| 23:36 Uhr

Verbandsliga Südwest
Auf der Suche nach Spielrhythmus

Rieschweiler. Verbandsligist SG Rieschweiler erwartet am Sonntagnachmittag den TuS Rüssingen an der dicken Eiche. Für die SGR ist es erst das zweite Spiel nach der Winterpause. Von Martin Wittenmeier

Ein völlig verzerrtes Bild gibt momentan die Tabelle der Verbandsliga Südwest ab. Durch etliche Spielabsagen in den vergangenen Wochen und bereits vor der Winterpause ist einiges durcheinander gewirbelt worden. So hat Schlusslicht SV Herschberg erst 16 Spiele absolviert, der Ludwigshafener SC, aktuell Vorletzter, bereits 23.

Auch die SG Rieschweiler als Liga-13. hat mit erst 18 bestrittenen Partien noch einige Nachholspiele in der Hinterhand. „Irgendwie weiß keiner so recht, wo er steht“, betont SGR-Trainer Björn Hüther, der mit seiner Elf am Sonntag (15.15 Uhr) den Tabellensechsten TuS Rüssingen zu Gast hat. Aber auch hier trügt die Tabelle. Zwar liegt Rüssingen derzeit sieben Punkte vor der SGR, war dafür aber auch schon vier Mal öfter in dieser Runde im Einsatz. Dass seine Mannschaft am vergangenen Wochenende erneut witterungsbedingt pausieren musste, sei zwar ärgerlich, aber kein großer Nachteil gewesen, ergänzt Hüther. Auch wenn der Rhythmus fehle. „Den anderen geht es ja nicht besser.“

Die einzige Partie, die die SGR nach der Winterpause bestritten hat, war für die Hüther-Truppe kein richtiger Gradmesser. „Höchstens Bezirksliga-Niveau“ habe der völlig überforderte Ludwigshafener SC gehabt, den die SG Rieschweiler mit einer 9:0-Packung nach Hause schickte. „Aber auch gegen so einen Gegner muss man erstmal neun Tore machen“, merkt Hüther, der am Samstag 41 Jahre alt wird, an. Sein Team spiele jetzt endlich wieder „befreit Fußball“.



An die Vorrundenpartie in Rüssingen denkt der SGR-Trainer dagegen nicht so gerne zurück. Mit 0:5 kam seine Mannschaft damals unter die Räder. „Rüssingen ist schwer einzuschätzen. Die haben viele frühere Regionalligaspieler in ihren Reihen und im Winter fast den kompletten Kader umgekrempelt.“ In der Rückwärtsbewegung habe der Gegner allerdings Probleme, hat Hüther als Schwachstelle ausgemacht.

Personell hat sich bei der SGR im Vergleich zu den Vorwochen nicht verändert. Die fünf bis sechs Dauerverletzten dürften die komplette Runde ausfallen. „Momentan habe ich 15, 16 Spieler. Ich hoffe, dass wir damit bis zum Saisonende durchkommen.“