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„Christoph-Weis-Stadion“
„Der Platz war immer sein Traum“

Die Verantwortlichen der SG Rieschweiler präsentieren den Namen ihres neuen Kunstrasenplatzes. Von links Rolf Weis (Präsident), Sascha Steffan (Ausschuss), Arno Hauck (Ausschuss), Pascal Frank (Vorsitzender Bau), Steffen Sprau (Vorsitzender Veranstaltungen), Daniel Preuß (Vorsitzender Spielbetrieb) und Tobias Weis (Vorsitzender Finanzen).
Die Verantwortlichen der SG Rieschweiler präsentieren den Namen ihres neuen Kunstrasenplatzes. Von links Rolf Weis (Präsident), Sascha Steffan (Ausschuss), Arno Hauck (Ausschuss), Pascal Frank (Vorsitzender Bau), Steffen Sprau (Vorsitzender Veranstaltungen), Daniel Preuß (Vorsitzender Spielbetrieb) und Tobias Weis (Vorsitzender Finanzen). FOTO: Florian Schwarz
Rieschweiler. Die SG Rieschweiler benennt den neuen Kunstrasen nach ihrem verstorbenen Spieler und Vorstandsmitglied „Christoph-Weis-Stadion“. Von Fritz Schäfer

„Christoph-Weis-Stadion An der Dicken Eiche“ heißt der neue Kunstrasenplatz der SG Rieschweiler. „Das ist schön, aber auch hart“, war die Schwester des im Januar bei einem Autounfall gestorbenen Christoph, Christina Palladino, bei der Enthüllung des Namensschilds sichtlich gerührt. „Der Platz war immer sein Traum“, fügte sie hinzu. Der Vater des langjährigen Spielers und Vorstandsmitglieds, Günter Weis, freute sich über die Geste des Vereins, „dass Christoph nicht vergessen wird“.

„Das war bei uns vier Vorständen selbstverständlich. Da mussten wir gar nicht überlegen“, erklärte der Finanzvorstand und Cousin des Verstorbenen, Tobias Weis. „Das waren wir Christoph schuldig.“ Christoph Weis sei „die treibende Kraft des Projekts“ gewesen, sagte Bauvorstand Pascal Frank. Auch die übrigen Mitglieder der Vereinsführung mussten von der Idee nicht überzeugt werden. Tobias Weis: „Bis zur Entscheidung dauerte das keine Minute“, erklärte er. „Es ist nur eine kleine Geste für Christoph“, merkte der Vorstand für Veranstaltungen, Steffen Sprau, an.

Die Idee, den Hartplatz in einen Hybrid- oder Kunstrasenplatz umzubauen, habe die Vereinsführung schon seit fünf, sechs Jahren beschäftigt, sagte Frank. Vor zwei Jahren habe sich der Verein von dem Hybridrasen verabschiedet. „Ein solcher Platz war für unseren Spiel- und Trainingsbetrieb mit vielen Jugendmannschaften nicht sinnvoll.“ Auch wenn der Kunstrasen etwa 100 000 Euro mehr kostete. Rund 550 000 Euro kostet der neue Platz. Vom Land gibt es einen Zuschuss in Höhe von 122 000 Euro, vom Landkreis 45 000 Euro, von der Ortsgemeinde 26 000 Euro und von der Daniel-Theysohn-Stiftung sind nach Angaben von Tobias Weis 20 000 Euro in Aussicht gestellt worden.



„In den vergangenen Jahren haben wir außerdem viele Veranstaltungen aufgezogen“, sagte Weis. Dazu kämen noch die Aktionen der Jugend wie ein Spendenlauf und viele Einzelspender. „Es bleibt immer noch ein Kredit von 160 000 Euro“, sagte Weis. „Aber den stemmen wir.“

Nach Beginn der Arbeiten im Frühsommer sorgte unter anderem das Aufstellen der Flutlichtmasten für eine Verzögerung. Frank: „Mit dem neuen Standort haben wir das gelöst.“ Die Verzögerung hat sich vor allem im Trainingsbetrieb ausgewirkt. Weis: „Da möchte ich mich bei den Nachbarvereinen bedanken, die uns geholfen haben und ihre Plätze zur Verfügung gestellt haben.“

Schon vor Beginn der Baumaßnahme waren die Bäume um den Platz ein Problem. Jetzt sollen noch ein Dutzend Bäume gefällt werden. „Der Förster sieht keine Probleme, noch mehr zu fällen“, sagte Weis. Zumal sich auch der Eichenprozessionsspinner dort eingenistet hat. „Die Lebensdauer des für viel Geld angelegten Platzes hängt auch vom Pflegeaufwand ab“, erklärte Frank. Und da störten die Blätter auf dem Kunstrasen. Dazu soll es noch ein Gespräch zwischen Verein, Ortsgemeinde und Kreis geben.