| 21:51 Uhr

Zweibrücker Sommerrenntag
Berit Weber mit zwei Überraschungs-Coups

Mit mehr als dreieinhalb Längen Vorsprung gewann Berit Weber (links) auf ihrer sechsjährigen Stute Arizona das Rennen um den Silbernen Bügel der Stadt Zweibrücken.
Mit mehr als dreieinhalb Längen Vorsprung gewann Berit Weber (links) auf ihrer sechsjährigen Stute Arizona das Rennen um den Silbernen Bügel der Stadt Zweibrücken. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Die Iffezheimerin gewinnt beim Sommerrenntag nicht nur den Silbernen Bügel der Stadt Zweibrücken, sondern im Anschluss auch den Preis von Edeka Ernst. Von Norbert Rech

Der Silberne Bügel der Stadt Zweibrücken geht in diesem Jahr ins badische Iffezheim. Berit Weber gelang gegen starke Konkurrenz ein Überraschungs-Coup. Die 28-Jährige gewann gestern Nachmittag das mit 3200 Euro dotierte Rennen auf Arizona mit dreieinhalb Längen Vorsprung. Die sechsjährige Stute gehört Alfred Renz, der mit seinem Jockey die Auszeichnung von Zweibrückens Bürgermeister Christian Gauf entgegennehmen durfte. Gauf selbst zeigte sich von der Veranstaltung beeindruckt. Er selbst sei seit vielen Jahren immer wieder als Gast zur Rennwiese gekommen und habe hier erstklassigen Sport erleben dürfen. Die aus dem Saarland stammende Weber hatte kurz danach noch einmal Grund zum Jubeln. Im Preis des Edeka Ernst schaffte sie auf der achtjährigen Stute Troyanda von Thomas Gries den zweiten Sieg an diesem Tag. Bei zwei Auftritten sei das doch eine hervorragende Quote. „Super“, lautete deshalb auch ihr kurzer Kommentar, bevor sie die Heimreise antrat.

Auch der Preis der Sparkasse Südwestpfalz endete mit einer faustdicken Überraschung. Galt doch bei den Wettern Fabian Xaver Weißmeier als der Favorit. Doch am Ende hatte Sibylle Vogt auf dem sechsjährigen Wallach Malvia die Nase von. Den Nachwuchs-Förderpreis des Flugplatzes Zweibrücken konnte Nina Wagner auf Christian Freiherr von der Reckes dreijähriger Stute Pachuca deutlich mit vier Längen Vorsprung für sich entscheiden. Sie benötigte für die 1800 Meter lange Strecke 1,59 Minuten.

Die Verantwortlichen des Pfälzischen Rennvereins zeigten sich in einer ersten Bilanz mit dem Renntag „den Umständen entsprechend zufrieden“. „Der Beginn um zwölf Uhr wurde gut angenommen“, so Präsident Hans Otto Streuber, der sich hier in der Entscheidung für den Termin bestätigt sieht. Er schätzt, dass rund 2500 Zuschauer zur Rennbahn gekommen sind. Am Totalisator wurden nach Angaben von Gerhard Rinner 33 092,88 Euro umgesetzt (im vergangenen Jahr waren es 57 512,40 Euro), wovon 53 Prozent der Wetten nicht an der Rennbahn getätigt wurden. Rinner führt das zum einen auf das Wetter und zum anderen auf die geringere Zahl an Rennen zurück. Darüber ärgerte sich Streuber ganz besonders. Er moniert, dass es direkt vor dem Renntag ein ständiges An- und Abmelden von Pferden gebe. „Plötzlich hatten wir für ein Rennen nur noch zwei Nennungen und mussten es streichen“, bedauert der Präsident. Das sei nicht nur für den Verein unglücklich – vor allem der Sponsor sei darüber alles andere als erfreut. Die Abmeldungen hätten rein taktische Gründe. Hier sei dringend eine Regeländerung gefragt.



Neben den Galopprennen gab es gestern noch einen Junior-Cup und zwei Trabrennen, die bei den Pferdesportfreunden sehr beliebt sind. Im Junior-Cup mussten zwei der vier Teilnehmer wegen Behinderungen disqualifiziert werden.

Sieger im Trabrennen wurde Peter Maier mit Amor Viking.
Sieger im Trabrennen wurde Peter Maier mit Amor Viking. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Ein Hauch von Ascot wehte gestern über die Rennwiese. Sonnenschirme und modische Hüte waren gerade bei vielen weiblichen Besuchern Pflicht.
Ein Hauch von Ascot wehte gestern über die Rennwiese. Sonnenschirme und modische Hüte waren gerade bei vielen weiblichen Besuchern Pflicht. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille