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Einfach Spaß haben
„Das ist eine ganz schön große Ehre“

Speerwerferin Christin Hussong freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Berliner Publikum. Nur drei Wochen nach der EM steht das Istaf an.
Speerwerferin Christin Hussong freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Berliner Publikum. Nur drei Wochen nach der EM steht das Istaf an. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Zweibrücken. Eigens für LAZ-Athletin Christin Hussong wurde nach ihrem EM-Titel der Frauen-Speerwurf ins Istaf-Programm aufgenommen. Von Svenja Hofer

Vor drei Wochen ist Christin Hussong der große Wurf gelungen: mit 67,90 Metern zu EM-Gold. Seither eilt die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken von Ehrung zu Ehrung, weiterhin auch von Wettkampf zu Wettkampf. Dabei hat die 24-Jährige derzeit großen Spaß.

Frau Hussong, nach dem Sieg bei der EM scheint Ihre Form überhaupt nicht nachzulassen. Sie haben zwei Siege in Thum und Rovereto nachgelegt. Sind die Wettkämpfe derzeit einfach ein Selbstläufer oder wie schaffen Sie es, zum Ende dieser langen Saison, körperlich und mental noch so fit zu sein?

Christin Hussong: Körperlich fühle ich mich wirklich fit. Mental, vom Kopf her fällt es Sportlern meistens schwerer. Wie ich das im ersten Wettkampf nach der Europameisterschaft in Thum hinbekommen habe, weiß ich selbst nicht (lacht). Es ist mir noch nie so leicht gefallen. Aber ich genieße das jetzt einfach.



Am Wochenende steht nun etwas außerplanmäßig der Start beim Istaf in Berlin an. Wie groß ist die Ehre für Sie, dass der Frauen-Speerwurf nach Ihrem EM-Sieg zusätzlich ins Programm aufgenommen wurde?

Hussong: Das ist wirklich eine ganz schön große Ehre. Ich freue mich riesig darauf, beim Istaf werfen zu dürfen. Zumal vorher eigentlich klar war, dass es keinen Frauen-Speerwurf geben wird in diesem Jahr. Als dann die Nachricht kam: „Willst Du werfen, wenn ja, dann bauen wir es in den Wettkampf ein?“, da war ich schon richtig happy.

Freuen Sie sich auch auf die Rückkehr ins Berliner Olympiastadion und das dortige Publikum, wo Sie vor nicht einmal drei Wochen zu EM-Gold getragen wurden?

Hussong: Ja, ich freue mich schon wieder richtig darauf. Es ist ohnehin jedes Mal etwas Tolles, im Berliner Olympiastadion, vor allem beim Istaf, starten zu dürfen. Jetzt, nach dem Erfolg bei der EM ist es ganz besonders.

Danach steht zum Saisonabschluss noch der Continental-Cup in Tschechien auf dem Plan. Was nehmen Sie sich für die beiden letzten Wettkämpfe noch vor?

Hussong: Einfach Spaß haben! Ich möchte, wenn möglich, nochmal das abrufen, was ich in den letzten Wettkämpfen gezeigt habe. An die 62, 63, 64 Meter heran. Aber vor allem will ich die Auftritte genießen.

Und dann geht’s in Urlaub?

Hussong: Ja (lacht). Den September bin ich dann mal weg. Mitte Oktober geht es dann wieder los.

Dieses Gespräch
führte Svenja Hofer