| 23:56 Uhr

Nach deutlichem Hinspiel
Derby auf dem Wattweiler Berg

 VBZ-Spielertrainer David Schwartz (grün) wird hier gleich von drei TSC-Spielern angegriffen. Im Hinspiel des Zweibrücker Derbys in der Landesliga war seine Mannschaft beim 0:4 chancenlos. Das soll sich am Samstag ändern.
VBZ-Spielertrainer David Schwartz (grün) wird hier gleich von drei TSC-Spielern angegriffen. Im Hinspiel des Zweibrücker Derbys in der Landesliga war seine Mannschaft beim 0:4 chancenlos. Das soll sich am Samstag ändern. FOTO: nos
Landesliga West. Der TSC Zweibrücken empfängt die VBZ. Trotz des unterschiedlichen Tabellenstands warnt TSC-Trainer Nuhic vor den Gästen. Von Fritz Schäfer

„Derbys haben ihren eigenen Charakter“, bemüht der Trainer des TSC Zweibrücken, Sanel Nuhic, vor dem Spiel am Samstag, 14.30 Uhr, gegen den Lokalrivalen VB Zweibrücken eine Fußballerweisheit. Dabei spiele es keine Rolle, dass seine Mannschaft in der Fußball-Landesliga West auf dem zweiten Platz steht und die VBZ auf Platz zwölf. Zumal die VB mit drei Siegen in Folge einen Lauf haben.

Zuletzt am Sonntag gewannen die VBZ 2:0 gegen den Tabellendritten Baumholder. Den eigenen Spielausfall nutzten Nuhic und einige TSC-Spieler, um den Gegner zu beobachten. „Da haben wir gesehen, wie man es nicht macht“, kommentierte Nuhic das Spiel. Mit weiten Bällen in die Sturmspitze sei den VBZ nicht beizukommen. „Die stehen in der Innenverteidigung mit David Schwartz und Patric Kuntz ganz sicher.“ Der TSC möchte über außen in den Rücken der Abwehr kommen, verrät Nuhic seinen „Matchplan“. Aber dazu müsse seine Mannschaft ihre gewohnte Leistung abrufen.

Dabei hofft der TSC-Trainer auch auf gute Platzverhältnisse. „Sonst ist das Spiel nur schwer umzusetzen.“ Wobei Nuhic seiner Mannschaft viel zutraut. „Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt und das nötige Selbstvertrauen.“ Zu Hause hat der TSC nur gegen den Tabellenführer Steinwenden verloren.



In der Vorrunde hat der TSC im August das Derby 4:0 am Hornbachstaden gewonnen. Doch es war erst der zweite TSC-Sieg seitdem die beiden Stadtrivalen im Oktober 2011 nach drei Jahrzehnten erstmals in einem Punktspiel aufeinander getroffen sind. In den bisherigen sieben Spielen – vier Bezirksliga, drei Landesliga – gewannen die VBZ fünf, der TSC zwei.

„Die VBZ haben sich gefangen. Sie haben zu unrecht lange ganz unten gestanden“, schätzt Nuhic den Lokalrivalen besser ein, als der derzeitige Tabellenplatz aussagt. Trainerkollege David Schwartz hat schon vor der Saison den TSC hoch eingeschätzt. „Dass der TSC mit seinem guten Spielerkader vorne dabei ist, habe ich erwartet. Das ist auch für Zweibrücken gut“, erkennt Schwartz die Leistung des Lokalrivalen neidlos an.

Wobei für den VBZ-Spielertrainer das Derby keine „große Rolle“ spielt. „Wir stecken noch im Abstiegskampf. Da zählen nur Punkte.“ Nach dem Sieg gegen eine Mannschaft aus der Spitzengruppe möchte Schwartz auch auf dem Wattweiler Berg punkten. Nach den drei Siegen in Folgen habe die Mannschaft Selbstvertrauen getankt. Zudem sei der Druck durch die neun Punkte in Serie geringer geworden. Damit wurde der Anschluss ans Mittelfeld geschafft. „Wir können jetzt ruhiger in die Winterpause gehen und uns dann auf den Rest der Rückrunde vorbereiten. Das Derby ist ein schöner Jahresabschluss.“

Wie der Trainer hofft auch der Sprecher des TSC, Stephan Heidenreich, auf gutes Wetter am Samstag. Denn vor dem Sportheim ist ein Weihnachtsmarkt mit einigen Pavillons und einem Zelt aufgebaut. Dort gibt es neben dem üblichen Sportplatzangebot am Samstag auch Glühwein, Waffeln oder Flammkuchen. Unterstützt wird der TSC beim Weihnachtsmarkt von den Ernstweiler Straußbuben.

Der Weihnachtsmarkt geht nach dem Spiel dann in eine Après-Ski-Party über. „Dann kann es anfangen zu schneien“, hofft Heidenreich auf den Wettergott.