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Bundenbacher Reiterfest
Doppelsilber für Marika Oberle

  Die zwölfjährige Marika Oberle – hier auf Graf Christo – war in Kleinbundenbach auf dem Walllach Locarno zwei Mal die Zweitschnellste.
Die zwölfjährige Marika Oberle – hier auf Graf Christo – war in Kleinbundenbach auf dem Walllach Locarno zwei Mal die Zweitschnellste. FOTO: Cordula von Waldow
Kleinbundenbach. Beim Bundenbacher Reiterfest taten sich viele der Springreiter an einem besonderen Hindernis schwer. Von Cordula von Waldow

Fast regelmäßig enttäuschtes Aufstöhnen des Publikums begleitete die Reiter bei der letzten Springprüfung des Bundenbacher Reiterfestes, einer Punktespringprüfung Klasse L mit Joker. Der Joker, das letzte und deutlich erhöhte Hindernis im Parcours, wurde gleich mehreren Reitern zum Verhängnis. Wer eine Latte riss, katapultiert sich von seinem bis dahin fehlerfreien Schleifenkurs aus der Platzierung. Insgesamt blieben in dem Finale des zweitägigen Turniers nur vier der 17 Reiter fehlerfrei.

Nach Doppelsilber im vergangenen Jahr, erritt sich Ingo Linn vom Bliesberger Hof mit auf Don Pedro in diesem Jahr bei der Qualifiktationsprüfung zum Ü35-Cup die goldene Schleife. Im vorhergehenden L-Springen wurde er mit dem elfjährigen Hannoveraner Wallach, nach einem Abwurf Füntfer hinter Sieger Steffen Körner vom RFV Limbach. Zweimal Silber gewann die zwölfjährige Marika Oberle vom RFV Zweibrücken, die ihren achtjährigen Hannoveraner Wallach Locarno in jeweils der zweitschnellsten Zeit ins Ziel pilotierte. Carolin Schaub vom RFV Pirmasens-Winzeln ritt ihre neunjährige Holsteiner Stute Cocochima fehlerfrei auf den Bronzerang. Der Seriensieger im Seniorencup, Oliver Huber vom RV Grenzland-Kröppen, siegte auch in diesem Jahr mit Soraya. Er gewann das A**-Springen als Schnellster der vier dafür qualifizierten Reiter. Auch Dirk Pieper vom gastgebenden Verein blieb abwurffrei und gewann mit seinem zehnjährigen Hannoveraner Fleetwood Mac Bronze. Nach einem Sieg in einem weiteren Punkte-L-Springen wurde Oliver Huber im A**-Springen mit steigenden Anforderungen Vierter. Seine zwölfjährige Zweibrücker Stute hatte die schnellste Zeit, riss jedoch ein Hindernis.

Freude bei den Voltigierern im Landgestüt: Sarah Neger von der VRG Südwestpfalz siegte mit dem springenden Voltigierpferd Möbel Martin‘s Instore Girl im A**-Springen vor Adrienne Mayer (RFV Bundenbacherhöhe) und ihrer achtjährigen Hannoveraner Stute Carla Negra. Gleich mehrere Amazonen und Reiter der Gastgeber ritten in die Schleifenränge. Unter anderem wurde Sven Pieper mit seinem Nachwuchspferd, dem siebenjährigen Hannoveraner Diamantico in der L-Dressur auf Zwei-Sterne-Niveau Dritter.



In der Hauptprüfung, der schweren Dressurprüfung Klasse S bewies sich am Sonntagnachmittag die Weisheit „die letzten werden die Ersten sein“. Vorjahressieger Maurice Krüger (DRG Tannenhof) setzte sich als letzter Starter mit seinem zwölfjährigen Oldenburger Wallach Don‘t do it und 67,699 Prozent erneut an die Spitze des 21-köpfigen Feldes. Damit verwies er Marei Essig, Siegerin in der mittelschweren M**-Dressur am Samstag, mit dem ebenfalls zwölfjährigen und in Oldenburg gezogenen Wallach Sunset Boulevard auf den Silberrang. Anika Fichter vom Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler Fröschen wurde mit ihrem 15-jährigen Oldenburger Dunkelfuchswallach Dodici Danze und 829 Prozent Fünfte. Dies war bei ihrem vierten Start in der schweren Klasse zugleich die vierte Platzierung. „Ich nehme die M**-Dressur immer als Einlaufprüfung, weil Dodici dann in der S entspannt ist“, erklärte sie mit einem Schmunzeln. Diesmal allerdings verhinderte ein Reiterfehler dort eine Platzierung um 1,5 Punkte.