| 23:32 Uhr

Keine Durchschlagskraft im Angriff
Die VTZ kann in Saulheim einfach nicht gewinnen

Saulheim. Die Handballer der VT Zweibrücken haben auch beim nächsten Anlauf nichts Zählbares aus Saulheim mitbringen können. Mit 22:26 (11:13) verloren sie bei der SG Saulheim und blieben dabei vor allem im Angriff weit unter ihren Möglichkeiten. VTZ-Trainer Danijel Grgic bemängelte eine mutlose und schwache Vorstellung seiner Mannschaft. Bester Zweibrücker Torschütze war Kapitän Philip Wiese mit acht Treffern. Von Jadran Pesic

Die Handballer der VT Zweibrücken haben auch beim nächsten Anlauf nichts Zählbares aus Saulheim mitbringen können. Mit 22:26 (11:13) verloren sie bei der SG Saulheim und blieben dabei vor allem im Angriff weit unter ihren Möglichkeiten. VTZ-Trainer Danijel Grgic bemängelte eine mutlose und schwache Vorstellung seiner Mannschaft. Bester Zweibrücker Torschütze war Kapitän Philip Wiese mit acht Treffern.

„Das war eine ganz schwache Vorstellung. Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen Bingen aufgehört haben“, kritisierte Grgic die Leistung seiner Mannschaft. Nach einer weitestgehend souveränen Vorstellung hatten die Zweibrücker im Heimspiel gegen Bingen in den letzten zehn Minuten völlig den Faden verloren. Ähnlich präsentierten sie sich auch bei der SG Saulheim. „Wir sind im Angriff viel zu wenig in die Tiefe gegangen“, erklärte Grgic. Seiner Mannschaft merkte man deutlich an, dass sie sich ohne Harz schwer tat. Die Gastgeber aus Saulheim nutzten das indes sehr geschickt aus. Mit ihrer sehr defensiv eingestellten 6:0-Abwehr konnten sie das sonst so druckvolle Spiel der Zweibrücker weitestgehend unterbinden. Vor allem den starken VTZ-Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin konnte die Mannschaft von SG-Trainer Rainer Sommer dabei nahezu komplett ausschalten.

Von Beginn an taten es sich die Gäste aus der Rosenstadt sehr schwer mit der tiefstehenden Deckung der SG. Nach etwas mehr als sechs gespielten Minuten lagen sie bereits mit 1:5 in Rückstand, ehe sie langsam besser in die Partie fanden. „Wir haben schwach angefangen, sind aber bis zur Halbzeit wieder ran gekommen“, sagte Wiese. Nach einem Treffer von Dominik Rifel verkürzten sie auf 5:7 (12.). Die Hausherren, angeführt von dem erneut ganz starken Mathias Konrad, erhöhten aber wieder auf 9:5 (17.). Die VTZ ließ sich nicht hängen und blieb dran. Beim Stand von 13:11 wurden die Seiten gewechselt.



Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte es dann kurz den Anschein, als ob die Gäste die Partie drehen könnten. Nach Toren von Stauch und Kraucevicius glichen die Saarpfälzer zum 13:13 (34.) aus. „Nach dem Ausgleich haben wir den Faden verloren“, sagte ein frustrierter Philip Wiese, der in Saulheim über weite Strecken als Kreisläufer eingesetzt wurde. „Wir haben heute viel mit dem siebten Feldspieler gespielt. Leider haben wir dann zu oft den Weg zur Mitte gesucht und unnötige Kreisanspiele versucht“, bemängelte Grgic nach der Partie. Co-Trainer Kai Schumann pflichtete Grgic bei und ergänzte: „Wir waren nicht druckvoll genug im Angriff, aber auch in der Abwehr waren wir wenig aggressiv. Insgesamt muss man sagen, dass wir verdient verloren haben.“ Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zogen die Gastgeber auf 17:13 (40.) davon. Auch wenn die Zweibrücker nochmals auf 16:18 (44.) verkürzen konnten, hatte die Mannschaft von Rainer Sommer dennoch alles im Griff. Nach einem erfolgreichen Siebenmeter durch SG-Spieler Torsten Schmitt zum 24:19 in der 53. Spielminute war die Partie entschieden.

Exemplarisch für das Spiel war die Tatsache, dass die Zweibrücken drei von acht Siebenmetern vergaben. „In solchen Partien musst du diese Big Points nutzen“, sagte Torhüter Yannic Klöckner, der selbst kaum zu seinem Spiel fand und Mitte der zweiten Halbzeit für Christian Ruppert ausgewechselt wurde. Ruppert, eigentlich Torhüter der zweiten Mannschaft, vertrat Rouven Latz, der sich die Woche zuvor die Mittelhand gebrochen hatte und dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Am Ende freuten sich die Hausherren über einen hochverdienten 26:22-Erfolg über die VTZ.

„Wir haben heute ohne Harz gegen die Saulheimer 6:0-Deckung kaum klare Chancen herausgespielt“, wusste auch Martin Mokris, dass der Hauptgrund für die Niederlage im Angriff zu suchen war. „Das war eine ganz schwache Vorstellung. Heute hat mir der Mut zu oft gefehlt, dahin zu gehen, wo es auch weh tut“, war Grgic nach der Partien bedient. Die Zweibrücker bleiben damit punktgleich mit den Sportfreunden aus Budenheim erster Verfolger des Spitzenreiters HF Illtal. Nächste Woche empfangen sie mit der TSG Friesenheim II den Tabellenletzten der Oberliga-RPS, der am Wochenende gegen den TV Bitburg gewinnen konnte.