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| 23:13 Uhr

Besonderes Spiel für Bullacher

Eine besondere, in allen Belangen schwierige Partie hat Stefan Bullacher vor der Brust: Sein letztes Heimspiel nach über 20 Jahren als Trainer des SV 64. Foto: wille/pmd
Eine besondere, in allen Belangen schwierige Partie hat Stefan Bullacher vor der Brust: Sein letztes Heimspiel nach über 20 Jahren als Trainer des SV 64. Foto: wille/pmd FOTO: wille/pmd
Zweibrücken. Für den SV 64 Zweibrücken geht es in den letzten beiden Saisonspielen der 3. Handballliga um alles. Etwa Trainer Stefan Bullacher einen schönen Abschied zu bescheren – und den Klassenverbleib zu sichern. Christian Gauf

Zwei Spieltage vor Saisonende in der 3. Handballliga geht der intensive Abstiegskampf weiter. Mitten drin: der SV 64 Zweibrücken . Doch nicht nur deshalb ist diese Partie am Samstagabend ab 18 Uhr in der Westpfalzhalle eine besondere. Denn neben der Möglichkeit, dem Ligaverbleib einen riesigen Schritt näher zu kommen, ist das gegen die SG Leutershausen das letzte Heimspiel von Stefan Bullacher als Trainer des SV 64. Und das nach 21 Jahren.

Zunächst steht aber das Sportliche im Mittelpunkt. Und da erwartet den Tabellendreizehnten ein harter Brocken. Denn trotz der Niederlage im Nachholspiel beim Tabellennachbarn TV Hochdorf (25:32) ist der bereits feststehende Vizemeister hinter Konstanz noch ambitioniert, im Vergleich mit den anderen Drittliga-Staffeln in Liga zwei aufzusteigen. Spannend bleibt es in der Südstaffel aber vor allem im Tabellenkeller. Hier kämpfen die beiden punktgleichen Mannschaften des SV 64 Zweibrücken und SV Salamander Kornwestheim im Fernduell mit den zwei Punkten schwächeren Haßlochern um den Ligaverbleib.

In der besten Ausgangslage befinden sich dabei die 64er, die die direkten Vergleiche gegenüber den beiden Konkurrenten gewonnen haben, was bei Punktgleichheit ausschlaggebend wäre. Die 64er sind sich allerdings auch darüber im Klaren, dass sie selbst noch Punkte sammeln müssen, um aus eigener Kraft dem Abstieg zu entrinnen. Eine schwere Aufgabe gegen den deutschen Meister 1968 und Vizemeister 1991.

Die SGL reist zudem mit einer überragenden Abwehrformation an. 711 Gegentore bedeuten neben Pforzheim und Konstanz die beste Defensive der 3. Liga. Herausragend ist dabei Torhüter Alexander Hübe. "Wir brauchen gegen diese Abwehr eine möglichst hohe Anzahl Gegenstoßtreffer", hat Bullacher die wichtigste Aufgabenstellung an seine Mannschaft herausgestellt. "Wir müssen auf jeden Fall hohes Tempo gehen und dann die Chancen, die wir uns erarbeiten, auch rein machen". Anders als im Hinspiel (26:30).

Während bei den 64ern mit Robin Egelhof ein Junioren-Nationalspieler aufläuft, sind im Kader der Roten Teufel mit Stefan Salger, Valentin Spohn, Sascha Pfattheicher und Philipp Bauer gleich vier Nachwuchs-Nationalspieler im Team. "Das zeigt die Qualität, die in dieser Mannschaft steckt." Überragender Mann der Gäste ist allerdings Jochen Geppert, mit 180 Toren führender der internen Torschützenliste und Sechstbester in der Südstaffel. Gegen diese Qualität werden sich die Zweibrücker nur behaupten können, wenn sie mutig sind und das Spiel mit großem Kämpferherz angehen. Gut vorbereitet auf dieses weitere Abstiegsendspiel werde die junge SV-Mannschaft allemal.

Im Anschluss an das Drittligaspiel wird es dann emotional: Es werden die Spieler verabschiedet, die sich in der kommenden Saison anderen Teams anschließen. Und natürlich Trainer Stefan Bullacher. Der Zweibrücker Coach und Baumeister der jüngsten Zweibrücker Erfolgsgeschichte wechselt nach 21 Jahren als Männertrainer zum TV Hochdorf und wird am Samstag das letzte Heimspiel als Trainer des SV 64 begleiten.

Die SV-Frauen sind zum letzten Saisonspiel in Mundenheim. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr. Nach den vielen Verletzungsproblemen in den vergangenen Wochen freut sich das Team um Trainer Rüdiger Lydorf derzeit eigentlich nur noch auf die Pause. Etwas unglücklich terminiert im Zusammenhang mit dem wichtigen Heimspiel der Drittligamannschaft ist auch das letzte Saarlandliga-Spiel der SV-Zweiten bei der HSG Saarbrücken. Dieses Spiel beginnt um 20 Uhr. Die Dritte gastiert am Samstag ab 18 Uhr in Merchweiler.Ein nächster Saisonhöhepunkt steht am Sonntagmittag für die B-Jugend-Handballer des SV 64 Zweibrücken an. Dann geht's in das erste Viertelfinal-Spiel um die deutsche B-Jugendmeisterschaft beim Hessenmeister HSG Hanau. Anpfiff dieses Spiels, zu dem die Junglöwen gemeinsam mit den Eltern und einigen Fans mit einem großen Reisebus anreisen werden, ist dabei um 16 Uhr in der Doorner-Halle in Steinheim.

"Wenn wir in der Abwehr stabil stehen und unser Konterspiel aufziehen können, sind wir dort sicher nicht chancenlos", rechnet SV64-Trainer Tony Hennersdorf zwar mit einer schweren, bei gutem Verlauf aber nicht unlösbaren Aufgabe für seine Jungs.

Möglicherweise ist es für die SVler ein Vorteil, dass unter anderem mit Kian Schwarzer, Marc-Robin Eisel und Tim Schaller bereits einige SV-Jungs schon im zurückliegenden Jahr mit der B-Jugend Oberligameister waren, an den Viertelfinal-Spielen teilnehmen und somit schon entsprechende Erfahrungen sammeln durften.

Das zweite Auswärtsspiel bestreiten die Zweibrücker dann am Samstag, 7. Mai um 15 Uhr in der Sparkassen-Arena in Hildesheim, ehe am Pfingstwochenende die beiden Heimspiele des SV64-Nachwuchses, samstags und sonntags jeweils um 16 Uhr in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle ausgetragen werden.