| 23:00 Uhr

Aufstieg zur Verbandsliga
Bresch schießt Einöd in die Verbandsliga

 Die Mannschaft der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler bejubelt den 3:0-Sieg gegen den TuS Nohfelden und den Aufstieg in die Verbandsliga Nordost.
Die Mannschaft der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler bejubelt den 3:0-Sieg gegen den TuS Nohfelden und den Aufstieg in die Verbandsliga Nordost. FOTO: Wolfgang Degott
Die Spielvereinigung feiert in der Relegation einen klaren 3:0-Sieg gegen den TuS Nohfelden. Torjäger Benjamin Bresch erzielt dabei alle drei Treffer. Von Wolfgang Degott

TuS Nohfelden - Spvgg. Einöd-Ingweiler 0:3 (0:2) Benjamin Bresch zum Ersten (21.), zum Zweiten (24.) und zum Dritten (87.). So könnte das Relegationsspiel des Landesliga-Ost-Zweiten Spielvereinigung Einöd-Ingweiler gegen den Vizemeister der Nordgruppe, dem TuS Nohfelden, zu überschrieben werden. Der 22-jährige Torjäger, der zu seinen 62 Ligatoren noch drei hinzufügte, war am Donnerstag-Nachmittag der Matchwinner einer intensiven Partie auf der schmucken Sportanlage des SV Kerpen Illingen vor rund 1000 Zuschauern.

Die Einöder Fans, darunter auch die beiden ehemaligen Trainer Markus Dilg und Frank Rothfuchs, waren mit vier Reisebussen angereist, beherrschten die Stimmung um den Platz, und sahen wie ihr Team von Beginn an den Vorwärtsgang eingelegt hatte. Doch auch die Nordsaarländer zeigten, dass sie zu Recht nach dem letztjährigen Aufstieg in die Landesliga jetzt die Chance hatten, noch eine Klasse höher zu klettern. Ihnen versetzte jedoch der Doppelschlag des Goalgetters einen herben Dämpfer, durchkreuzte die Taktik. Zumal Einöd noch weitere Chancen herausgearbeitet hatte und zur Pause durchaus hätte höher führen können.

Nach dem Wechsel zog sich die Elf von Spielertrainer Almir Delic zurück, kontrollierte die Partie, und setzte mit einigen gefährlichen Kontern Nadelstiche. Nohfelden, jetzt besser im Spiel, schaffte es jedoch nicht Einöds gut aufgelegten Keeper Manuel Becker zu überwinden. Insbesondere im ersten Abschnitt hielt er mit drei sehenswerten Paraden die Null. Erst kurz vor dem Abpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Jan Dennemerkers schafften sie es für Gefahr zu sorgen, brannte es zeitweise lichterloh im Einöder Strafraum. Mit dem Schlusspfiff entlud sich die Anspannung, schäumte der Jubel bei den Blauen über, hielt es keinen mehr auf seinem Platz. Schnell belagerten die zahlreichen Schlachtenbummler den Kunstrasen, hagelte es Bierduschen für Spieler und Verantwortliche.



Durch den Sieg schloss sich ein Kreis: Vor fünf Jahren war die Spielvereinigung aus der Verbandsliga abgestiegen, der sie nun in der kommenden Saison wieder angehören werden. Präsident Wolfgang Brünnler war im Jubeltrubel überglücklich, dass „die gesamte Mannschaft ein tolles Spiel gemacht hat“. „Ich bin stolz“, so der Vereinschef. Brünnler weiter: „Es war ein souveränes Spiel unserer Mannschaft. Sie hat diszipliniert nach vorne gespielt. Wir hätten das Spiel durchaus noch höher gewinnen können.“ „Mir fehlen die Worte“, so Spielertrainer Almir Delic nach dem Abpfiff. „Als ich vor zwei Jahren gekommen bin, waren fünf Spieler im Training. Es ist sagenhaft, was sich bis heute entwickelt hat.“ Zum Spielverlauf meinte der 43-Jährige, dass es schwer gewesen sei, gegen diesen guten Gegner die volle Leistung abzurufen und auch in kämpferischer Hinsicht Akzente zu setzen. „Die schnellen Tore haben meiner Mannschaft in die Karten gespielt. Es hat sich aber bestätigt, was ich vor dem Spiel gesagt habe, dass wir mit schnellem Spiel nach vorne den Gegner in Verlegenheit bringen werden.“ Beide blickten auch nach vorne: Brünnler: „Die Mannschaft bleibt komplett zusammen. Dazu werden noch einige Neuzugänge, darunter auch Rückkehrer, kommen. Ich bin zuversichtlich auch in der neuen Klasse zu bestehen“. Almir Delic: „Jetzt wird erstmal gefeiert.

Nach der Spielpause beginnt das Training am Mittwoch, 20. Juni.“ Seit Freitag sind die Einöder bis Sonntag auf Mannschaftsfahrt auf Mallorca.

 Einöds Torjäger Benjamin Bresch (links) schlug auch in der Relegation – und das gleich drei Mal – zu.
Einöds Torjäger Benjamin Bresch (links) schlug auch in der Relegation – und das gleich drei Mal – zu. FOTO: Wolfgang Degott