| 20:35 Uhr

Tischtennis
BTTF-Erste nervenstark im Marathonmatch

Till Keller hat mit seinen zwei gewonnenen Einzeln maßgeblichen Anteil am Heimsieg der BTTF-Herren gegen den TTC Nünschweiler II.
Till Keller hat mit seinen zwei gewonnenen Einzeln maßgeblichen Anteil am Heimsieg der BTTF-Herren gegen den TTC Nünschweiler II. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Tischtennis: Zweibrücker Bezirksliga-Herren schlagen den TTC Nünschweiler II nach zähem Ringen mit 9:5 und behaupten ihren fünften Tabellenplatz. Von Martin Wittenmeier

Erst nach mehr als dreieinhalb Stunden konnten die Bezirksliga-Herren der BTTF Zweibrücken jubeln. Mit dem Tabelleneunten TTC Nünschweiler II lieferten sich die Bickenalbtaler am Freitagabend ein äußerst umkämpftes Spiel, dass das Zweibrücker Team am Ende mit 9:5 für sich entschied. Den Unterschied machten das mittlere und hintere Paarkreuz. Hier blieb man jeweils ungeschlagen und holte sieben der insgesamt neun Punkte. Nicht minder entscheidend war die Nervenstärke der Hausherren. Sechs Mal ging es in einen fünften Durchgang, fünf Mal war ein Zweibrücker Spieler der Sieger.

Fast schon traditionell schlecht starteten die Bickenalbtaler dagegen in die Partie. Selbst das Paradedoppel Peter Morgenthaler und Till Keller war beim 4:11, 11:8, 3:11 und 7:11 gegen Nünschweilers Lars Wolf/Peter Becker ohne echte Chance. Am Nebentisch verspielten Sascha Als und Benjamin Haag gegen Thomas Dorst/Marc Roos eine 2:0-Satzführung und gaben ihr Match noch mit 11:9, 11:9, 7:11, 5:11 und 7:11 ab. Alexander Spies und Henrik Sostmann verhinderten im dritten Doppel den kompletten Fehlstart und setzten sich knapp mit 12:10, 9:11, 14:12, 5:11 und 11:8 gegen Rüdiger Lang/Dietmar Schafranek durch.

Mit einem glatten 11:8, 11:6 und 11:4 über Dorst besorgte Peter Morgenthaler im Anschluss den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Zwar musste Sascha Als sein Einzel gegen Nünschweilers Spitzenspieler Lars Wolf in vier Sätzen abgeben, doch es folgten vier Zweibrücker Spielgewinne in Folge. Dabei mussten Alexander Spies gegen Marc Roos und Till Keller gegen Rüdiger Lang jeweils über die volle Distanz von fünf Sätzen. Die 4:3-Führung bauten die Gastgeber im hinteren Paarkreuz weiter aus. Benjamin Haag behielt gegen Ex-BTTFler Schafranek mit 11:6, 6:11, 11:8 und 20:18 die Oberhand. Henrik Sostmann behauptete sich gegen Peter Becker ebenfalls mit 3:1-Sätzen.



Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Nünschweiler kämpfte und schlug im vorderen Paarkreuz zurück. So besiegte zuerst Wolf Morgenthaler mit 12:10, 11:4, 9:11 und 11:7, anschließend Dorst auch noch Als mit 11:7, 11:9, 9:11 und 11:9 und es stand plötzlich nur noch 6:5 aus Sicht der Hausherren. Somit war die Zweibrücker Mitte gefordert – und lieferte erneut ab. Alexander Spies setzte sich souverän in drei Sätzen gegen Lang durch. Till Keller ließ von einem 1:2-Satzrückstand gegen Roos nicht aus der Ruhe bringen und brachte auch sein zweites Einzel im Entscheidungssatz heim. Somit war es Benjamin Haag vorbehalten, den Deckel endgültig drauf zu machen. Der Sieg gegen Peter Becker war allerdings noch einmal ein hartes Stück Arbeit für den Bickenalbtaler. Die Sätze eins und drei schnappte sich nämlich sein Gegenspieler. Am Ende behielt Haag aber die Nerven und gewann das letzte Einzel mit 10:12, 11:6, 7:11, 11:7 und 11:9.

Durch den 9:5-Erfolg verteidigen die Zweibrücker mit jetzt 14:12-Punkten ihren fünften Platz in der Bezirksliga Westpfalz, bevor es im nächsten Spiel zum Tabellenführer geht. Am Freitag, 2. Februar, erwartet der TTC Steinalben die Rosenstädter. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 8:8-Unentschieden.