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Bahnrad-WM: Kristina Vogel rettet deutsche Sprinter-Ehre

Paris. Auch wenn Kristina Vogels "Kämpferherz leer war" gestern im Keirin, ihre Krönung zur Sprint-Königin am Samstag trübte das kaum. Während den Männern um Vize-Weltmeister Stefan Bötticher die Nerven frühzeitig versagten, blieb die Titelverteidigerin cool bis zum Schluss. sid

Vogel rettete mit ihrem erneuten Gold die Ehre der erfolgsverwöhnten deutschen Sprinter bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft.

Der Sieg der Team-Olympiasiegerin aus Erfurt blieb der einzige der deutschen Sprint-Asse vor den Toren von Paris , ansonsten gab es noch Bronze durch das Männer-Team sowie Silber (Joachim Eilers) und Bronze (Miriam Welte) in den nicht-olympischen Kurzzeitfahren. Im Vorjahr im kolumbianischen Cali hatte es noch zu viermal Gold für die Sprinter gereicht.

Die Bilanz des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hübschten diesmal die Ausdauerathleten auf, die durch Stephanie Pohl im Punktefahren und Lucas Liss im Scratch zwei Weltmeister stellten. Dazu kamen noch einmal Bronze und das Glanzlicht des wiedererstarkten Vierers, der knapp am Podest vorbeifuhr. "Gewinner ist der Ausdauerbereich, gerade unser ehemaliges Zugpferd, der Vierer, hat die Tür wieder aufgestoßen", sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster.

Dass die Sprinter diesmal nicht abräumten wie gewohnt, trieb Moster keine tiefen Sorgenfalten in die Stirn. "Wichtig ist, dass wir weiter zur Spitze gehören. Wir sind weiter eine führende Nation, und das wird bis Rio so bleiben", sagte er, kündigte aber eine tiefgründige Analyse bei einer Klausurtagung an.