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Handball-Oberliga
Ausfallliste beim SV 64 wird immer länger

SV-Spieler Christopher Huber (rechts), hier im Spiel gegen Mülheim, steht Trainer Stefan Bullacher am Samstag gegen Worms nicht zur Verfügung. Ihn plagt derzeit eine Mittelohrentzündung.
SV-Spieler Christopher Huber (rechts), hier im Spiel gegen Mülheim, steht Trainer Stefan Bullacher am Samstag gegen Worms nicht zur Verfügung. Ihn plagt derzeit eine Mittelohrentzündung. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Vor dem Heimspiel am Samstagabend gegen die HSG Worms plagen Löwen-Trainer Stefan Bullacher einige Personalsorgen. Von Roman Kuhn

Diesen Samstag (18 Uhr) empfangen die Zweibrücker Löwen in der Handballoberliga die HSG Worms. Dabei kommt es unter anderem zum Treffen mit alten Bekannten, denn im Kader der Gäste aus der Nibelungenstadt, stehen mit Kubo Balasz und Alex Eusterholz zwei ehemalige SV-Spieler aus Drittligazeiten. Die beiden Linkshänder waren gemeinsam in der Saison 2012/13 für die 64er am Ball und verpassten den Klassenerhalt der 3.Liga in der Endabrechnung nur um zwei Punkte denkbar knapp.

Mit Balasz und Eusterholz sind die Wormser in der aktuellen Saison besonders in der Ferne brandgefährlich. Sieben von zehn möglichen Punkten ergatterten die Schützlinge von Neu-Trainer Marco Tremmel bereits in fremden Hallen und sind damit nach dem Tabellenprimus Hochdorf, dass zweitbeste Auswärtsteam der Liga. Dass es für die HSG nach elf Spieltagen trotzdem nur zum zehnten Platz reicht, liegt daran, dass das Team von einem Heimfluch verfolgt wird. In sechs Begegnungen in der heimischen Nikolaus-Dörr-Halle konnte lediglich ein Sieg und ein Unentschieden auf der Habenseite verbucht werden. Aber das ist sicherlich kein Grund, die Gäste zu unterschätzen.

Die Stärke der Wormser liegt in der Ausgeglichenheit des Kaders. Alleine acht Spieler haben in der Torschützenliste schon mehr als dreißig Treffer erzielen können. Im Rückraum drücken die beiden körperlich starken Brüder Fabian und Dennis Markert dem Spiel der Rheinhessen ihren Stempel auf und auf den Außenbahnen sorgen die pfeilschnellen Flügelspieler Luca Steinführer und Marvin Seyfried für Torgefahr. Zweibrückens Trainer Stefan Bullacher ist vor den Stärken der Domstädter gewarnt: „Die HSG Worms stellt eine bärenstarke 6:0-Deckung und erzielt über ihre Außenspieler viele Gegenstoßtore. Wir brauchen eine gute Abschlussquote und ein sehr gutes Rückzugsverhalten. Das wird angesichts unserer personell angespannten Lage, eine große Herausforderung.“



In der Tat hat Bullacher am Samstag einige Ausfälle zu beklagen. Christopher Huber fällt mit einer Mittelohrentzündung ebenso sicher aus, wie Youngster Philipp Meiser, der unter der Woche über Achillessehnenschmerzen klagte und deshalb geschont wird. Giona Dobrani reiste am Donnerstag nach Chicago, um sich mit der U21 der USA für die Juniorenweltmeisterschaft 2019 in Spanien zu qualifizieren. Der Einsatz von Till Wöschler ist unsicher, da den Rückraumspieler hartnäckige Rückenbeschwerden plagen. Sein Comeback nach langer Leidenszeit wird aber voraussichtlich Thomas Zellmer feiern können. Der Linkshänder absolvierte unter der Woche alle Trainingseinheiten mit der Mannschaft und steht für einen Einsatz bereit. Außerdem wird mit Sebastian Meister der Kapitän der A-Junioren wieder zum Team gehören.

„Wir wollen nicht jammern. Alle Vereine haben Ausfälle. Außerdem bin ich froh, dass mit Thomas und Sebastian zwei ganz leistungsstarke Spieler zu unserem Kader dazu stoßen werden“. In der letzten Saison konnten die Löwen beide Vergleiche mit den sogenannten Wormser Drachen für sich entscheiden.

Sportlich ist das Oberligaspiel von der weiblichen B-Jugend und der Saarlandligamannschaft der Herren eingerahmt. Um 16 Uhr empfangen die Mädels von Trainerin Dunja Bullacher in der Oberliga den Bundesliganachwuchs der Trierer Miezen. Aktuell stehen die Junglöwinnen auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz und haben vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Marpingen. Das Team der Herren zwei, von Trainer Klaus-Peter Weinert empfängt um 20 Uhr die HSG Dudweiler und möchte den Aufwärtstrend der letzten Wochen fortsetzen.

Unabhängig vom sportlichen Ausgang lädt der SV 64 Zweibrücken im Festzelt an der Ignaz-Roth-Halle die Handballfans zum alljährlichen Bockbierfest ein. Unter der Federführung von Organisator Till Wöschler, bewirtet die erste Männermannschaft und das bewährte Helferteam der 64er, alle Interessenten und freut sich über regen Zuspruch und viele Gäste. Für gute Laune, Stimmung, Essen und Trinken ist bestens gesorgt. Die Veranstaltung, deren Erlös ausschließlich der Jugendarbeit der Zweibrücker Löwen zugutekommt, wird von der Park Brauerei und dem Zweibrücker Capmarkt unterstützt. Der SV 64 ist mit 14 Jugendmannschaften – davon sind vier überregional in der Oberliga und ein Team in der Bundesliga im Einsatz – der größte Jugendverein im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Die Förderung der Jugend auf höchstem Niveau, stellt die Verantwortlichen des SV 64 jedes Jahr vor eine große finanzielle Herausforderung.