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„Das Landgestüt bietet Top-Bedingungen“

 Knut Danzberg. Foto: cvw
Knut Danzberg. Foto: cvw FOTO: cvw
Zweibrücken. Acht Jahre lang war der Pferdewirtschaftsmeister aus dem hessischen Karben, Knut Danzberg, zuständig für die Allgemeine Jugendarbeit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Als Ausbilder wie auch als Turnierrichter bis Grand Prix ist der 50-jährige, gebürtige Wuppertaler, bundesweit unterwegs. Bei einem Dressurlehrgang im Zweibrücker Landgestüt unterhielt sich Merkur -Mitarbeiterin Cordula von Waldow mit dem erfahrenen Pferdemann.

Herr Danzberg, wie schätzen Sie das Potenzial an Nachwuchsreitern in Deutschland, speziell in der Südwest-Saarpfalz ein?

Knut Danzberg: Wir haben bundesweit viele engagierte junge Talente und das gilt auch für die Südwest- und Saarpfalz. Ich habe während des Lehrgangs in Zweibrücken vom Einstieg bis in die gehobene mittelschwere Klasse sehr ambitionierte Amazonen und auch viele wirklich sehr gute Pferde erlebt, vom Pony über junge Nachwuchspferde bis hin zu weit geförderten Cracks.

Wie hat sich die Jugendarbeit in den zurückliegenden Jahren verändert?



Danzberg: Früher war es so, dass ein Mindestalter von zehn Jahren vorausgesetzt wurde und der Reitunterricht rein schulmäßig von der Longe über ein diszipliniertes Abteilungsreiten erteilt wurde. Heute beginnen wir mit Kindergartenkindern und altersgerechten Ponys, mit Spaß und Erlebnis rund ums Pferd, um die Liebe zum Pferdesport früh zu wecken und zu fördern. Der Erfolg gibt uns recht: Wir haben viele junge, gute Reiter.

Gilt das auch für das rheinland-pfälzische Vierkampf-Team, das Sie in der E-Klasse mittrainiert haben?

Danzberg: Durchaus. Mit dem Vize-Bundestitel 2015 war der große Erfolg da. Auch für die anspruchsvollere Klasse A sehe ich gutes Potenzial, die eine oder andere Reiterin war beim Lehrgang in Zweibrücken dabei.

Was sollen die Teilnehmer aus diesem Lehrgang mitnehmen? Was ist Ihnen besonders wichtig?

Danzberg: Erst, wenn ein Pferd vernünftig gelöst mit vorwärts-abwärts gedehntem Hals über den Rücken schwingt, locker und zufrieden läuft, kann ich von ihm Leistung verlangen und Lektionen üben. Außerdem dient diese Reitweise der Gesunderhaltung und Langlebigkeit der Pferde. Daran haben wir am ersten Tag durchweg gearbeitet. Am zweiten Tag haben wir uns dann je nach Ausbildungsstand und Zielrichtung mit einzelnen Aufgaben und Lektionen befasst. Bei allen Reitern zeigte sich eine deutliche Entwicklung, sie konnten die Tipps durchweg gut umsetzen.

Sie waren 2014 bei der DM Vierkampf sowie 2013 als Dressurrichter bei den Landesmeisterschaften in Zweibrücken dabei. Wie beurteilen Sie die Bedingungen und Möglichkeiten hier mit dem Landgestüt, der Rennwiese und den zahlreichen Vereinen?

Danzberg: Das Landgestüt bietet Top-Bedingungen für ein anspruchsvolles, professionelles Reittraining: Erstklassige Böden, zwei tolle, lichte und große Reithallen, der große Außenplatz. Mit dem historischen Ambiente, der Rennwiese und dem großen Anhängerparkplatz direkt nebenan ist es eine traumhaft schöne Anlage, die sich auch für große Sportereignisse bestens eignet. Dazu passt auch das engagierte Helferteam rund um Landgestüt und Reitverein(e).