| 16:48 Uhr

Basketball-Landesliga
Der Auswärtsfluch ist gebannt

 Johannes Meenken (rot) war mit 26 Punkten der beste Scorer der VTZ-Basketballer beim ersten Auswärtssieg der Saison in Lerchenberg.
Johannes Meenken (rot) war mit 26 Punkten der beste Scorer der VTZ-Basketballer beim ersten Auswärtssieg der Saison in Lerchenberg. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Lerchenberg . Basketball-Landesliga: Die VTZ siegt beim SC Lerchenberg und verteidigt Platz zwei. Von Svenja Hofer

Der Bann ist tatsächlich gebrochen. Die Basketballer der VT Zweibrücken haben ihre ersten Auswärtspunkte der Runde eingefahren. Beim SC Lerchenberg, Schlusslicht der Landesliga Rheinhessen-Pfalz, setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Denis Rendgen souverän mit 117:85 (29:14/30:19/26:28/32:24) durch. Damit behaupteten die Zweibrücker punktgleich mit Spitzenreiter Kaiserslautern, der allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto hat, den zweiten Platz.

Während der Aufsteiger zuhause von Sieg zu Sieg eilt, war der in Lerchenberg nach fünf Auswärtsniederlagen in Serie „wettbewerbsübergreifend seit dem Pokalspiel in Germersheim“ zum Saisonstart vor viereinhalb Monaten der erste Erfolg in der Fremde. Die Pflicht gegen den Tabellenletzten hat die Rendgen-Truppe damit erfüllt und das Titelrennen weiter offen gehalten.

Zunächst schien das Auswärtstrauma aber weiter zu gehen. Nach einem guten Start folgte ein kurzer Schlagabtausch und die VTZ lag Mitte des ersten Viertels sogar mit 11:14 hinten. Doch schnell rückte das dezimierte Team das wieder gerade. Durch einen 22:0-Lauf setzten sich die Gäste viertelübergreifend auf 33:14 ab. „Ab diesem Zeitpunkt war die Sache dann eigentlich gelaufen“, erklärte Rendgen. Sechs Minuten lang erzielte Lerchenberg keinen Punkt. „Es war dann doch ein Start-Ziel-Sieg.“ Wenn die Gastgeber auch nochmal auf 20 Zähler rankamen, wurde es nie mehr wirklich gefährlich. Und das, obwohl die VTZ erneut mit stark ausgedünntem Kader auf dem Feld stand. Hätten die Zweibrücker nicht eine so große Qualität in der Mannschaft – am Samstag erzielten wieder drei Mann über 20 Zähler – „würden wir in dieser Situation K.o. gehen“. Neben Rendgen selbst, der weiterhin mit Problemen an seiner Patellasehne zu schaffen hat, musste der Coach am Samstag nämlich auf Jan Piechocki (Probleme am Kreuzband), Nizar Barkaoui (berufsbedingt), Johann Klein, Johannes Petuchov sowie Akyut Bozdemir, der mit dem Fußball-Regionalligisten FC Homburg als Athletik-Coach im Trainingslager unterwegs ist, verzichten. Neben Johannes Meenken (26 Punkte), Tim Burkholder (25) und Milomir Mihailovic (23) hätten aber auch die aushelfenden Zweitmannschafts-Spieler Daniel Schaumburg und Mohammad Midani ihre Sache in Lerchenberg sehr gut gemacht. „Es ist wichtig, viele Leute zu haben, die punkten können.“



Darauf, wieder mehr geballte Kraft im Kader zur Verfügung zu haben, hofft Denis Rendgen im kommenden Heimspiel – in dem eine Vorentscheidung im Titelkampf fallen könnte. Denn am Sonntag, 16. Februar, 18 Uhr ist Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern II zu Gast. Der VTZ-Coach hofft dabei auf die volle Unterstützung der Fans. „Die Halle wird hoffentlich voll sein in unserem letzten Heimspiel der Saison. Das wäre ein schöner Abschluss vor eigenem Publikum. Zu was es reicht, und wo wir dann am Ende landen, müssen wir sehen“, sagt der Trainer des Aufsteigers, der sich mit der Saison trotz des derzeit zweiten Platzes nicht richtig zufrieden zeigen kann. „Ja, in den bisherigen Spielzeiten in der Landesliga haben wir immer tiefer unten dring gehangen“, sagt er mit einem tiefen Seufzer. „Und ja, wir durften am Samstag sogar einmal auf Platz eins übernachten, weil Kaiserslautern erst am Sonntag gespielt hat.“ Doch Denis Rendgen befürchtet, dass seine Mannschaft im Schlussspurt der engen Liga noch durchgereicht werden könnte. „Es wäre echt bitter, wenn wir zum Abschluss irgendwo auf Rang vier oder fünf liegen“, betont er, dass das der Mannschaft eigentlich nicht gerecht werden würde.

Um dieses Abrutschen zu vermeiden und den Kampf um die Spitze offen zu halten, hatte Rendgen den kommenden Gegner am Sonntag in Kaiserslautern unter die Lupe genommen. „Leider“ gegen eine Rumpftruppe der DJK Nieder-Olm. Klar ist aber, dass seine Mannschaft, die bislang in allen sieben Heimspielen als Sieger vom Platz ging, gegen Kaiserslautern alles geben müsse. „Wenn wir gewinnen, bleibt es weiter spannend, dann haben wir noch alle Chancen“, sagt der VTZ-Trainer, der sein Team aber vor einem schweren Restprogramm sieht. Nach dem FCK haben die Zweibrücker noch die SG Speyer/Schifferstadt sowie Rockenhausen vor der Brust – beide auswärts. „Ich hoffe, dass der Sieg in Lerchenberg ein Dosenöffner war“, wünscht sich Denis Rendgen, dass der Auswärtsfluch wirklich aufgelöst ist.