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Beste Platzierung in Vereinsgeschichte

 Die Zweibrücker Handballmädchen wurden nach dem Sieg gegen Birkenau und dem Gewinn der Bronzemedaille bei der DM von ihren Anhängern noch auf dem Spielfeld gefeiert. Foto: Pfliegensdörfer
Die Zweibrücker Handballmädchen wurden nach dem Sieg gegen Birkenau und dem Gewinn der Bronzemedaille bei der DM von ihren Anhängern noch auf dem Spielfeld gefeiert. Foto: Pfliegensdörfer FOTO: Pfliegensdörfer
Zweibrücken. Die B-Jugendmädchen des SV 64 Zweibrücken brauchen sich nicht zu grämen. Mit dem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft haben sie in Birkenau die beste Platzierung einer SV-Jugendmannschaft erzielt. Christian Gauf

Der Traum der B-Jugendmädchen des SV 64 Zweibrücken vom Finale um die Deutsche Handball-Meisterschaft endete am Samstagmittag im Halbfinale gegen die HSG Blomberg/Lippe mit der 22:33 (9:16)-Niederlage. Schadlos hielt sich die Mannschaft von Trainer Martin Schwarzwald am Sonntag beim Spiel um Platz drei gegen den TSV Birkenau. Mit dem 23:20 (11:9)-Sieg gegen die Gastgeber erreichten sie die beste Platzierung einer Jugendmannschaft der 64er.

"Die Mädels waren schon merklich nervös", kommentierte der SV-Trainer Martin Schwarzwald den Auftakt des Halbfinalspieles gegen den Westfalenmeister. Bis zum 7:9 waren die Zweibrückerinnen, die von fast 100 Zweibrücker Fans begleitet wurden, noch auf Augenhöhe. Leichte Fehler bestrafte der körperlich überlegene Bundesliga-Nachwuchs mit dem 9:16-Pausenrückstand. Blombergs Kaja Ziegenbein schaltete zudem Jugendnationalspielerin Elisa Burkholder nahezu aus.

Nach der Halbzeit drehte Amelie Berger auf, und die 64er verkürzten auf 16:20. Die Aufholjagd hatte aber sehr viel Kraft gekostet. So bekamen die Westfalen das Spiel in den Griff und schraubten das Ergebnis noch mal richtig in die Höhe. "Für uns war es letztlich aber auch nicht mehr wichtig ob mit sieben oder elf Toren verlieren", bekannte Schwarzwald. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Buxtehuder SV gegen den TSV Birkenau ebenfalls souverän mit 33:21 durch.

Die Bronzemedaille sicherten sich am Sonntag die Zweibrückerinnen mit dem 23:20 gegen die Gastgeberinnen. Lautstark wurden sie während der Partie als moralischer Rückhalt von rund 200 Zweibrückern unter den 600 Zuschauern gegen Birkenau unterstützt. Kurz vor und kurz nach der Pause, als die Hausherrinnen zum 9:11 und 10:11 herankamen. Jetzt zeigten die SV-Mädels den nötigen Willen und Kampfgeist, um dieses Spiel für sich zu entscheiden, obwohl Elisa Burkholder, die zu Bayer Leverkusen wechselt, und Amelie Berger in Manndeckung genommen wurden. Eine Wende gelang jedoch den Birkenauern nicht.

Deutscher Meister wurde Buxtehude nach einem klaren 32:18-Sieg gegen Blomberg-Lippe.

SV 64: Alexandra Deutgen und Nina Jäger im Tor - Elisa Burkholder, Amelie Berger, Lara Schlicker, Maren Rixecker, Rebekka Aldorf, Vanessa Servello, Anna Schlegel, Kristin Schnur, Jana Fischer, Isabelle Rubeck, Annalena Frank und Lara Scheuer.