| 23:45 Uhr

Fußball-Oberliga
Beim FSV Jägersburg ist die Luft raus

 Kein Durchkommen: Jägersburgs Luis Kiefer (links) bleibt im Zweikampf am Dudenhofer Kevin Schall hängen.
Kein Durchkommen: Jägersburgs Luis Kiefer (links) bleibt im Zweikampf am Dudenhofer Kevin Schall hängen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Jägersburg. Fußball-Oberligist verliert mit letztem Aufgebot sein Heimspiel gegen Abstiegskandidat FV Dudenhofen mit 1:3. Von Markus Hagen

Bei Oberligist FSV Jägersburg ist die Luft raus. Nach der enttäuschenden 2:3-Auswärtsniederlage beim TuS Rot-Weiß Koblenz musste sich das Team von Trainer Thorsten Lahm zu Hause auch dem FV Dudenhofen geschlagen geben. Der FV gewann mit 3:1. „Verdient“, wie der FSV-Vorsitzende Werner Finken bestätigte.

„Bei uns machen sich die großen Personalprobleme immer stärker bemerkbar“, verweist Finken auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Julian Fricker, Daniel Dahl, Tim Schäfer, Jan Reiplinger, Sergej Littau und auch Frederic Ehrmann, der kurzfristig wegen Hüftproblemen nicht zur Verfügung stand. Die  vielen Englischen Wochen waren beim FSV zudem spürbar an die Substanz gegangen.

Jägersburg begann ordentlich und hatte durch Luis Kiefer (5.) auch eine sehr gute Torchance. Doch Kiefer scheiterte am glänzend regierenden Dudenhofener Torhüter Marcel Johann. Die Gäste konzentrierten sich auf eine stabile Defensivarbeit und verlegten sich aufs Kontern. Julian Scharfenberger, mit zehn Treffern bisher bester Torschütze des FVD, setzte in der Offensive immer wieder Akzente. „Ihn haben wir einfach nicht in den Griff bekommen“, haderte Finken.



So war es auch kein Zufall, dass Scharfenberger (22.) Dudenhofen in Führung brachte. „Zuvor wurde aber Moritz Braun klar gefoult“, monierte FSV-Coach Lahm. Die vielen Ausfälle habe seine Mannschaft nicht kompensieren können. „Einige Spieler sind zudem außer Form und bräuchten eine Pause“, ergänzte Lahm.

Quasi mit dem Pausenpfiff gelang seiner Mannschaft aber doch noch der Ausgleich. Nach einem langen Ball in die Spitze überlistete Kristof Scherpf Dudenhofens Schlussmann mit einem Heber zum 1:1. Mit der Entstehung des erneuten Führungstreffers der Gäste war Lahm erneut nicht einverstanden. FSV-Torhüter Mirko Gerlinger soll Scharfenberger gefoult haben. „Er kam von der Seite und hat den Ball getroffen, dann erst fiel der Dudenhofer.“ Schiedsrichter Michaels sah es anders und gab Strafstoß, den Kevin Hoffmann (61.) zum 1:2 verwandelte. Nach einem Konter schoss Christopher Koch das dritte Tor für die Gäste (83.) 

 „Der Sieg war dann auch in Ordnung, Dudenhofen wittert im Abstiegskampf wieder Morgenluft und hat alles gegeben“, gab Lahm zu. Bis zum nächsten Spiel, einer Nachholpartie am Mittwoch um 19 Uhr gegen den FC Wiesbach, gab der FSV-Coach trainingsfrei. „Meine Spieler sollen sich mental und körperlich erholen.“