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Anna Felzmann beißt auf die Zähne

 Anna Felzmann schreit ihre Freude nach dem gelungenen Siegessprung bei der Junioren-DM über 4,30 Meter heraus. Fotos: Birkenstock
Anna Felzmann schreit ihre Freude nach dem gelungenen Siegessprung bei der Junioren-DM über 4,30 Meter heraus. Fotos: Birkenstock
Zweibrücken/Wesel. Zwei Titel sicherte sich das LAZ Zweibrücken am Wochenende bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Wesel. Nachdem Anna Felzmann am Samstag im Stabhochsprung überrascht hatte, wurde gestern Nachmittag Speerwerferin Christin Hussong ihrer Favoritenrolle gerecht. Werner Kipper

Den größten Erfolg in ihrer Karriere hat am Samstagnachmittag die Stabhochspringerin des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken , Anna Felzmann, bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Wesel erzielt. Die 22-jährige Studentin, die nach dem LAZ-Meeting im März in der Westpfalzhalle eine hartnäckige Schulterverletzung geplagt hatte, ist rechtzeitig fit geworden. "Ich hätte nicht gedacht, dass es mit der Saison überhaupt noch etwas wird. Mein Start stand lange auf der Kippe", erzählte der Schützling von LAZ-Trainer Andrei Tivontchik freudestrahlend nach ihrem überraschenden Sieg. Dabei hatte ihr Trainer ohne Weiteres im Vorfeld Medaillenchancen eingeräumt, "wenn alles passt". Und es hat gepasst. Gleichzeitig stellte sie beim Titelgewinn mit 4,30 Metern ihre Bestleistung aus dem Vorjahr ein. Bei den Sprüngen über 4,35 Meter sei dann die Luft raus gewesen. "An Pfingstmontag bin ich beim Sportfest in Rehlingen zum ersten Mal aus vollem Anlauf gesprungen", blickt sie auf die 4,21 Meter zurück. Der Siegessprung "war wie eine Erlösung nach der schwierigen Vorbereitung". Die Vorjahres-Dritte Anjuli Knäsche (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) musste sich mit 4,25 Meter und damit der Silbermedaille begnügen. Dritte wurde die U 18-Weltmeisterin Desiree Singh (LG Lippe Süd) mit 4,15 Metern.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde gestern Nachmittag LAZ-Speerwerferin Christin Hussong. Die Sportstudentin aus Thaleischweiler, die von ihrem Vater Udo von Kindesbeinen an trainiert wird, verbesserte zugleich ihre Bestmarke auf 60,26 Meter. Damit nähert sie sich ihrem erklärten Ziel, die EM-Norm für Zürich von 60,50 Metern zu knacken. Bereits im zweiten Versuch erzielte die Zweite der U 20 des vergangenen Jahres von Rieti, die Bestweite und deklassierte die Zweite, Charlotte Müller vom ASV Erfurt (52,70 m), um siebeneinhalb Meter.

Dagegen musste sich Lukas Hallanzy gestern Nachmittag im Stabhochsprung mit dem fünften Platz und 5,10 Meter zufriedengeben, nachdem er noch an Pfingstmontag in Rehlingen seine Bestleistung auf 5,25 Meter gesteigert hatte. Deutscher Meister wurde mit dieser Höhe Marian Reichert von Salamander Kornwestheim. Der frischgebackene Abiturient der BBS Zweibrücken , der von Andrei Tivontchik trainiert wird, hatte seine Anfangshöhe von 4,90 Metern im ersten Versuch gemeistert. Der 19-Jährige ließ 5,00 Meter aus, ehe er 5,10 Meter im dritten Anlauf übersprang. Drei Mal scheiterte er an 5,20 Meter.

Titelverteidiger Daniel Clemens hatte einen Start in Wesel einem Meeting in Göteborg vorgezogen. Mit 5,30 Meter war er am Freitag Vierter geworden.