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Leichtathletik
Christin Hussong siegt auch bei Werfertag in Thum

 Macht da weiter, wo sie in Berlin aufgehört hat: Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong setzte sich am Freitag auch in Thum durch.
Macht da weiter, wo sie in Berlin aufgehört hat: Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong setzte sich am Freitag auch in Thum durch. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Thum/Zweibrücken. Die Speerwurf-Europameisterin vom LAZ Zweibrücken stellt beim Meeting zudem ein Novum in ihrer Karriere auf. Von Martin Wittenmeier

Speerwerferin Christin Hussong lässt es weiter krachen. Exakt eine Woche nach ihrem Goldcoup bei den Europameisterschaften in Berlin gewann die Athletin des LAZ Zweibrücken am Freitagabend auch beim Thumer Werfertag. Die 24-Jährige setzte sich im Erzgebirge mit dem Meetingrekord von 65,07 Metern vor Vizeeuropameisterin Nikola Ogrodnikova aus der Tschechischen Republik (64,34m) durch. In Berlin hatte Hussong deutlich mit mehr als sechs Metern Vorsprung auf Ogrodnikova (61,85m) gesiegt.

Beim Thumer Werfertag gelang der Herschbergerin aber nicht nur der Tageserfolg, sie stellte zudem ein Novum auf: „Alle sechs Versuche über 60 Meter, das ist mir in meiner Karriere noch nicht gelungen“, sagte Hussong nach dem Wettkampf. Bereits im ersten Durchgang übertraf sie mit 62,34 Metern den alten Meeting-Rekord (62,08 m) um 26 Zentimeter. Im zweiten Versuch verbesserte sie ihn weiter auf 64,03 Metern. doch Ogrodnikova konnte im dritten Durchgang kontern und zog mit 64,34 Metern an Hussong vorbei. Nach dem Ende des Vorkampfs lag eine EM-Revanche in der Luft. Doch Hussong konnte sich auch eine Woche nach ihrem EM-Titel im Wettkampf erneut steigern und warf im vierten Versuch mit 65,07 Metern die Tagesbestweite. Zweite blieb die Tschechin (64,34 m), auf Rang drei landete Ariana Ince aus den USA (59,48 m).

„Nach dem Titel war es schwer, sich zu motivieren. Das Training lief die Woche etwas schwer. Ich hätte nicht gedacht, dass es heute so weit geht. Für die nächsten Jahre plane ich fest mit der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr und den Olympischen Spielen 2020“, sagte die Europameisterin, die sich noch am späten Abend auf den langen Heimweg Richtung Pfalz machte. Denn am Samstag stand bereits die Ehrung an. Nach dem vergangene Woche bereits Hussongs Heimatverein, das LAZ Zweibrücken, seiner Europameisterin einen herzlichen Empfang bereitet hatte, konnte die Studentin am Samstag auch in ihrem Wohnort Herschberg ganz offiziell etliche Glückwünsche entgegennehmen.



Damit ist für Christin Hussong die Sommersaison aber noch nicht beendet. Schon am kommenden Donnerstag lässt die Europameisterin im italienischen Rovereto den Speer wieder fliegen. Eine kleine Zugabe erwartet die LAZ-Athletin dann am 2. September. Nach dem starken Abschneiden der deutschen Leichtathleten haben die Istaf-Macher in Berlin das Programm umgestellt und eigens für die 24-Jährige eine spezielle Speerwurf-Gala geschaffen.

Krönender Abschluss eines herausragenden Sommers soll dann eine Woche später der Continental-Cup in Ostrava (Tschechien) werden, bei dem vier Mannschaften aus Afrika, Amerika, Australasien (Ozeanien/Asien) und Europa gegeneinander antreten.