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Beim SVN herrscht keine Weltuntergangsstimmung

 Mangelnde Kampfbereitschaft wirft SVN-Trainer Adis Herceg seinen Spielern, wie hier Bruno Gomis, nicht vor. Dennoch passierten zu viele Fehler. Foto: Norbert SChwarz
Mangelnde Kampfbereitschaft wirft SVN-Trainer Adis Herceg seinen Spielern, wie hier Bruno Gomis, nicht vor. Dennoch passierten zu viele Fehler. Foto: Norbert SChwarz FOTO: Norbert SChwarz
Zweibrücken. Nach drei Spielen hat Fußball-Regionalligist SVN Zweibrücken drei Zähler auf dem Konto. Trotz der zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen im Westpfalzstadion bewahrt Trainer Adis Herceg die Ruhe. Svenja Kissel

Die zwei Heimniederlagen gegen Hoffenheim II und Nöttingen schmerzen. Dennoch will der Trainer des Fußball-Regionalligisten SVN Zweibrücken , Adis Herceg, noch keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. "Natürlich sind wir ein bisschen niedergeschlagen, aber die Spiele waren jetzt auch nicht so schlecht, dass man sagen muss ‚oh mein Gott, das wird gar nichts mehr'", betont der 36-Jährige. Es seien schließlich erst drei Spiele absolviert. "Was sollen denn Clubs wie Homburg und Mannheim machen, gleich abmelden? Man muss das nüchtern betrachten", sagt Herceg. Der SVN müsse nun alles daran setzen, in Koblenz zu punkten. "Vielleicht tun wir uns auswärts derzeit etwas leichter", was nicht darüber hinwegtäuscht, dass zumindest in einem der beiden Heimspiele ein Punkt hätte im Westpfalzstadion bleiben müssen. "Das ist uns leider nicht gelungen."

Zu viele einfache Fehler haben die Gegner eiskalt ausgenutzt. "Wir sind in beiden Spielen ins offene Messer gelaufen und haben fünf Geschenke verteilt", ärgert sich Adis Herceg darüber, dass seine Mannschaft zu häufig versucht, alles perfekt zu lösen, immer den spielerischen Weg zu suchen und den Ball noch bis ins Tor zu tragen, anstatt ihn hinten auch einfach mal ins Aus oder "über das Stadion zu hauen". Diese Fehler würden nun aufgearbeitet. "Es sind alles Dinge, die man verbessern oder abstellen kann." Dem ein oder anderen Spieler müsse Herceg auch gut zureden. "Die können alle stoppen, laufen und passen, aber irgendwie bringen wir es noch nicht zusammen", erklärt der neue Coach.

Akuten Handlungsbedarf, personell nachzurüsten, sieht Herceg nicht unbedingt, obwohl der SVN weiterhin auf der Suche nach einem offensiven Spieler ist. "Philipp Klement, mit dem wir in Verhandlungen waren, hat ja in Mainz unterschrieben. Einen konkreten neuen Kandidaten gibt's noch nicht."