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Clevere Eisbären als Spielverderber

 Kein Glück: Hornets-Angreifer Ben Payne scheitert an Heibronns Goalie Kevin Yeingst. Foto: Wille
Kein Glück: Hornets-Angreifer Ben Payne scheitert an Heibronns Goalie Kevin Yeingst. Foto: Wille FOTO: Wille
Zweibrücken. Gekämpft, geackert und dennoch verloren: Der EHC Zweibrücken musste sich gestern Abend in der Regionalliga Südwest der abgezockten Spielweise von Spitzenreiter EHC Heilbronn beugen. Martin Wittenmeier

So richtig ärgern konnte sich Richard Drewniak nach dem 3:7 (1:1/1:3/1:3) seiner Hornets gegen Tabellenführer Heilbronn nicht. Brauchte er gestern Abend in der Zweibrücker Ice-Arena auch nicht. Der EHC hatte kein schlechtes Spiel abgeliefert, musste sich am Ende aber den "cleveren und technisch überlegenen" Gästen geschlagen geben. "Es ist keine Schande, gegen Heilbronn zu verlieren, die gehören eigentlich hoch in die Oberliga", zeigte sich der EHC-Coach nur wenig zerknirscht über die erste Heimniederlage und den verpassten Sprung an die Spitze der Regionalliga Südwest .

Nach kurzer Abtastphase spielten beide Teams munter nach vorne und erarbeiteten sich ihre Torchancen. In Unterzahl mussten die Hornets das 0:1 schlucken. Manuel Pfennig bediente Marek Liebsch, der Steven Teucke im Zweibrücker Kasten keine Chance ließ und die Führung für die Eisbären markierte. "Heilbronn hat seine Powerplay-Situationen richtig gut ausgespielt, wir waren dagegen im Überzahlspiel richtig schlecht", ärgerte sich Drewniak, der seine Mannschaft in den ersten 30 Minuten auf Augenhöhe mit dem amtierenden Meister sah. Grund zum Jubeln gab es für die mehr als 1000 Fans in der pickepackevollen Eishalle nach 16. Spielminuten: Neuzugang Ben Payne spazierte durch die gegnerische Verteidigung und schlenzte die Scheibe zum 1:1 in die Maschen.

Nach dem Wechsel zogen die Gäste merklich die Zügel an und übernahmen weitestgehend die Kontrolle. "Unser Plan war es, Zweibrücken keine Räume zu geben und früh zu stören. Das ist voll aufgegangen", sagte Kai Sellers, Trainer der Eisbären, der kurz nach Wiederbeginn die erneute Führung durch Igor Filobok (25.) bejubeln durfte. Beim 1:3 wurde Teucke im Tor der Hornets kalt erwischt als ein strammer Schuss aus spitzem Winkel durch die Schoner rutschte. Zwei Minuten später stibitzten die Eisbären den Puck im gegenerischen Drittel, Leontin Kreps passte auf Liebsch, der mit einem sehenswerten Drehschuss erhöhte. Sekunden vor der Sirene keimte im Zweibrücker Lager Hoffnung auf. In Überzahl verkürzte Max Dörr auf 2:4.

Dass es am Schlussdrittel nicht doch noch einmal spannend wurde, lag am ausgebufften Angriffsspiel der Heilbronner, die die Partie binnen fünf Minuten entschieden. Zunächst erzielte Axel Hackert (45.) in Unterzahl das 2:5, kurz darauf legten Luschenz (47.) und Brozicek (50.) nach. Die Hornets probierten alles, kamen auch zu weiteren Möglichkeiten, aber mehr als das 3:7 durch Stephen Brüstle sprang nicht mehr heraus. Drewniak nahm die Niederlage gelassen: "Das Spiel ist schon abgehakt, nächste Woche geht's weiter."

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Auf einen BlickEHC Zweibrücken : Teucke, Kappes (n.e.) - Kilthau, Hellmann, Lehmann, Brüstle, Essig, B. Hartfelder, F. Wendland, Voltz - Frenkle, Machura, Lingenfelser, Pastorek, Srnka, Wolf, Dörr, Hähn, Nunold, PayneTore: 0:1 Liebsch (7.), 1:1 Payne (16.), 1:2 Filobok (25.), 1:3 Oppenländer (36.), 1:4 Liebsch (38.), 2:4 Dörr (40.), 2:5 Hackert (45.), 2:6 Luschenz (47.), 2:7 Brozicek (50.), 3:7 Brüstle (56.)Strafzeiten: 14:10 min.Zuschauer: 1039. maw