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Die Spitzenteams „sind sehr stark“

 Und hoch das Bein: Der Bruchhofer Philip Kürzel (li.) und Filippo Gimmillaro (Ormesheim) zeigen im Spitzenspiel Ende November in diesem Fußball-Ballett-ähnlichen Zweikampf ihre Gelenkigkeit. Foto: mischa
Und hoch das Bein: Der Bruchhofer Philip Kürzel (li.) und Filippo Gimmillaro (Ormesheim) zeigen im Spitzenspiel Ende November in diesem Fußball-Ballett-ähnlichen Zweikampf ihre Gelenkigkeit. Foto: mischa FOTO: mischa
Bruchhof. Nachdem mehrere Homburger Vereine im Sommer in die A Bliestal wechseln mussten, stehen der SC Union und der TuS Lappentascherhof zusammen mit dem TuS Wörschweiler am Tabellenende. Der SV Bruchhof-Sanddorf hat hingegen noch als Zweiter Aufstiegschancen. sho

In der Fußball-Kreisliga A Bliestal dürfen zur Winterpause noch sechs Mannschaften auf die Meisterschaft oder zumindest die Relegation hoffen. Das sind der TuS Ormesheim (13 Spiele/37 Punkte), SV Bruchhof-Sanddorf (14/34), die SG Parr Medelsheim (14/31), der SV Oberwürzbach (14/30), SV Kirkel (14/29) sowie der FC Palatia Limbach II (12/24). Die weiteren Vereine aus dem Homburger Kreis, Union Homburg (Elfter), Lappentascherhof (Zwölfter) und Wörschweiler (13.), hängen dagegen am Tabellenende fest.

"Die Spitzenmannschaften - vor allen Dingen natürlich der TuS Ormesheim - sind sehr stark. Wir haben uns aber bislang sehr gut verkauft", meint der Spielertrainer des SV Bruchhof-Sanddorf, Thomas Albrech. Das weitere Saisonziel der Elf vom Kehrberg laute, Relegationsrang zwei zu verteidigen: "Zudem wollen wir zur Stelle sein, falls Ormesheim irgendwo Punkte einbüßt."

Albrech muss in der Winterpause drei Abgänge verkraften. Michael Holzer wechselt zum Bezirksligisten SV Altstadt. Außerdem stehen ihm aus beruflichen Gründen Simon Backens und Leon Pfeiffer nicht mehr zur Verfügung. "Daher sind wir noch auf der Suche nach einem Neuzugang für die Defensive. Er muss aber nicht nur sportlich zu uns passen, sondern auch menschlich." Der Vorstand will über das Saisonende hinaus mit Albrech zusammenarbeiten. "Es wird zeitnah ein Gespräch zwischen uns geben", sagt der Trainer.



Dass die Teams an der Tabellenspitze eine so unterschiedliche Anzahl an Spielen absolviert haben, hat mit den Vorkommnissen einer turbulenten Sommerpause zu tun. Da wurden nämlich der SV Bruchhof , der SC Union Homburg und der TuS Lappentascherhof aus der A Saarpfalz in die Bliestal-Gruppe versetzt. Und die Aufregung bei den drei Homburger Vereinen war groß. "Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne zuvor mit uns Gespräche zu führen", hieß es bei den drei Clubs.

Die Verbandsverantwortlichen hatten zuvor vor dem großen Problem gestanden, dass sie für die A Bliestal einfach nicht mehr genügend Mannschaften hatten. Aus der Vorsaison standen der SV Bliesmengen-Bolchen II (Aufsteiger in die Bezirksliga Homburg), der vom Spielbetrieb abgemeldete SV St. Ingbert II sowie der SC Ludwigsthal II (nicht mehr aufstiegsberechtigt in der Kreisliga B Homburg) nicht mehr zur Verfügung. Außerdem war der SV Breitfurt mit dem SV Blickweiler eine Spielgemeinschaft eingegangen und trat nun in der Höcherberg-Gruppe an. Durch die Versetzung der drei Clubs sahen die Verantwortlichen wieder Licht am Ende des Tunnels. Da auch noch der SC Olympia Calcio Neunkirchen II gemeldet war, hätte die vorherige Klassenstärke von 15 Mannschaften erneut erreicht werden können. Doch dann ging es kurz vor Saisonbeginn Schlag auf Schlag. Die Calcio-Verantwortlichen wollten plötzlich doch nicht ihre Zweite in der Liga antreten lassen. Und dann zog auch noch kurzfristig der Traditionsverein FC Niederwürzbach sein Team aus personellen Gründen zurück. Übrig blieb eine 13er-Liga mit zerstückeltem Spielplan, der in der Kürze der Zeit nicht mehr umgeschrieben werden konnte - und viele unzufriedene Teams mit mehreren spielfreien Wochenenden hintereinander.