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Neuzugang
Auf dem Weg an die saarländische Spitze

Der Trainer der SV 64-Frauen, Rüdiger Lydorf (li), und Vorstandsmitglied Axel Koch (re) begrüßten gestern auf der Geschäftsstelle den Neuzugang für das Oberliga-Team: die Ungarin Renáta Szabo erhält das Trikot mit der Nummer 92.
Der Trainer der SV 64-Frauen, Rüdiger Lydorf (li), und Vorstandsmitglied Axel Koch (re) begrüßten gestern auf der Geschäftsstelle den Neuzugang für das Oberliga-Team: die Ungarin Renáta Szabo erhält das Trikot mit der Nummer 92. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Zur Topadresse im saarländischen Handball wollen sich die Oberligafrauen des SV 64 Zweibrücken entwickeln. Dabei helfen soll Rückraumspielerin Renata Szabo, die vom Ligarivalen Püttlingen zu den Löwinnen wechselt. Zum Start in die Vorbereitung hat Trainer Rüdiger Lydorf personell die Qual der Wahl. Von Roman Kuhn

Rechtzeitig zum Start in die Vorbereitung auf die Oberligasaison, haben sich die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken einen spektakulären Neuzugang geangelt. Den Löwen ist es gelungen, Topspielerin Renata Szabo vom Oberligarivalen HSV Püttlingen zu verpflichten. Die gebürtige Ungarin, die in ihrer Heimat bereits in der 2. Liga (Füzesbabony SC) spielte, war in der abgelaufenen Saison die torgefährlichste Spielerin beim Tabellendritten aus dem Süden des Saarlandes. Durch ihre Schnelligkeit und Dynamik spielte sich die 26-Jährige immer wieder in den Vordergrund und hatte einen großen Anteil daran, dass Püttlingen in der abgelaufenen Spielzeit zum besten Saarverein avancierte. Notiz am Rande: Szabo ist die Freundin von Richard Wilga vom Stadtrivalen VTZ Saarpfalz, mit dem sie 2017 nach Deutschland kam.

Axel Koch aus dem SV-Vorstand, der zukünftig das Amt des sportlichen Leiters der 64er ausüben wird, verknüpfte den Transfer-Coup mit der ambitionierten Jugendarbeit im Verein: „Die Entwicklung im gesamten weiblichen Bereich ist sehr positiv. Mit der A- und B-Jugend spielen wir gemeinsam mit Marpingen und Merzig in den höchstmöglichen Spielklassen und neben der D- und C-Jugend nimmt in der kommenden Saison erstmalig auch eine weibliche E-Jugend am Spielbetrieb teil. Unsere erste und zweite Frauenmannschaft gehen in der Oberliga beziehungsweise Saarlandliga ambitioniert in die kommende Runde. Mit der Verpflichtung von Renata haben wir ein starkes Signal zum Standort Zweibrücken im saarländischen Frauenhandball gesetzt.“ Perspektivisch möchte sich der Verein zur saarländischen Nummer eins Adresse im Frauenhandball weiterentwickeln und auch zum Anlaufpunkt für die Toptalente aus der Region werden. Nicht ohne Stolz verweisen die 64er darauf, dass auch in der jüngsten Vergangenheit mit Amelie Berger und Elisa Burkholder zwei Jugendspielerinnen aus Zweibrücken bei Bayer Leverkusen den Sprung in die Bundesliga geschafft haben. An diese Erfolge will der Verein anknüpfen.

Dabei soll der ungarischen Rückraumspielerin eine klar definierte Rolle bei den 64ern zukommen. Zum einen soll sie durch ihre sportlichen Fähigkeiten mithelfen, den Verein aus der Westpfalz mittelfristig in der Spitzengruppe der Oberliga zu etablieren und zum anderen, durch ihre Erfahrung den vielen Spitzentalenten aus der Jugend als Bindeglied in den Leistungshandball dienen. Zusammen mit den etablierten Führungsspielerinnen Katharina Koch und Lucie Krein soll sie die Junglöwinnen auf ihrem Weg in den Frauenbereich positiv begleiten. „Wir haben eine der besten Spielerinnen der Oberliga verpflichten können und sind natürlich sehr froh darüber. Ihre Dynamik und Torgefährlichkeit wird uns nochmal mehr Qualität in unser Angriffsspiel bringen. Jetzt gilt es, sie schnell in unser Spielsystem zu integrieren, damit sie uns in der neuen Runde viel Freude bereiten wird“, freut sich auch Trainer Rüdiger Lydorf auf die Zusammenarbeit mit der Ausnahmespielerin.



Beim Thema Anschlussförderung geht der Trainer auch in der anstehenden Vorbereitung bereits mit klaren Vorstellungen an die Arbeit. Mit Hannah Fuhr, Kim Pfeifer, Annalena Frank, Pauline Hartfelder, Roxy Leitheiser, Janine Baus und Nina Schillo stehen sieben Jugendspielerinnen der vergangenen Runde im erweiterten Aufgebot der Zweibrücker Löwinnen. Von den vielversprechenden Talenten räumt der Übungsleiter vor allem Annalena Frank die größten Chancen ein, in der Frauenoberliga bereits in diesem Jahr starke Akzente setzen zu können.

Bis zum Saisonstart fließt bei den Zweibrücker Handballmädels allerdings noch viel Schweiß, denn der B-Lizenzinhaber Lydorf hat ein umfangreiches Programm zusammengestellt. In 30 Trainingseinheiten, sieben Testspielen und einem mehrtägigen Trainingslager möchte er seine Frauen auf ein höheres Niveau bringen. Dabei stehen vor allem die Abwehrarbeit und das Umschaltspiel auf der Prioritätenliste. Außerdem gilt es natürlich bis zum ersten Spieltag den richtigen Kader zu finden. Aus dem vorläufigen 18-köpfigen Aufgebot, muss der Löwencoach bis zum Saisonstart die 14 besten Spielerinnen herausfiltern. Kein leichtes Unterfangen, denn in der zweiten Mannschaft und der A-Jugend hat Rüdiger Lydorf bereits weitere talentierte Spielerinnen entdeckt, denen er den Sprung in die Oberligamannschaft zutraut.