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Das i-Tüpfelchen einer unglaublichen Saison

Zweibrücken. Ein richtig schönes Vorweihnachtspräsent haben die Hornets ihren Fans gemacht. Im letzten Spiel des Jahres besiegte der EHCZ den ESC Hügelsheim zuhause 11:6 und überwintert in der Regionalliga auf Rang zwei. Martin Wittenmeier

In den letzten Spielminuten war es ein regelrechtes Schaulaufen für die Hornets. Radovan Pastorek hatte Sekunden zuvor das 11:6 für den EHC Zweibrücken erzielt, die Partie mit seinem zweiten Treffer endgültig entschieden. Über 1100 Zuschauer feierten auf den Rängen, auf dem Eis lagen sich die Zweibrücker Spieler jubelnd in den Armen. Zum Jahresabschluss fertigten die Hornets die Baden Rhinos Hügelsheim , vor der Saison als Meisterschaftsanwärter gehandelt und nach schwachem Start zuletzt in starker Form, mit 11:6 (3:2/4:4/4:0) ab. "Dass wir so eine grandiose Runde hinlegen, hätten wir uns vor der Saison nicht erträumen lassen. Alle sind total happy", freute sich Hornets-Trainer Richard Drewniak über das "Finale furioso" in der Zweibrücker Ice-Arena.

Völlig verpatzt war dagegen der Start in die Partie. Keine vier Minuten waren rum, da musste Marcel Kappes schon zum zweiten Mal den Puck aus dem EHC-Kasten fischen. "Eigentlich wollten wir das Spiel machen, Hügelsheim unter Druck setzen und selbst in Führung gehen. Das ist gehörig nach hinten losgegangen." Doch noch in der gleichen Minute konnten die Gastgeber verkürzen. Topscorer Ben Payne war zur Stelle und erzielte das 1:2. Danach waren die Hornets am Drücker, erarbeiteten sich mehrere Großchancen. Bis zur Pause drehte die starke zweite Reihe mit Marc Lingenfelser (11.) und Frederic Hellmann (16.) das Spiel. Direkt nach Wiederbeginn eroberte Georg Hähn die Scheibe im gegnerischen Drittel und hielt einfach mal drauf - 4:2. Der kurioseste Treffer des Tages ging auf die Kappe von Kappes. Rhino-Verteidiger Noel Johnson zog aus dem eigenen Drittel ab und plötzlich zappelte der Puck hinter dem verdutzten EHC-Torwart im Netz. Danach wurde es zunehmend ruppig. Die Strafzeiten auf beiden Seiten häuften sich und André Nunold wurde nach einem Stockschlag vom Schiedsrichtergespann vorzeitig zum Duschen geschickt. In dieser Phase waren die Zweibrücker wacher und nutzen Hügelsheimer Fehler im Spielaufbau gnadenlos aus. Ben Payne mit einem tollen Solo durch die gegnerische Verteidigung und Bernd Hartfelder per Distanzschuss erhöhten auf 7:4. "Die Phase nach dem 7:4 ärgert mich. Da waren sich einige wohl schon zu sicher und mit den Köpfen nicht bei der Sache", kritisierte Drewniak die Schlafmützigkeit in den Schlussminuten. Binnen 70 Sekunden machten die Rhinos aus einem 4:7 ein 6:7 und die Partie wieder spannend.

Richtig brenzlig wurde es für die Gastgeber im dritten Durchgang aber nicht mehr. Lukas Srnka (42.) und Radovan Pastorek (52.) in Überzahl stellten den Drei-Tore-Abstand wieder her, der Hügelsheimer Widerstand war nun endgültig gebrochen. Beide Reihen spielten die letzten Minuten mit offenem Visier runter. Der wieselflinke Payne düpierte mit einem Sololauf die gesamte Hintermannschaft des Tabellenvierten und markierte das 10:6, auf der Gegenseite vereitelte Steven Teucke, der den heute glücklosen Marcel Kappes ab der 25. Minute ersetzt hatte, reihenweise beste Torgelegenheiten. Den umjubelten Schlusspunkt hinter eine intensive und kampfbetonte Partie setzte dann wieder Radovan Pastorek (57.), der den Puck aus kurzer Distanz nur noch über die Linie bugsieren musste.

Über den "Spieler der Saison" abgestimmt werden kann online auf der Seite www.pfaelzischer-merkur.de/hornets , auf www.facebook.com/pfaelzischermerkur oder per Teilnahmekarte. Diese liegen in der Geschäftsstelle des Pfälzischen Merkur in der Zweibrücker Hauptstraße 66 sowie bei Edeka Ernst im Hilgardcenter bereit. Dort stehen jeweils auch Gewinnspiel-Boxen, in die die Karten eingeworfen werden können. Jede Stimme wird einmal gezählt. Gewinnspiel-Teilnahme ab 18 Jahren. Einsendeschluss per Post ist der 2. Februar. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von rund 2500 Euro. Der Hauptpreis: zwei VIP-Tickets zum DEL-Heimspiel der Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin am Dienstag, 17. Februar.

Zum Thema:

Auf einen BlickEHCZ: Kappes, Teucke (ab 25.) - Kilthau, Hellmann, Walzer, Lehmann, Essig, Brüstle, Hartfelder, F. Wendland, Voltz - Vodicka, Machura, Lingenfelser, Pastorek, Srnka, Wolf, Neumann, Dörr, Hähn, Nunold, Payne.Tore: 0:1 Walther (4.), 0:2 Heers (4.), 1:2 Payne (4.), 2:2 Lingenfelser (11.), 3:2 Hellmann (16.), 4:2 Hähn (22.), 4:3 Johnson (23.), 5:3 Hartfelder (32.), 5:4 Walther (34.), 6:4 Payne (35.), 7:4 Hartfelder (36.), 7:5 Siel (38.), 7:6 Mauderer (40.), 8:6 Srnka (42.), 9:6 Pastorek (52.), 10:6 Payne (56.), 11:6 Pastorek (57.).Strafzeiten: 11 min. + Spieldauer - 18 min.Zuschauer: 1129. maw