| 22:55 Uhr

Fußball-Kreispokal
Contwig sichert den Einzug ins Finale

Riesige Freude über den Einzug ins Endspiel: Der SV Palatia Contwig setzte sich im Kreispokal-Halbfinale in einer hektischen Partie mit 3:1 beim TSC Zweibrücken II durch.
Riesige Freude über den Einzug ins Endspiel: Der SV Palatia Contwig setzte sich im Kreispokal-Halbfinale in einer hektischen Partie mit 3:1 beim TSC Zweibrücken II durch. FOTO: Norbert Schwarz
Contwig. Fußball-Kreispokal: A-Klasse-Spitzenreiter setzt sich mit 3:1 gegen B-Ligisten TSC Zweibrücken II durch. Von Norbert Schwarz

 „Derbysieger, Derbysieger“, skandieren nach mehr als 90 Minuten auf dem Hartplatz der TSC-Sportanlage die abgekämpften Spieler und Betreuer des SV Palatia Contwig hüpfend im großen Kreis. Der Spitzenreiter der A-Klasse Süd hat seine Erfolgsserie auch im Kreispokal fortgesetzt. Am Wattweiler Berg besiegte das Team von Trainer Max Blum am Mittwochabend unter Flutlicht die in der B-Klasse West spielende Mannschaft des TSC Zweibrücken II mit 3:1. Damit stehen die Palaten im Endspiel um den Kreispokal und treffen dort am Ostermontag im FKP-Stadion auf der Husterhöhe auf die SG Waldfischbach. Die hatten bereits am Dienstag mit einem denkbar knappen 1:0 die zweite Mannschaft der SF Bundenthal bezwungen.

Die Erleichterung bei den Contwigern war nach Abpfiff groß. Denn das junge Team musste bis zur 72. Minute um den Erfolg bangen. In der 49. Spielminute hatte der großgewachsene Zweibrücker Mirko Tüllner die Platzherrn überraschend in Führung gebracht. „Da ist unsere Mannschaft mit den Gedanken wohl noch beim Pausentee gewesen“, resümierte Zuschauer Gerhard Blum und ärgerte sich über den groben Abwehrfehler, der die Führung des TSC II überhaupt ermöglicht hatte. Torlos waren die ersten 45 Minuten verstrichen, obwohl sich beide Teams auf dem nicht gerade idealen Spielgelände bei erheblichen Schwachstellen in der Flutlichtausleuchtung nichts schenkten. In beiden Strafräumen ging es mitunter hektisch zu. Allerdings blieben die großen Torchancen in der ersten Hälfte weitgehend aus. Abgesehen von einem Distanzschuss des späteren Palatia-Torschützen Nikolaus Sefrin. Doch dessen Versuch bedeutete noch keine Gefahr für den von Hans Bodmer gehüteten TSC-Kasten (28.). Seine Gefährlichkeit deutete auf der Gegenseite Mirko Tüllner an. Sein strammer Schuss flog knapp am Torpfosten vorbei. Dass sich beide Teams mit einem 0:0 in die Kabinen verabschiedeten, hatte Contwig insbesondere dem gut aufgelegten Torwart Moritz Betz zu verdanken. Er nämlich war mit einem Hechtsprung zur Stelle, als ihn Jan-Patrick Buchheit mit einem Freistoß aus gut 20 Metern prüfte. Über die Mauer hatte Buchheit den Ball gezirkelt, den Betz noch kurz vor der Torlinie in seine Fänge bekam.

Luca Wachall vom TSC hatte dann vier Minuten nach Wiederanpfiff in den Strafraum der Gäste geflankt. Die bekamen die weiße Lederkugel aber nicht aus der Gefahrenzone heraus. Tüllner war der Nutznießer, der mit einem satten Schuss das 1:0 für die Hausherren erzielte. Doch nur Minuten später erwies Tüllner seiner Mannschaft einen Bärendienst. Der bereits verwarnte Torschütze legte sich mit Schiedsrichter Klaus Wolf an. Der ließ sich das Verhalten des jungen Spielers nicht gefallen ließ zeigte ihm die Gelb-Rote Karte. Ein Knackpunkt für das Spiel, wie Vater und TSC-Trainer Jürgen Tüllner feststellte. Die Gäste aus dem Schwarzbachtal bekamen von da an noch mehr Übergewicht. Der Druck auf das TSC-Tor wurde immer größer und in der 72.Minute dribbelte Contwigs Kapitän Mesout Moutous in den Strafraum, wo er im Zweikampf regelwidrig vom Ball getrennt wurde. Der Schiedsrichter zögerte nicht und deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Marcel Hoffmann verwandelte sicher zum Ausgleich. In der Schlussphase wollten es die Gäste dann wissen und die Partie noch in der regulären Spielzeit entscheiden. Bei einem Anfriff der Gäste bekam die Abwehr der Platzherren den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Stefan Höh erkämpfte sich das Leder und legte für den freien Nikolaus Sefrin auf, der mit einem flachen Schuss ins lange Eck Hans Bodmer keine Chance ließ. Wenige Minuten vor dem Abpfiff war es dann Moutous, der einen Abwehrfehler der TSCler nutzte und den 3:1-Derbysieg perfekt machte. „Wir haben gut dagegen gehalten“, zollte Jürgen Tüllner seiner dezimierten Mannschaft dennoch ein Lob. Immerhin habe sein Team dem Tabellenführer der nächsthöheren Klasse alles abverlangt. Für den Coach der Palatia ging der Blick dagegen schon in Richtung Pokalfinale. Blum rechnet mit viel Unterstützung aus Contwig, wenn es an Ostermontag, 15 Uhr, in Pirmasens um den Pott geht. „Das Stadion, die Atmosphäre, der Pokal – für die jungen Spieler wird das eine ganz besondere Erfahrung.“