| 20:37 Uhr

3. Liga Süd
Der Erfolgsdruck liegt beim Gegner

Mit seinen starken Paraden verhalf Torwart Yannic Klöckner der VTZ Saarpfalz zum unerwarteten Heimsieg gegen Heilbronn. In Kornwestheim wollen die Zweibrücker für die nächste Überraschung sorgen.
Mit seinen starken Paraden verhalf Torwart Yannic Klöckner der VTZ Saarpfalz zum unerwarteten Heimsieg gegen Heilbronn. In Kornwestheim wollen die Zweibrücker für die nächste Überraschung sorgen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Nach dem Überraschungs-Coup gegen Heilbronn kann Handball-Drittligist VTZ Saarpfalz befreit zu Vorjahresmeister Salamander Kornwestheim reisen. Von Jadran Pesic

Für die Handballer der VTZ Saarpfalz geht es am Samstag um 20 Uhr zum Vorjahresmeister der 3. Liga Staffel Süd. Der SV Salamander Kornwestheim konnte bislang aber nicht an die Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen und findet sich im Tabellenmittelfeld wieder. Beide Mannschaften wollen zum Ende der Hinrunde nochmals Punkte sammeln um sich noch die eine oder andere Position nach oben zu arbeiten.

„Wir haben uns gegen Heilbronn endlich für die letzten Wochen belohnt. Die Trainings- aber auch die Spielleistungen waren ja nie verkehrt. Uns hat halt immer nur ein My gefehlt“, sagt VTZ-Torhüter Yannic Klöckner. Das Unentschieden war sicherlich ein kleines Ausrufezeichen und enorm wichtig für die Moral der Rosenstädter. Mit dem ersten Heimsieg der Saison konnten die Abstiegsplätze vorerst verlassen werden. Großen Anteil am Erfolg gegen den Tabellendritten hatte auch Klöckner, der gerade in der ersten Hälfte eine überragende Vorstellung bot und eine Quote von 53 Prozent gehaltener Bälle aufweisen konnte.

Klöckner beschreibt diese Saison als seine erste richtige in der 3. Liga. Er begründet das damit, dass er in seiner Zeit beim Lokalrivalen SV 64 Zweibrücken in der dritten Liga nur Ergänzungsspieler war. Die 22-jährige Nummer eins der VTZ weiß aber auch, dass er sich weiter steigern kann und muss. „Wenn jetzt schon alles perfekt bei mir wäre, wäre es ja auch irgendwie langweilig“, sagt er schmunzelnd. „Ich denke man sieht, dass meine Leistungen immer besser werden. Ziel muss es jetzt aber natürlich sein, diese auch konstant über die gesamte Spielzeit abzurufen“, erklärt Klöckner.



Auch gegen Kornwestheim wird er am Maximum agieren müssen, wenn er und seine Jungs die Punkte mit nach Zweibrücken entführen wollen. Kornwestheim war letztes Jahr in einer ähnlichen Situation wie die Zweibrücker. Auch sie waren ein Aufsteiger, der sich zurück in die 3. Liga gekämpft hatte. Von dem, was die Mannschaft um Starspieler Peter Jungwirth geschafft hat, träumen die meisten Vereine, ohne es jemals zu erreichen. Als Aufsteiger konnten sie direkt die Meisterschaft erringen. Jedoch entschied man sich gegen den sportlichen Aufstieg. Vor der Saison gab es einige Veränderungen. Fünf Spieler verließen den Verein, vier Neue galt es zu integrieren. Der unangefochtene Star ist Rechtsaußen Peter Jungwirth, der auch schon in der Bundesliga für den SC Magdeburg und die HSG Wetzlar auf Torejagd ging. Jungwirth belegt derzeit mit 102 Toren den dritten Rang in der Torschützenliste der Süd-Staffel.

Bereits drei Mal musste der SVK schon bittere Ein-Tor-Niederlagen einstecken. In den letzten beiden Partien gegen Heilbronn-Horkheim und Balingen-Weilstetten II gab es jeweils ein Unentschieden.

„Kornwestheim ist eine Spitzenmannschaft der Liga, die gespickt ist mit Spielern mit viel Erfahrung wie Peter Jungwirth oder auch Julius Emrich, auf den ich mich besonders freue. Für uns ist es eine schöne Situation, mit einem Sieg im Rücken befreit aufspielen zu können und den Favoriten vielleicht auch zu ärgern“, sagt VTZ-Coach Danijel Grgic.

„Wir wollen uns mit einem Heimsieg bei den Zuschauern für die tolle Unterstützung im Jahr 2018 bedanken. Zudem wollen wir am Ende der Hinrunde auf jeden Fall ein positives Punktekonto haben“, betont SVK-Trainer Alexander Schur auf der Kornwestheimer Homepage. Er beschreibt die VTZ Saarpfalz als eine Mannschaft, die bis zum Schluss kämpfen und alles in die Waagschale werfen wird. „Wir werden sie aufgrund des Tabellenplatzes keinesfalls unterschätzen“, so Schur. Diesen Respekt haben sich die Zweibrücker Jungs um Kapitän Philip Wiese langsam aber stetig verdient.