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Sport-Interview der Woche
Blick geht nach Aufstieg noch weiter nach oben

In dieser Runde hatte Oberligameister FC Homburg viel Grund zum Jubeln. Das soll auch nach dem Aufstieg in der Regionalliga wieder so sein.
In dieser Runde hatte Oberligameister FC Homburg viel Grund zum Jubeln. Das soll auch nach dem Aufstieg in der Regionalliga wieder so sein. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der FC Homburg feiert nach dem Betriebsunfall Regionalliga-Abstieg den Oberligatitel. Die vierte Liga soll aber nicht Endstation sein. Von Markus Hagen

Nach dem unerwarteten Abstieg aus der Fußball-Regionalliga Südwest in der vergangenen Saison schaffte der FC Homburg schon sechs Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der Oberliga. Und damit die sofortige Rückkehr in die vierthöchste Fußballliga Deutschlands. Die Planungen für die nächste Runde laufen beim FC Homburg auf Hochtouren, sowohl für die erste, als auch für die zweite Mannschaft und den Jugendbereich. Das erklärt der FCH-Vorsitzende Herbert Eder, der neben dem Blick auf die noch laufende und die kommende Runde auch schon auf die weitere Entwicklung des Vereins schaut – den er in naher Zukunft in der 3. Liga sieht.

Herbert Eder, mit dem 5:0-Heimsieg über die TSG Pfeddersheim hat der FC Homburg sein Ziel Meisterschaft und Rückkehr in die Regionalliga Südwest geschafft. Wie sehr hat es Sie überrascht, zu welch frühem Zeitpunkt die Mannschaft den Titel eingefahren hat?

Herbert Eder: Es stand außer Frage, dass wir mit dem Ziel Meisterschaft und Aufstieg in die Saison gestartet sind. Vom vorzeitigen Titelgewinn und besonders vom Zeitpunkt her bin ich schon überrascht. In der Art und Weise, wie wir Meister wurden, hat das unsere Erwartungen schon übertroffen.



Wie lässt sich der gute Lauf in der Runde begründen?

Eder: Ich finde es absolut super, dass sich der neu zusammengestellte Kader mit den vielen Neuzugängen, Trainer Jürgen Luginger und sein Team, so schnell zu einer absoluten Einheit entwickelt haben, die vom ersten Spieltag an die Oberliga dominierte.

Der Aufstieg ist nun in trockenen Tüchern. Welche sportlichen Ziele hat sich der FC Homburg für die kommende Saison in der Regionalliga Südwest gesteckt?

Eder: Als Aufsteiger kann zunächst mal das Ziel Klassenerhalt genannt werden. Aber wir werden uns personell verstärken. Daher denke ich, dass wir doch die Blickrichtung weiter nach oben in der Tabelle richten werden – und auch wollen.

In welche Tabellenregion kann es gehen?

Eder: Es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch viel zu früh, um irgendwelche Tabellenplätze zu nennen. Darauf will ich mich auch nicht festlegen. Zum einen muss man sehen, wie unser Kader für die kommende Saison aussieht, zum anderen, welche Mannschaften mit uns in der Regionalliga Südwest spielen werden.

In welcher Form kann sich der FC Homburg verstärken? Wie groß wird der Kader sein?

Eder: Wir wollen nur Spieler neu dazu holen, die uns sportlich auch weiter bringen, das ist klar. In welcher Zahl, wird man sehen. Ich gehe davon aus, dass in unserem Regionalligakader drei Torhüter und 20 bis 22 Feldspieler stehen werden.

Inwieweit steht bereits die Finanzierung der nächsten Spielzeit, wie sieht es mit dem Vertrag von Hauptsponsor Dr. Theiss Naturwaren aus?

Eder: Dieser Kontrakt wird um zwei Jahre verlängert. Details hierzu sind bereits besprochen.

Bedeutet dies, dass der Etat höher sein wird als in der Oberliga?

Eder: Genaue Zahlen über die Höhe des Etats für die kommende Saison nenne ich nicht. Sicherlich wird uns aber mehr Geld zur Verfügung stehen, als in der vergangenen Oberligarunde.

Mit dem bisherigen U19-Trainer Michael Berndt wird künftig ein neuer Sportmanager beim FC Homburg installiert. Wie sehen dessen Arbeitsfelder aus?

Das Aufgabengebiet betrifft alle Mannschaften in unserem Verein. Also nicht nur die Regionalligamannschaft, sondern auch unser U23-Team sowie alle Jugendmannschaften. Er wird alles Administrative abdecken. Dazu gehören unter anderem auch Verhandlungen mit Spielern oder die Planung eines Trainingslagers.

Großen Wert legt der FC Homburg auch auf seinen Nachwuchs. Die U23 spielt derzeit als Aufsteiger in der höchsten Liga des Verbandes, der Saarlandliga. Wie geht es hier weiter?

Eder: Unsere U23 und unsere Jugendarbeit liegen uns sehr am Herzen. Die U23 sollte den Klassenerhalt in der Saarlandliga schaffen können, was auch für unsere erste Mannschaft sehr wichtig wäre. Mit unserem Trainer Andreas Sorg, dessen Vertrag um zwei Jahre verlängert wird, wollen wir in der Saarlandliga den nächsten Schritt tun, um etwas weiter nach oben in der Tabelle zu kommen. Dafür wird auch der Etat für unsere Zweite erhöht.

Zurück zur Regionalligamannschaft des FC Homburg. Gibt es hier für die Zukunft höhere Ziele als die Viertklassigkeit?

Eder: Ganz klar haben wir und unsere Sponsoren bestimmte Vorstellungen. Wir wollen in einem überschaubaren Zeitraum in die 3. Liga aufsteigen.

Was genau bedeutet überschaubarer Zeitraum?

Eder: In zwei bis drei Jahren könnte der Aufstieg realisiert werden.

DAS Gespräch FÜHRTE
MARKUS HAGEN.