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Basketball-Landesliga
Ein Heimsieg mit einem kleinen Schönheitsfehler

 VTZ-Nachwuchsspieler Philipp Schröder (schwarz) zeigte gerade im Schlussviertel eine starke Leistung gegen Kirchheimbolanden.
VTZ-Nachwuchsspieler Philipp Schröder (schwarz) zeigte gerade im Schlussviertel eine starke Leistung gegen Kirchheimbolanden. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Die Basketballer der VT Zweibrücken überwintern nach dem 83:74-Erfolg gegen den TV Kirchheimbolanden als Zweiter in der Landesliga. Von Martin Wittenmeier

Überaus überzeugend haben sich die Basketballer der VT Zweibrücken bislang präsentiert. Mit einem 83:74 (32:15/43:28/67:48)-Erfolg gegen TV Kirchheimbolanden unterstrich der Landesliga-Aufsteiger, dass in dieser Saison mehr als der Klassenerhalt möglich ist. Schließlich überwintern die Zweibrücker auf Rang zwei. Eine kleine Sache störte Spielertrainer Denis Rendgen dennoch am Sieg gegen den Tabellenfünften.

Gewonnen – und trotzdem eine kleine Niederlage eingesteckt, lautete das Fazit des VTZ-Coaches. Denn den direkten Vergleich haben die Zweibrücker nach einem schwachen Schlussviertel gegen Kirchheimbolanden verloren. Ein zwischenzeitliches 21-Punkte-Polster verspielten die Gastgeber, mussten sich mit einem 83:74 zufrieden geben. Das Hinspiel hatte allerdings der TVK mit 79:66 für sich entschieden. „Das nervt schon ein wenig. Aber in den letzten zehn Minuten haben wir zu viel zugelassen“, meinte Rendgen.

Über welche Qualität sie verfügen, stellten die Zweibrücker im Eingangsviertel unter Beweis. Die VTZ legte los wie die Feuerwehr, ein erfolgreicher Distanzwurf von Milomir Mihailovic besorgte nach nicht einmal drei Minuten die 9:1-Führung. „Das erste und das dritte Viertel waren stark. Gerade defensiv haben wir richtig gut gearbeitet“, lobte der Zweibrücker Trainer seine Mitspieler, die gegen die „eklige“ TVK-Mannschaft geschickt verteidigte und nach dem ersten Abschnitt klar mit 32:15 vorne lag.



Allerdings geriet die VTZ-Offensive danach ins Stocken, einige leichte Würfe verpassten ihr Ziel. Da aber auch die Gäste nicht wirklich im Angriff glänzten, gingen die VTZ dennoch mit einer komfortablen 43:28-Führung in die Kabine. Die kurze Pause tat den Hausherren gut: Mit einigen einstudierten Spielzügen überraschten sie die TVK-Abwehr und stockten ihr Konto mit einfachen Punkten auf. Ein 6:0-Lauf kurz vor Drittelende brachte die VTZ (67:47) erstmals wieder mit 20 Zählern in Front.

Doch die Rendgen-Truppe versäumte es, dem TVK endgültig den Zahn zu ziehen und leistete sich zu Beginn des Schlussviertels zahlreiche überhastete Abschlüsse. Auf der anderen Seite lief Kirchheimbolandens Sven Radloff, mit 23 Punkten bester Werfer der Partie, in der Schlussphase heiß. Bei der VTZ war es ausgerechnet Youngster Philipp Schröder, der sich gleich mehrere Offensiv-Rebounds angelte und mit acht seiner zehn Punkte in den letzten zehn Minuten verhinderte, dass der Heimsieg noch einmal in Gefahr geriet. „Philipp hat ein verdammt starkes Spiel gemacht“, lobte Rendgen. Mit der Defensive war der VTZ-Trainer zum Ende hin nicht zufrieden. „74 Punkte sind einfach zu viel. Wenn wir zum Schluss konsequenter gewesen wären, hätten wir Kirchheimbolanden bei 60 Punkten halten können – und den direkten Vergleich gewonnen.“

Nichtsdestotrotz kann sich die Vorrunde des Aufsteigers sehen lassen: Sechs Erfolge aus zehn Saisonspielen bedeuten für die VTZ derzeit Rang zwei. Allerdings trennen Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern und den TV Oppenheim als Landesliga-Achten lediglich drei Siege, so dass jeder Punkt am Ende wichtig werden kann. „Wir wollen kein Spiel mehr verlieren und dann schauen, was letztlich dabei rauskommt“, gab VTZ-Spieler Tim Burkholder die Marschroute für die Rückrunde aus. Die beginnt für die Zweibrücker am 19. Januar (16 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Oppenheim. Doch gerade in der Fremde habe man „unnötige Punkte liegen lassen“, bemängelt Rendgen. „Das Spiel in Ludwigshafen (57:64) war das beste Beispiel. Unsere Auswärtsschwäche müssen wir dringend abstellen.“

Bereits eine Woche zuvor ist die VTZ (11. Januar, 19 Uhr) in der zweiten Runde des Pfalz-Pokals beim Bezirksligisten Eintracht Lambsheim gefordert. Zudem steht für Rendgen und sein Team ein Duell mit dem BBC Linz (Bezirksliga Koblenz) im „großen“ Rheinland-Pfalz-Pokal an. Wann das Spiel stattfindet, muss noch geklärt werden.