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Fußball-Oberliga
Diefflen siegt 2:0 gegen Homburg

 Kampf um den Ball zwischen dem Innenverteidiger des FC Homburg, Marco Gaisert und dem Mannschaftskapitän des FV Diefflen, Fabian Poß.
Kampf um den Ball zwischen dem Innenverteidiger des FC Homburg, Marco Gaisert und dem Mannschaftskapitän des FV Diefflen, Fabian Poß. FOTO: Markus Hagen
Diefflen. Gestern Abend: Der FV nutzt seine wenigen Chancen effizient. Aufregung um Handspiel in 82. Minute. Luginger: Klarer Elfmeter. Von Markus Hagen

Wer viele klare Torchancen auslässt, wird bestraft: Diese Fußballweisheit musste am Dienstagabend der FC Homburg am eigenen Leib erfahren. Der designierte Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar verlor sein Nachholspiel beim FV Diefflen mit 0:2. FCH-Trainer Jürgen Luginger klagte: „Wir müssen bereits zur Halbzeit mindestens zwei Tore auf dem Konto haben.“ Patrick Dulleck schoss nach drei Minuten freistehend neben das Dieffler Tor. Und kurz darauf entschärfte FV-Torwart Enver Marina ein Geschoss aus 20 Metern von Homburgs Kapitän Christian Telch. Der Tabellenfünfte aus Diefflen tauchte nach 19 Minuten erstmals gefährlich vor dem Homburger Tor auf. Fabian Poß schoss knapp am Tor des Meisters vorbei. Auf der Gegenseite war es erneut Dulleck, mit 21 Toren bester Torjäger der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, der die Homburger Führung auf dem Fuß hatte – aber aus sechs Metern freistehend die Lederkugel über das Tor der Hausherren schoß. Nach einer halben Stunde machte es Diefflens Jan Issa besser. Aus 25 Metern jagte er den Ball an Homburgs Keeper David Salfeld zum 1:0 für den Gastgeber ins Tor. Der FCH hätte vor der Pause noch den Ausgleich erzielen können. Aber ein Kopfball von Dulleck (39.) ging knapp am Tor vorbei und Tom Schmitt (43.) scheiterte an Marina.

 Zu Beginn der zweiten Spielhälfte durfte dann Konstantinos Neofytos im Sturmzentrum für Mittelfeldspieler Gaetano Giordano ran. Doch die ersten beiden guten Torchancen hatte Diefflen. Doch Issa (48.) und Poß (51.) verpassten das 2:0. Homburg strahlte in der Offensive kaum mehr Gefahr aus. Im Gegenteil: Eine verunglückte Kopfballrückgabe von Christian Telch (71.) wäre fast im eigenen Tor gelandet. Große Aufregung in der 82. Minute: Die Homburger reklamierten, dass Diefflens Michael Fritsch den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt haben soll. Doch der Pfiff von Schiedsrichter Jan Erik Breuer blieb aus. Luginger: „Aus meiner Sicht war das ein klarer Handelfmeter.“ Stattdessen musste sein Team in der 85. Minute die Entscheidung hinnehmen. Diefflens Christian Eggert versenkte einen Freistoß unhaltbar zum 2:0 im Tor.

Luginger nahm es angesichts der feststehenden Meisterschaft für sein Team locker: „Der FV Diefflen hat es einfach besser gemacht und seine wenigen Torchancen genutzt.“ FCH-Innenverteidiger Marco Gaiser meinte: „Wir hätten zur Halbzeit führen müssen. Ein oder zwei Tore hätten wir schon aus den Chancen machen müssen.“