an ihre Bestleistungen heran kam. Trotzdem hatte sich das intensive Training beim LAZ Zweibrücken unter Margot Kruber und Karl-Heinz Werle ausgezahlt. Im nachfolgenden Schwimmen und Kunstspringen konnte Kiehm, die hier von ihrem Vater Torsten trainiert wird, eine ordentliche Zeit von 1:20 Minuten über 100-Meter-Freistil schwimmen. Nicht ganz zufrieden war sie mit ihren Auftritten im Kunstspringen, Was womöglich auch darauf zurückzuführen ist, dass es bei der VTZ für den Mehrkampf keinen Sprungtrainer mehr gibt. Mit einem Durchschnittswert von 6,7 Punkten blieb Kiehm damit in dieser Disziplin unter ihren Möglichkeiten.

Am Ende wurde es ganz knapp: Mit nur 0,058 Punkten Rückstand wurde es „nur“ der zweite Platz, obwohl die 17-Jährige bis zum Turmspringen die Teilnehmerliste angeführt hatte. Deutsche Meisterin wurde Svenja Bittiger vom TV Kork, die bereits seit Jahren mit Amelie Kiehm um den Titel und die Platzierungen auf dem Treppchen kämpft.



Wenngleich zunächst die Enttäuschung über den so knapp verpassten und erhofften Titel überwog, so freute sich Amelie Kiehm doch sehr über diesen wiederholten Erfolg. Sie wird im kommenden Jahr in der Altersklasse W18/19 wieder antreten und um den DM-Titel kämpfen. Dann allerdings im Jahn-Neunkampf. Hinzu kommen dann noch Sprung beim Turnen, Weitsprung in der Leichtathletik sowie 25-Meter-Tauchen im Schwimmen.

Nico Fremgen, Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken, der im Mehrkampf für den TV Thaleischweiler startet, hat sich in Einbeck im Fünfkampf der Männer über 20 die Vizemeisterschaft gesichert. Um nur 0,29 Punkte verpasste der 21-Jährige aus Petersberg seinen siebten Titel in Folge nur haarscharf.