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„Die sogenannten Zwerge gibt's nicht mehr“

Mit Experten fachsimpelt Merkur -Redakteurin Svenja Kissel während der WM im „Doppelpass“. Heute mit Michael Kuntz, ehemaliger Trainer der Jägersburger Fußballfrauen.

Herr Kuntz, hat sich bei Ihnen durch das Unentschieden der deutschen Elf gegen Ghana die erste Ernüchterung eingestellt?

Michael Kuntz: Ich muss zugeben, ich hab von dem Spiel nicht eine Minute gesehen (lacht), ich saß im Flieger zurück aus Mallorca.

Haben Sie nach dem Auftaktsieg denn erwartet, dass sich Deutschland danach schwerer tun würde?

Kuntz: In diesem Spiel ist viel für uns gelaufen. Hätte Portugal den ersten Fehler, die erste Chance ausgenutzt, wäre es anders gelaufen. Auch die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Dass nicht jedes Spiel so laufen wird, war vorauszusehen. Die sogenannten Zwerge gibt es nicht mehr, alle spielen auf hohem Niveau.

Was glauben Sie, wie weit Deutschland kommt?

Kuntz: Ich bin nach wie vor sicher, dass Deutschland unter die letzten Vier kommt.

Und wer wird Weltmeister?

Kuntz: Einer davon (lacht). Für mich gehört Brasilien dazu. Vielleicht noch ein Überraschungsteam. Ich muss aber sagen, bislang habe ich durch den Urlaub noch nicht viele Spiele gesehen.