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Fußball-Regionalliga
Daniel di Gregorio hat in Homburg viel vor

Homburgs Neuzugang Daniel di Gregorio (links) hat sich gleich in die Startelf gespielt.
Homburgs Neuzugang Daniel di Gregorio (links) hat sich gleich in die Startelf gespielt. FOTO: Martin Wittenmeier
Homburg. Fußball-Regionalliga Südwest: Zunächst soll im Topspiel am Samstag beim SSV Ulm der nächste Dreier her. Von Markus Hagen

Den Sprung in die Stammelf haben beim FC Homburg auf Anhieb vier der zehn Neuzugänge geschafft. Daniel di Gregorio gehört dazu. Der 28-Jährige mit doppelter Staatsbürgerschaft – deutsch und italienisch – hat bisher in allen fünf Begegnungen auf dem Platz gestanden. So voraussichtlich auch in der sechsten, dem Topspiel beim Tabellenvierten SSV Ulm an diesem Samstag.

Der Neuzugang vom SV Waldhof Mannheim wird von Trainer Jürgen Luginger auf der Sechser-Position aufgestellt, eine Position, auf der sich di Gregorio sehr wohl fühlt. „Das passt alles sehr gut zusammen“, meint er und betont beim Blick auf die bisherige Ausbeute: „Zwölf Punkte aus 15 möglichen und das als Aufsteiger. Das ist schon sehr beachtlich“, will di Gregorio dem unnötig verlorenen Zählern der 1:2-Auftaktniederlage bei Wormatia Worms nicht mehr nachtrauern. Vom jüngsten 2:1-Heimsieg über die U23 des FSV Mainz 05 zeigte er sich hingegen begeistert. „Da haben wir Charakter bewiesen. Auch wenn wir früh in Rückstand gerieten, sind wir nach 20 Minuten immer besser ins Spiel gekommen.“ Die Mannschaft der Grün-Weißen habe die vorhandenen Stärken gezeigt und dann auch die Treffer zum verdienten Sieg markiert.

Daniel di Gregorio spielte früher in der U19 von Rot-Weiß Frankfurt. Von deren Aktivenmannschaft wechselte er im Juni 2010 zur Zweiten der Eintracht Frankfurt. Vier Jahre später ging er zum SV Waldhof Mannheim, den er im Juni nun Richtung Homburg verließ. Hier unterschrieb er einen Zweijahresvertrag. „Mit dem FC Homburg will ich in die 3. Liga“, sagt der 28-Jährige. Nachdem er mit Mannheim dieses Ziel gleich zweimal verpasste, wollte er nun etwas Neues ausprobieren. „Beim FCH stimmen die Rahmenbedingungen für den anvisierten Aufstieg in zwei Jahren“, lautet die Begründung zum Vereinswechsel.



Doch bevor die Homburger an die 3. Liga denken können, gelte es sich erst einmal ganz auf die derzeitige Saison zu konzentrieren. „Wo wir am Ende landen, kann man sicherlich nicht nach fünf Spieltagen vorhersagen. Warten wir mal ab, wie es nach zehn, zwölf Partien aussieht.“ Überhaupt sollte das Team von Spiel zu Spiel schauen. „Damit sind wir auf der richtigen Seite.“ Und jetzt kommt eben Ulm. „Für mich ist es keine Überraschung, dass der SSV so weit oben in der Tabelle steht. Sie haben bereits in der letzten Runde stark gespielt, sind noch besser geworden, auch weil sie ihre Neuzugänge schnell integriert haben.“ Daniel di Gregorio hat Respekt vor dem nächsten Gegner. Aber wir fahren nach Ulm, um dort zu gewinnen“, sagt der Mittelfeldmann, der ein echtes Spitzenspiel erwartet. „Ulm und Homburg liegen spielerisch auf Augenhöhe. Alles ist möglich“, blickt er zuversichtlich auf die Topbegegnung des sechsten Spieltages. „Wir müssen und werden unser Potenzial abrufen, dann ist auch Ulm verwundbar.“

Gelassen zeigt sich FCH-Trainer Jürgen Luginger vor dem Spitzenspiel beim Ligavierten. „Wir fahren als Tabellenführer nach dem tollen Start mit noch mehr Selbstbewusstsein nach Ulm.“ Seine Elf sehe er keinesfalls unter Druck, den ersten Platz verteidigen zu müssen. „Schön, wir liegen auf Rang eins. Aber das ist nur eine Momentaufnahme.“ Auf jeden Fall werde sein Team auf Sieg spielen, erklärt der 50-Jährige, der den SSV Ulm ausführlich studiert hat. So zuletzt bei der überraschenden 0:1-Niederlage in Worms am Dienstag. „Das Ergebnis soll uns nicht täuschen. Der SSV hat dort auf einige Stammspieler verzichtet“, erklärt Luginger. „In der Offensive haben sie richtig gute Qualität.“