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Leichtathletik
„Noch Potenzial nach oben“

 LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens will in der langen Saison 2019 an das gute Vorjahr anknüpfen. Bei der Landesmeisterschaft sicherte er mit 5,50 Metern den Titel.
LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens will in der langen Saison 2019 an das gute Vorjahr anknüpfen. Bei der Landesmeisterschaft sicherte er mit 5,50 Metern den Titel. FOTO: dpa / Daniel Karmann
Ludwigshafen. LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens sichert Rheinland-Pfalz-Hallentitel mit 5,50 Metern. Von Svenja Hofer, Felix Kissel und Salome Schlemer

Dieser Auftakt kann sich sehen lassen. Daniel Clemens hat sich bei den rheinland-pfälzischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten mit 5,50 Metern den Sieg im Stabhochsprung gesichert. Dabei hätte sich der Starter des LAZ Zweibrücken noch etwas mehr erhofft. Zur Hallen-EM-Norm reicht es am Wochenende in Ludwigshafen aber noch nicht.

Die Einstiegshöhe von 5,30 Metern – und damit die Norm für die deutsche Meisterschaft Mitte Februar in Leipzig – meisterte Daniel Clemens ebenso wie die 5,40 Meter im ersten Anlauf. Für die Siegeshöhe benötigte der 26-Jährige zwei Versuche. Danach ließ er die Norm für die Hallen-EM (1. bis 3. März in Glasgow) von 5,65 Metern auflegen, was vier Zentimeter über Bestleistung bedeutete. Nach teils sehr knappen Sprüngen scheiterte Clemens aber an diesem Tag dreimal. „Ich bin aber sehr zufrieden mit dem Wettkampf. Es war der erste in der Halle aus 18 Anlaufschritten. Dafür waren die 5,50 Meter in Ordnung“, erklärt Clemens. Zumal er bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft mit neuen Stäben experimentiert hat. „Es ist auf jeden Fall noch Potenzial nach oben“, ist der Zweibrücker optimistisch, dass es noch höher hinausgeht, wenn in den kommenden Wettkämpfen noch härtere Stäbe dazukommen.

Die Zuversicht bringt der LAZ-Athlet auch aus den guten Leistungen der vergangenen Saison mit. „Ich will an das letzte Jahr anknüpfen, in dem ich in der Halle (5,58 m) und draußen Bestleistung (5,61 m) gesprungen bin.“ In dem er trotz absolvierter Norm knapp an der EM-Teilnahme in Berlin vorbeigeschrammt ist. Davon aus dem Tritt bringen lässt sich Daniel Clemens aber keinesfalls. Vielmehr ist es Ansporn, auch in dieser nun langen Saison, an deren Ende erst Ende September/Anfang Oktober die Weltmeisterschaft in Katar steht, alles zu geben, sich von Wettkampf zu Wettkampf zu steigern „und immer das Positive daraus mitzunehmen“. Wenn ihm all das gelingt, dann ist Daniel Clemens zufrieden, sollte es nach der Hallen-DM im Februar auch nicht mit einem erhofften Platz für die Hallen-EM reichen. „Ich will einfach Spaß am Springen haben.“



Eine neue Bestleistung aufgestellt hat in dem Wettkampf in Ludwigshafen Nico Fremgen. Mit 5,20 Metern landete der LAZ-Stabhochspringer hinter Clemens auf dem Silberrang. Dabei brauchte Fremgen ein paar Sprünge über 4,80 und 5,00 Meter, um rein zu finden. Im Laufe des Wettkampfes wurde er aber immer sicherer und sprang schließlich im ersten Versuch die 5,20.

Dominierend waren die Zweibrücker Athleten auch im Stabhochsprung-Wettbewerb der männlichen U18. Hier traten von insgesamt sieben Teilnehmern, fünf vom LAZ an. Am überzeugendsten war Jacob Legner. Er sprang mit 4,00 Metern zu einer neuen Bestleistung und Platz zwei hinter Paul Kallenberg vom USC Mainz. Ihnen folgten Tristan Mayer, Mirza Terzic Platz und Phillip Kranz Platz (alle 3,90 m). Nur Julian Schunck konnte seine sehr gute Leistung der Pfalzmeisterschaft mit 4,05nicht abrufen, scheiterte an den 4,00 Metern, weshalb er mit 3,60 auf dem sechsten Platz landete. Bei der weiblichen U18 sprangen Sofie Martin (2,90 m) und Juliana Schneider (2,80 m) auf die Plätze drei und vier.

LAZ-Neuzugang Dilara Camyurdu lief in ihrer ersten Hallensaison für die Zweibrücker allen Konkurrentinnen über die 400 Meter davon. Bei der U20 verpasste sie knapp die Zeit unter einer Minute. In1:01,42 wurde sie in dem Rennen Rheinland-Pfalz-Meisterin. Auf Platz sechs landete im selben Wettbewerb Anika Beyerlein (1:12,04 min).

Über die doppelte Distanz zeigte Paula Götze ihr Können. Die 14-Jährige startete bei der U16 über die 800 Meter. Auf den vier Runden lief sie schneller als je zuvor und wurde Vizemeisterin. Als weitere Belohnung zur sehr guten neuen Bestleistung von 2:27,96 Minuten sicherte sie die Qualifikation in der höheren Altersklasse U18 für die süddeutschen Meisterschaften. Wegen einer leichten Erkältung lief Hannah Schmitz (2:32,51 min) im selben Rennen nicht ganz an ihre Bestzeit heran, erreichte damit Platz vier.

Den zweiten Rang belegte Thorben Henkel über die 60-Meter-Strecke. Er setzte sich im Vorlauf und Finale jeweils als Zweiter durch. In 7,62 Sekunden steigerte er im Vergleich zu den Pfalzmeisterschaften seine Bestleistung nochmals um zwei Hundertstel. Im Weitsprung verpasste er mit 4,93 Metern knapp den Endkampf. Dafür überzeugte hier Steffen Schwenkreis mit neuer Bestmarke. Nach einer konstanten Weite um die 5,10 flog er im vierten Versuch auf 5,41 Meter. Damit gewann er Bronze. Über die 300 Meter verpasste Schwenkreis das Treppchen und wurde Vierter. Im Kugelstoßen der U20 erlebte Luna Neef einen nervenzehrenden Wettkampf. Sie stieß die Kugel im ersten Versuch auf die führende Weite des Durchgangs. Die Versuche drei bis sechs waren aber ungültig. Mit ihrer Weite aus dem ersten Durchgang landete sie auf Platz vier. Eine weitere starke Laufleistung zeigte Milena Heintz über 60 Meter. Gegen insgesamt 30 Teilnehmerinnen sprintete sie bereits im Vorlauf auf Rang drei (7,98 sek.). Diesen konnte ihr auch im Finale keiner mehr streitig machen. In einer Zeit von 7,90 Sekunden sicherte sie die Bronzemedaille.

Bei der U16 belegte Celina Paul den siebten Platz in im 60-Meter-Sprint. Im Weitsprung belegte die LAZ-Athletin den 15. Platz mit 4,61 Metern.