| 21:11 Uhr

Fußball-Oberliga
Auch Karbach nur Spielball für den FCH

 Sinnbildlich für die 90 Minuten: Auch hier findet der Karbacher Enrico Köppen (Mitte) gegen Homburgs Tim Stegerer (links) und Tom Schmitt kein Durchkommen. Der FCH setzte sich am Ende klar mit 6:1 durch.
Sinnbildlich für die 90 Minuten: Auch hier findet der Karbacher Enrico Köppen (Mitte) gegen Homburgs Tim Stegerer (links) und Tom Schmitt kein Durchkommen. Der FCH setzte sich am Ende klar mit 6:1 durch. FOTO: PM / Markus Hagen
Homburg. Oberliga-Spitzenreiter bestätigt beim 6:1 vor allem in der zweiten Halbzeit seine Topform und fährt zehnten Sieg ein.

Oberliga-Spitzenreiter FC Homburg eilt weiter von Sieg zu Sieg. Auch der FC Karbach hatte gegen die Grün-Weißen nicht den Hauch einer Chance. FCH-Trainer Jürgen Luginger und seine Spieler fuhren beim deutlichen 6:1 (2:1) im zehnten Saisonspiel den zehnten Sieg ein.

Der FCH, der gegenüber den letzten Wochen in unveränderter Formation auflief, drängte die Gäste von der ersten Minute an in deren eigene Hälfte. Die erste Torchance hatte der Homburger Grieche Konstantinos Neofytos, der zunächst den Ball aus wenigen Metern nicht unterbrachte, dann aber beim Nachschussversuch gefoult wurde. Strafstoß für den FC Homburg, aber Alexander Hahn scheiterte an Karbachs Torhüter Lukas Schmitt (8.). Zehn Minuten später musste Schmitt bei einem Torschuss von Neofytos mit einer Glanzparade erneut eingreifen. Nachdem Patrick Lienhard aus 25 Metern knapp den Ball (25.) über den Karbacher Kasten setzte, zeigte sich FCH-Stürmer Patrick Dulleck erstmals gefährlich im Karbacher Strafraum. Er marschierte an zwei Karbacher Spielern vorbei und ließ Schmitt beim längst fälligen (26.) 1:0 keine Abwehrchance. Der FCH hielt das Tempo weiter hoch. Karbach fand keine Mittel, um den Sturmlauf des Tabellenführers zu stoppen. Hahn vergab freistehend das 2:0 (32.), das zwei Minuten vor der Pause doch noch fallen sollte. Lienhard zog aus 14 Metern ab. Die Homburger Hintermannschaft schien mit den Gedanken schon beim Pausentee zu sein, als der FC Karbach durch Tobias Jakobs (45,) praktisch mit dem ersten Torschuss überraschend zum 1:2-Pausenstand verkürzte.

Homburgs Trainer Jürgen Luginger: „Das war sicherlich ein Warnschuss und ein Signal zur rechten Zeit, dass man nicht eine Sekunde nachlässig sein darf.“ Ansonsten habe sich seine Elf in der ersten Halbzeit mit viel Tempo gute Möglichkeiten herausgespielt. Viel besser als in Halbzeit eins nutzte der FC Homburg dann in den zweiten 45 Spielminuten seine Möglichkeiten. „Wir waren durch den Karbacher Treffer gewarnt und wollten die Partie vorzeitig entscheiden“, sagte Außenspieler Tom Schmitt. Man habe es dann auch richtig gut gemacht und noch vier Treffer nachgelegt. Nachdem Schmitt aus halbrechter Position den Ball (50.) verbeischob, machte es Patrick Dulleck mit seinem elften Saisontreffer zum 3:1 (55.) besser. Karbach ging nach und nach die Kräfte aus. „Danach wurde der Klassenunterschied zwischen den Vollprofis aus Homburg und den Feierabendspielern in meiner Mannschaft immer deutlicher“, musste Karbachs Trainer Torsten Schmidt mit ansehen, dass der FCH weiter zulegte. Lienhard erhöhte mit Saisontreffer Nummer sieben (61.) auf 4:1 und dann spazierte Patrick Dulleck (63.) im Strafraum ungestört an drei Karbachern vorbei und traf zum 5:1. Wie gut für den FC Karbach, dass Luginger nun durchwechselte und unter anderem Dulleck vom Platz nahm. Dennoch klingelte es zum sechsten Mal im Karbacher Tor: Der eingewechselte Athanasios Raptis beendete in der 75. Minute zum 6:1-Endstand die Trefferflut der Grün-Weißen gegen eine gerade im zweiten Spielabschnitt hoffnungslos überforderte und stark ersatzgeschwächte Elf aus Karbach.



Lugingers Lob: „Die zweite Halbzeit war echt klasse. Wir haben einige Treffer nachgelegt und haben trotz der klaren Führung nie zurückgesteckt.“ Immer wieder habe man das Tempo hochgehalten und den Gegner noch mehr unter Druck gesetzt. So sah es auch Patrick Lienhard: „Mit dem 3:1 war die Partie entschieden. Aber wir wollten mehr und haben das mit drei weiteren Treffern auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“