| 20:52 Uhr

Merkur-Interview
"Für uns ist die Marschrichtung klar"

Einen Vorgeschmack auf die Bezirksliga haben Milomir Mihailovic (rot) und die VTZ am Wochenende im Pokal gegen Landau bekommen.
Einen Vorgeschmack auf die Bezirksliga haben Milomir Mihailovic (rot) und die VTZ am Wochenende im Pokal gegen Landau bekommen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Spielertrainer peilt mit den Basketballern der VT Zweibrücken den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga an.

Am Sonntag gehen die Basketballer der VT Zweibrücken wieder auf Korbjagd. Dann allerdings gegen andere Gegner als noch im Vorjahr. Nach dem bitteren Abstieg aus der Landesliga muss sich die Truppe von Spielertrainer Denis Rendgen in der Bezirksliga beweisen – und findet sich plötzlich in der Favoritenrolle wieder.

Herr Rendgen, am Sonntag steigt die VT Zweibrücken in Mehlingen in die neue Saison ein. Mit welchen Erwartungen gehen Sie mit Ihrem Team nach dem Abstieg in die Runde?

Denis Rendgen: Wir haben uns vorgenommen, uns nicht zu sehr unter Druck zu setzten. Aber als Absteiger ist für uns die Marschrichtung klar. Auch wenn es schwierig wird, wollen wir direkt wieder hoch in die Landesliga.



Warum hat es vergangene Saison nicht zum Klassenverbleib gereicht? Welche Fehler hat Ihre Mannschaft gemacht?

Rendgen: In vielen Partien haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht, waren häufig mehr mit uns selbst beschäftigt als mit dem Gegner. Dabei war die letzte Saison eigentlich unsere erfolgreichste – zumindest was die Anzahl der Siege betrifft. Leider haben wir in den entscheidenden Spielen die Punkte liegen gelassen und deshalb hat es dann am Ende nicht gereicht. Wir haben einen Lernprozess durchgemacht. Jetzt wollen wir geschlossen auftreten und als Einheit erfolgreich spielen.

Hat es im Sommer personelle Veränderungen gegeben oder konnte der Kader zusammengehalten werden?

Rendgen: Gott sei Dank hat sich da wenig geändert. Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben, also die Jungs, die sich schon seit Jahren kennen und eingespielt sind. Lediglich Daniel Schaumburg hat uns aus privaten Gründen verlassen. Er will einfach mehr Zeit für seine Familie haben. Ansonsten können wir auf das bewährte Stammpersonal zurückgreifen. Außerdem werden auch einige Jugendspieler ihre Chance bekommen.

Welche Mannschaften sehen Sie als härteste Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg?

Rendgen: Es gibt neben uns noch ein, zwei Teams, die ebenfalls Ambitionen haben, aufzusteigen. Die Skyflyers Ludwigshafen waren letzte Saison stark, haben viele Spiele gewonnen. Die muss man also auf der Rechnung haben. Außerdem die TSG Maxdorf. Bei denen weiß ich allerdings nicht genau, wie die sich im Sommer personell verändert haben. Generell ist es im Vorfeld schwierig, eine Prognose abzugeben. So genau wissen wir nicht, was uns da erwartet, zumal das Niveau der Bezirksliga auch von Jahr zu Jahr schwankt. Nach ein paar Spielen bin ich mit Sicherheit schlauer.

Einen Vorgeschmack auf die Bezirksliga hat Ihr Team bereits im Pokal bekommen. Gegen den BBV Landau gab es am Wochenende einen deutlichen 75:49-Sieg. Eine gelungene Generalprobe?

Rendgen: Das Pokalspiel war ein guter Test, um sich zu akklimatisieren und für die Liga warmzuspielen. Gegen Landau hatten wir eigentlich zu keiner Zeit Probleme, aber die sind letzte Saison auch im hinteren Drittel der Bezirksliga gelandet. Am Ende war es also nicht mehr als ein Pflichtsieg.

Gab es dennoch etwas, dass man aus dem Spiel für die neue Runde mitnehmen konnte?

Rendgen: Unsere Defensive hat schon ganz gut funktioniert, da waren wir viel stabiler als zuletzt. Letztes Jahr haben wir in der Landesliga fast ausschließlich eine Mann-gegen-Mann-Verteidigung gespielt. Jetzt haben wir auf eine Kombination aus Mann-gegen-Mann- und Ball-Raum-Verteidigung umgestellt, um da einfach schwerer ausrechenbar zu sein.

Zum Auftakt treten Sie am Sonntag (18 Uhr) beim BBC Mehlingen an. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Rendgen: Mehlingen ist so ein typisches Mittelfeldteam. Im Pokal haben sie gegen Kirchheimbolanden – einen Landesligisten – ordentlich auf die Mütze bekommen (51:92). Dennoch sollten wir sie bloß nicht unterschätzen. Aber wenn wir konzentriert an die Aufgabe rangehen, ist das mit Sicherheit ein machbarer Gegner.

Das Gespräch führte Martin
Wittenmeier.

VTZ-Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) konnte den Stamm seines Teams halten.
VTZ-Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) konnte den Stamm seines Teams halten. FOTO: Martin Wittenmeier / Wittenmeier