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Sportkolumne
Manchmal braucht es eine Portion Mut

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Talent allein reicht für sportlichen Erfolg nur selten aus. Fleiß, Ehrgeiz, eine gute Portion Mut und das nötige Quäntchen Glück, zur rechten Zeit am genau richtigen Ort zu sein, spielen ebenfalls eine große Rolle. Von Svenja Hofer

Dass Mut und Ehrgeiz zuweilen belohnt werden, dafür ist Amelie Berger ein Paradebeispiel.

Als die Zweibrücker Handballerin 2015 auszog, um beim TSV Bayer Leverkusen anzuheuern, hatte sie selbst wohl kaum zu träumen gewagt, dass der anvisierte Plan so gut aufgehen würde. Viele Unsicherheiten schwangen beim Abschied aus Zweibrücken, wo sie beim SV 64 ausgebildet wurde, mit. Wie würde sie, damals gerade einmal 16 Jahre alt, die neue Situation – in einem neuen Verein, an einer neuen Schule, ganz ohne Familie gleich um die Ecke – meistern? Und kann sie den Sprung nach oben wirklich schaffen? Sie kann.

Zwei Jahre nach ihrem Wechsel zur Leverkusener A-Jugend folgte der Vertrag für das Bundesliga-Frauenteam. Nach internationalen Meisterschaften mit den DHB-Nachwuchsteams folgt nun der ganz große Höhepunkt mit der ersten Aktiven-EM. Bei aller Nervosität, die neben dem Stolz und der Freude über die Nominierung sicher aufkommt vor dem großen Turnier, muss Amelie Berger aber einfach ihrer Linie treu bleiben: auf und neben dem Feld mutig auftreten. Dann kann kaum etwas schief gehen.