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Eishockey-Regionalliga Südwest
Coach Wolf warnt vor dem „Schlendrian“

 Mit Hügelsheim haben Robin Spenler (Mitte) und Christian Werth (re.) in dieser Saison keine guten Erfahrungen gemacht. Beide Duelle gingen verloren.
Mit Hügelsheim haben Robin Spenler (Mitte) und Christian Werth (re.) in dieser Saison keine guten Erfahrungen gemacht. Beide Duelle gingen verloren. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken reist mit voller Konzentration zum letzten Hauptrundenspiel nach Hügelsheim.

„Keiner wird geschont. Wir werden unser Spiel durchziehen“, macht Ralf Wolf unmissverständlich klar. Obwohl es sportlich für den EHC Zweibrücken um nicht mehr viel geht, will der Hornets-Trainer die Punkte im letzten Hauptrundenspiel keinesfalls herschenken. Bei Gegner ESC Hügelsheim steht dagegen die komplette Saison auf dem Spiel. Die Baden Rhinos stehen mit dem Rücken zur Wand und brauchen am Samstagabend (19.30 Uhr) unbedingt einen Sieg, um doch noch auf den Playoff-Zug aufspringen zu können.

Es ist allerdings ein dünner Strohhalm, an den sich der Tabellenfünfte klammert. Nach der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende in Eppelheim sind die Chancen auf die Playoffs für das Team von Ex-EHC-Trainer Richard Drewniak minimal. Drei Punkte gegen Tabellenführer Zweibrücken sind Pflicht. Gleichzeitig muss Hügelsheim hoffen, dass entweder Eppelheim in Heilbronn oder Mannheim in Bietigheim gewinnt – nur dann wären die Rhinos auf den letzten Drücker doch noch für die K.o.-Spiele qualifiziert.

Dessen ist sich auch Wolf bewusst und warnt deshalb: „Für Hügelsheim wird das der ultimative Showdown. Die werden alles raushauen, die Halle wird brennen“, erwartet der EHC-Coach einen bis in die Haarspitzen motivierten Gegner. Zumal die Hausherren wissen, wie man den EHC schlägt. In den beiden bisherigen Vergleichen hatte jeweils Hügelsheim die Nase vorn: In der Rosenstadt gelang ein 5:3-Auswärtssieg, im torreichen Heimspiel Anfang des Jahres siegten die Rhinos mit 8:6. Mit Graham Brulotte verfügt der ESC über einen der treffsichersten Stürmer. 15 Tore und 16 Vorlagen kann der Kanadier aufweisen und findet sich damit in den Top-10 der Regionalliga Südwest wieder.



Für die Hornets ist das Gastspiel im Baden-Airpark auch eine Art Generalprobe. Einspielen für die Playoffs ist angesagt. „Jetzt gehen die wichtigen Spiele los“, betont Wolf, „ da kannst du nicht mit halber Kraft antreten.“ Fehle der Fokus, sei das Verletzungsrisiko hoch. „Wenn der Schlendrian einkehrt, wird’s gefährlich“, fordert der 40-Jährige von seinen Jungs 60 Minuten Konzentration. Was man unter der Woche im Training erarbeitet habe, wolle man am Samstag in Hügelsheim umsetzen.

Was Wolf nicht will, sind „große Strafen oder Verletzungen“. Angeschlagene Spieler habe er derzeit schon genug. Bei Marcel Ehrhardt hat sich der Verdacht erhärtet, dass er sich beim 8:2 gegen Bietigheim die Kniescheibe gebrochen hat. Für den jungen Angreifer wäre die Runde damit beendet. Sturmkollege Claudio Schreyer, der zuletzt pausieren musste, „will spielen“, sagt Wolf. Über einen Einsatz in Hügelsheim soll kurzfristig entschieden werden.

Während der Gegner für die K.o.-Phase erst am Sonntagabend feststeht, ist jetzt schon offiziell, dass die Hornets am Sonntag, 1. März, mit einem Heimspiel das Playoff-Halbfinale eröffnen. Auch ein möglich drittes Match wird sonntags in der Zweibrücker Ice-Arena stattfinden. Spielbeginn ist eine halbe Stunde früher als in der Hauptrunde: Los geht es jeweils schon um 18.30 Uhr.

Erreichen die Hornets das Finale, werden die Heimspiele zur Hockey-Prime-Time ausgetragen, teilt der Verein mit. Sowohl das erste Finale am 20. März als auch ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel (3. April) finden jeweils freitags um 20 Uhr statt. Karten sind ab sofort im Arena-Shop in der Eishalle erhältlich.