| 23:18 Uhr

Fußball-Verbandsliga
Am Sonntag stehen zwei Spitzenspiele an

Jägersburgs Arbnor Qorovigi (links) letzte Woche auf dem Weg zur 1:0-Führung gegen den SV Habach. Jetzt ist er am Außenband verletzt.
Jägersburgs Arbnor Qorovigi (links) letzte Woche auf dem Weg zur 1:0-Führung gegen den SV Habach. Jetzt ist er am Außenband verletzt. FOTO: Martin Wittenmeier
Bliesmengen/Bolchen. In der Verbandsliga Nordost trifft Tabellenführer Marpingen/Urexweiler auf den Dritten Bliesmengen/Bolchen. Außerdem: Ballweiler (5.) empfängt Rohrbach (2.). Von Markus Hagen

Das Topspiel des 26. Spieltages in der Verbandsliga Nord-Ost findet am Sonntag um 16.45 Uhr statt. Dann empfängt der Tabellendritte SV Bliesmengen/Bolchen den Tabellenführer SG Marpingen/Urexweiler. „Das wird ein mehr als interesantes Spiel“, findet Bliesmengens Trainer Patrick Bähr. Er sagt: „Alles ist möglich in dieser Spitzenbegegnung: Wir können gewinnen, Unentschieden spielen, aber auch verlieren.“ Eine Niederlage musste Bähr mit seiner Mannschaft zuletzt beim Aufsteiger FSV Jägersburg II einstecken. „Wir haben gut angefangen, lagen sogar zweimal in Führung. Danach war es ein offenes Spiel“, blickt Bähr zurück. Die Gründe für die Niederlage? Jägersburg habe zum einen mit den Oberligaspielern Waldemar Schwab und Emanuel Luis Kiefer, der mit zwei Treffern die Partie beim Spielstand von 1:2 für den SV Bliesmengen/Bolchen zum 3:2-Sieg für den FSV drehte, große Qualität von der Bank eingewechselt. Zum anderen: „Wir haben drei individuelle Fehler gemacht, die Jägersburg eiskalt bestraft hat. Solche Fehler dürfen wir uns gegen den Meisterschaftsfavoriten Marpingen/Urexweiler nicht erlauben, wenn wir etwas erreichen wollen“, so Bähr. Mit einem Sieg würde der SV Bliesmengen/Bolchen bis auf zwei Punkte an Marpingen/Urexweiler heranrücken.

 Nur drei Punkte hinter dem SV Bliesmengen/Bolchen steht die Spielgemeinschaft SG DJK Ballweiler/Wecklingen/SV Wolfersheim. In Wolfersheim findet am Sonntag ab 17 Uhr das zweite Topspiel des Sonntags statt, wenn der Fünfte aus Ballweiler im Verfolgerduell den Ligazweiten SV Rohrbach empfängt. SG-Spielertrainer Marco Meyer: „Alles ist möglich. Wir wollen uns für die 2:3-Hinspielniederlage in Rohrbach revanchieren.“ Meyers Team könnte sich mit einem Dreier bis auf zwei Punkte an Rohrbach heranpirschen. „Die Liga ist so ausgeglichen besetzt, dass wir durchaus auch gewinnen können“, sagt Meyer, der noch um den Einsatz seines Bruders Sascha wegen einer Bänderverletzung bangt. Daniel Rebmann ist noch im Aufbautraining. Mustafa Khan und David Fuhl fallen weiter verletzungsbedingt aus.

 Beim Aufsteiger FSV Jägersburg II läuft es wie geschmiert. Nach zuletzt erfolgreichen Spielen, darunter der 3:2-Erfolg über den SV Bliesmengen/Bolchen, sind die Jägersburger mit ihrem Coach Tim Harenberg inzwischen auf Platz sieben in der Tabelle geklettert. Am Sonntag geht es zum 13. VfL Primstal II. Davon dass der FSV nach den letzten Ergebnissen Favorit sei, will Harenberg nichts wissen: „Schon zu oft haben wir bei den Teams aus der unteren Tabellenhälfte die Punkte weggegeben. Klar, wenn wir an die Leistungen der jüngsten Spiele anknüpfen, dann ist auch ein Sieg möglich.“ Personell hat er aber Sorgen. Jonas Uhlhorn (Zerrung) und Lukas Schmitz (Urlaub) stehen nicht zur Verfügung. Arbnor Qoroviqi, der in der Winterpause vom FC Homburg II nach Jägersburg kam, laboriert an einer Außenbanddehnung. Fraglich sind wegen Krankheit auch die Einsätze von Tom Schmidt und Kevin Stein. „Ziel ist mindestens ein Punkt“, so Harenberg.



 Die ärgsten Abstiegssorgen hat der FC Palatia Limbach mit einem Sensationssieg beim Spitzenreiter SG Marpingen/Urexweiler und einem 3:3 zuletzt beim SV Merchweiler gemindert. Mit den vier Zählern haben sich die Limbacher wieder ein Sechs-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsrang 15 geschaffen. Aus dem Schneider, sprich Klassenerhalt, sind die Limbacher aber noch nicht. Dies weiß auch ihr Trainer Alexander Ogorodnik. „Klar, wir wollen weiter punkten und unsere gute Phase weiter nutzen.“

Am Sonntag will man unbedingt gegen den mit Limbach punktgleichen VfB Theley auf eigenem Platz einen Heimsieg landen. Auch Limbach ist zu mehreren personalbedingten Umstellungen gezwungen. Sven Ulrich und Lucas Wemmert sind in Urlaub. Denis Fuß hat Schulterprobleme. Sein Einsatz ist unwahrscheinlich. „Damit fallen mir drei von vier Spieler aus meiner Abwehrkette aus“, klagt Ogorodnik. Offen ist auch der Einsatz von Alexander Weißmann.