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Fußball
Bei Abbruch zählt künftig der Spielstand

Zweibrücken/Pirmasens. Fußball-Funktionäre informieren über neue Regeln. Bei den Schiedsrichtern hat derweil der Datenschutz Einzug gehalten. Von Remy Süs

Vertreter der A-Klasse und der B-Klassen West und Ost haben zum Einstieg in die neue Fußballsaison dieser Tage in Pirmasens die Vorrunde besprochen. Der Fußballkreisvorsitzende Edgar Wallitt konnte diesmal alle Vereinsvertreter der drei Klassen begrüßen.

Wallitt ging auf einen möglichen verstärkten Abstieg am Ende der Saison ein. Nach dem verstärkten Abstieg in höheren Ligen wurde die A-Klasse auf 17 Vereine aufgestockt, das bleibt aber eine einmalige Ausnahme. Nach dieser Saison wird die A-Klasse wieder mit 16 Vereinen spielen.

Die größere Liga mit 17 Vereinen bedeutet, dass die A-Klasse bereits am Mittwoch, 1. August,  in die Saison startet. Der zweite Spieltag folgt schon am Samstag, 4. August. Einen Tag danach findet von 10 bis 18 Uhr beim Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) der 4. SWFV-Familientag in Edenkoben statt, daher dürfen zu diesem Zeitpunkt keine Punktspiele ausgetragen werden. Nur Freundschaftsspiele sind ab 16 Uhr erlaubt. Die beiden B-Klassen folgen mit ihrem Saisonauftakt am zweiten Augustwochenende.



Auf folgende Änderungen beim Spielbetrieb wies Wallitt hin: Tritt eine erste Mannschaft, aus welchen Gründen auch immer, nicht an, darf kein Spieler in der zweiten Mannschaft seines Vereins eingesetzt werden. Neu ist auch: Wird ein Spiel abgebrochen, dann wird es nicht mehr wie bisher mit 0:2 für den Verursacher gewertet, sondern ist der Spielstand beim Abbruch entscheidend. Ansonsten ist in der neuen Saison nicht mehr Wallitt als Spielleiter für die A-Klasse verantwortlich, sondern Reiner Ehrgott. Uli Salzmann bleibt für die B-Klasse Ost und als Pokalspielleiter im Einsatz. Marco Kochert übernimmt von Reiner Ehrgott die B-Klasse West und bleibt Futsal-Beauftragter. Kreis- und Bezirksschiedsrichterobmann Ralf Vollmar streifte einige Regeländerungen. Auf Gelächter stieß unter den Anwesenden die Bestrafung eines Schützen beim Torjubel. Streift er sich das Trikot vom Oberkörper, ist das ein Vergehen und wird wie bisher mit einer Gelben Karte bestraft. Kommt ein zweites Vergehen hinzu, etwa der Jubel im Stadion am Zaun, dann folgt als zweite Bestrafung die Gelb-Rote Karte.

Ansonsten hat auch der Datenschutz Einzug bei den Unparteiischen gehalten. Die Schiedsrichterkabinen müssen abgeschlossen sein. Der Unparteiische darf den Spielbericht nicht mehr aus der Hand geben. Im aktiven Bereich werden im Sportkreis von den C- bis zur A-Klasse 54 Schiedsrichter benötigt. Zwar sind 88 gemeldet, davon einsetzbar sind aber nur 45. Das bedeutet, ohne einen Austausch und damit höhere Ausgaben läuft nichts mehr.

Abschließend erinnerte Uli Salzmann an die erste Kreispokalrunde mit 17 Begegnungen am Mittwoch, 15. August. Diese 17 Begegnungen, meist Derbys, wurden angesetzt, um dann in der zweiten Runde mit 64 Teams fortfahren zu können.

Lothar Witt sprach zudem in seiner Funktion als Ehrenamtsbeauftragter des Sportkreises einige Aktionen des SWFV wie Ehrenamtspreis und „Fußballhelden-Aktion“ an. Hierzu müssen bis zum 15. Oktober die Meldungen abgegeben sein.