| 21:19 Uhr

Fußball-Regionalliga
Der Aufstieg ist das mittelfristige Ziel

Neuzugang Sven Sellentin (links) will mit dem FC Homburg in der Saison 2019/20 Richtung Dritte Liga marschieren. Mit seinem Ex-Verein SV Elversberg war er zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert.
Neuzugang Sven Sellentin (links) will mit dem FC Homburg in der Saison 2019/20 Richtung Dritte Liga marschieren. Mit seinem Ex-Verein SV Elversberg war er zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der Ex-Elversberger Sven Sellentin will mit dem FC Homburg endlich sein Aufstiegs-Trauma überwinden — allerdings hält er das angesichts der starken Konkurrenz erst ab der Spielzeit 2019/20 für realistisch. Von Markus Hagen

Mit schlimmen Niederlagen kennt er sich aus: Gleich zweimal, 2016 und 2017, hat Sven Sellentin mit der SV Elversberg den Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die dritte Bundesliga verpasst. Zweimal war trotz starker Saison in den Relegationsspielen der Traum geplatzt.

Nach drei Jahren bei der SV Elversberg startet der 25-jährige Mittelfeldspieler jetzt beim FC Homburg einen neuen Anlauf. Eine „neue Herausforderung“, wie er sagt. Und doch habe er nach dem zweimaligen Scheitern im letzten Moment bei der SVE keinen Frust empfunden. „Enttäuscht war ich aber schon“. Wie wurde der Wechsel zum Liganeuling eingetütet? „Mein Berater knüpfte die ersten Kontakte mit dem FC Homburg.“ Es folgte ein Gespräch mit FCH-Trainer Luginger. Schnell sei Sellentin klar geworden: „Der FCH will nach oben, also in die Dritte Liga.“ Die finanzielle Grundlage für den Aufstieg sei beim FCH vorhanden. „Das Konzept des Vereins hat mir sehr gut gefallen.“ Einem Zweijahresvertrag bis Juni 2020 stand nichts mehr im Weg.

 In der kommenden Saison allerdings könne der FC Homburg sicherlich noch nicht ganz oben angreifen, sprich den haushohen Titelanwärter 1. FC Saarbrücken gefährden, der Angriff auf die Dritte Bundesliga wird erst 2019/20 ein Thema. „Wir müssen uns erst mit den vielen Neuen im Kader spielerisch und taktisch finden.“ Eine Platzierung unter den besten sechs Teams der Liga wäre als Aufsteiger ein sehr gutes Ergebnis, gibt Sellentin als Marschrichtung vor.



 Persönlich geht es für ihn darum, sich beim Trainerteam seines neuen Clubs für einen Stammplatz im defensiven oder offensiven Mittelfeld zu empfehlen. „Spielerisch ist noch Luft nach oben. Aber wir sind in der Findungsphase“, will Sellentin den jüngsten mageren Ergebnissen in den Vorbereitungsspielen (nur ein Tor aus den letzten drei Testspielen), keine allzu große Bedeutung für den Saisonstart am 28. Juli mit dem Auswärtsspiel bei Wormatia Worms geben. „Wir haben einen qualitativ sehr guten Kader. Aber es wird einige Spiele in der Regionalliga dauern, bis wir uns spielerisch stark präsentieren können.“ Bei zehn Neuzugängen sei dies normal, zumal der FCH als Aufsteiger auch erst mal in der höheren Spielklasse ankommen müsse.

Einen guten Freund beim neuen Verein hat Sellentin mit Kevin Maek. Mit ihm spielte er jahrelang zusammen in Elversberg. Auch Maek wechselte zur neuen Runde zum FC Homburg. „Es hat mich natürlich sehr gefreut, dass er mit mir nach Homburg kommen konnte.“

Das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart in die Regionalliga Südwest absolviert der FC Homburg am Sonntag um 14 Uhr im Waldstadion gegen den luxemburgischen Erstligisten Fola Esch. Bis auf den Langzeitverletzten Jaron Schäfer stehen Trainer Jürgen Luginger alle Spieler zur Verfügung, auch die zuletzt angeschlagen Jan Eichmann (Muskelfaserriss) und Thomas Steinherr (Adduktoren).