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Aus vollem Training zur DM

 Vielstarterin Marlene Hüther: Über sieben Einzelstrecken misst sie sich mit der nationalen Konkurrenz. Foto: Mirko Seifert
Vielstarterin Marlene Hüther: Über sieben Einzelstrecken misst sie sich mit der nationalen Konkurrenz. Foto: Mirko Seifert FOTO: Mirko Seifert
Wuppertal. Auf dem Sprung in die deutsche Spitze ist die 16-jährige Wsf-Schwimmerin Marlene Hüther. Das will der Schützling von SSB-Landestrainer Ralf Steffen bei der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Wuppertal unter Beweis stellen. Thomas Wolf

Mit fünf Aktiven sind die Zweibrücker Schwimmer bei den diesjährigen Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in der Wuppertaler "Schwimmoper" vertreten. Der Fokus auf Zweibrücker Seite liegt ab heute einmal mehr auf Marlene Hüther, zumal die Wettbewerbe ausschließlich in der offenen Klasse ausgetragen werden.

Dabei bremst SSB-Landestrainer Ralf Steffen die Erwartungen, nach den zuletzt herausragenden Ergebnissen in Aachen und bei den Landesmeisterschaften. "Marlene schwimmt aus dem vollen Training heraus." In Rücksprache mit Bundestrainer Henning Lambertz hatte die Dietrichingerin die Vorgabe, über die Meisterschaften "hinwegzutrainieren", keine gesonderte Vorbereitungszeit für die Meisterschaften einzubauen.

Hüther vor dem Durchbruch

Absoluten Vorrang habe die kommende Langbahn-Saison mit dem Höhepunkt der Deutschen Meisterschaften im April in Berlin. Hier soll der 16-Jährigen der Durchbruch in der offenen Klasse gelingen.

So erwartet der Landestrainer allenfalls leichte Verbesserungen nach den "Mega-Steigerungen". Hüther müsse zudem das harte Trainingspensum - insbesondere zusammen mit dem deutschen Rio-Perspektivkader 2016 zuletzt drei Wochen in Warendorf - verkraften. Bundestrainer Lambertz, nach dessen Meinung die deutschen Schwimmer in den vergangenen Jahren vom Umfang zu wenig und nicht hart genug trainiert hätten, fordert gerade dies von den Perspektiv-Athleten. Und auch die Wettkampfhärte mit vielen Starts auf Topniveau soll im deutschen Schwimmsport wieder erhöht werden.

So absolviert Marlene Hüther bei den Meisterschaften ein Mammutprogramm: Gleich in sieben Einzeldisziplinen wird sie antreten. Dazu kommen noch Staffeleinsätze mit dem SSG Saar-Team. Dabei haben sich die Schwerpunkte des Talents etwas verschoben. Neben den 100 und 200 Metern Brust steigt sie für vier Freistildistanzen von 100 bis 800 Meter auf den Startblock. Gleich zum Auftakt heute Morgen stehen zudem die 400 Meter Lagen auf dem Programm. Über diese Strecke überzeugte Hüther in Aachen im Schlepptau der niederländischen Weltklasse-Schwimmerin Femke Hemskerk in erstklassigen 4:40,32 Minuten.

Endläufe sind Minimalziel

Ihre Paradestrecken bleiben die 100 und 200 Meter Brust, wo die Dietrichingerin schon in den Vorjahren die Endläufe bei den Deutschen Meisterschaften erreichte. Dies sei auch in Wuppertal ihr Minimalziel. Auch über die anderen Freistil-Distanzen ist Hüther für eine Überraschung gut, wie sie mit Topzeiten bei den Landesmeisterschaften bewies.

Da die Kurzbahn-Meisterschaften nur in der offenen Wertung ausgetragen werden, stehen die Zeiten im Mittelpunkt der anderen Wsf-Aktiven. An die zuletzt erfolgreichen Saarland-Meisterschaften will Vanessa Dehaut insbesondere über die Schmetterling-Strecken anknüpfen. Nele Suthoff wird sich auf die langen Freistilstrecken konzentrieren. Auch für die beiden 16-Jährigen Freiwasserspezialisten Moritz Bartels und Jean Marc Emser geht es darum, ihre Bestzeiten nochmals zu steigern.