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Stadtderby
Das Zweibrücker Fußballfest elektrisiert die Stadt

  Rassige Zweikämpfe sind bei dem Zweibrücker Stadtderby vorprogrammiert. Diese beiden Akteure – TSC-Angreifer Dennis Hirt (rot) und SG VBZ/SVI-Spielertrainer Jannick Rinner werden am Samstag aber verletzungsbedingt fehlen.
Rassige Zweikämpfe sind bei dem Zweibrücker Stadtderby vorprogrammiert. Diese beiden Akteure – TSC-Angreifer Dennis Hirt (rot) und SG VBZ/SVI-Spielertrainer Jannick Rinner werden am Samstag aber verletzungsbedingt fehlen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Derbyzeit! Am Samstag empfängt die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim den Stadtrivalen TSC. Nicht nur die Trainer sind heiß auf das Lokalduell. Von Fritz Schäfer

Der knappe 1:0-Sieg des Fußball-Landesligisten TSC Zweibrücken im Verbandspokal gegen Ligakonkurrent SV Hermersberg war zwar eine richtig packende Angelegenheit. Dennoch drehten sich bereits am Mittwochabend am Wattweiler Berg viele Gespräche um das Stadtderby am Samstag, 18 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Römerstraße. Das Duell der Stadtrivalen SG VB Zweibrücken/SV Ixheim und dem TSC elektrisiert seit Jahren die Zweibrücker Fußball-Szene. Zu Beginn des Jahrzehnts in der Bezirksliga. Seit 2016 in der Landesliga. Nach der Gründung der Spielgemeinschaft der VBZ mit dem SV Ixheim vor einem Jahr ist sogar noch ein dritter Traditionsverein dazugekommen.

„Das wird sicher wieder ein Fußballfest“, hofft der Trainer der SG VBZ-Ixheim, Jannick Rinner. Zumal die Partie gleichzeitig das Ixheimer Kerbespiel ist. Die Mannschaft sei bereit für das Duell mit dem Lokalrivalen. „Die Spieler sind heiß und wollen unbedingt gewinnen“, beschreibt Rinner die Stimmung in seiner Mannschaft. „Wir wollen uns nicht nur gut präsentieren. Wir werden nicht mit einem Punkt zufrieden sein“, betont der Trainer den Siegeswillen seiner Mannschaft.

Dabei kann Rinner fast aus dem Vollen schöpfen. Denn nur der Spielertrainer selbst, der zuletzt wieder mit leichtem Training begonnen hat, und der Langzeitverletzte Maurice Förch stehen nicht zur Verfügung. Das Derby ist nach Aussage Rinners schon genug Motivation. Aber auch das Ligaspiel in Bundenthal, wo die SG am ersten Spieltag trotz guter Leistung mit 3:4 verlor, stachele die Mannschaft an. Nach der Niederlage habe sich eine „Jetzt-erst-recht“-Stimmung bei der SG verbreitet. Der SG-Trainer sieht beide Mannschaften auf Augenhöhe. Dabei schätzt Rinner den Gegner: „Das sind viele junge Fußballer, die spielen und kämpfen können.“



Der TSC geht nach dem Pokalerfolg gegen Hermersberg ebenfalls mit Rückenwind in das Derby: „Das Ergebnis – und wie es zustande gekommen is t– pushen uns noch mehr“, sieht Trainer Jan Weinmann ein wachsendes Selbstbewusstsein bei seiner Elf. Doch personell sieht es beim TSC nicht rosig aus. Sebastian Schmitt fehlt gesperrt. Auch Dennis Hirt fällt wegen seines Nasenbeinbruchs, den er sich in der Liga gegen Kirn zugezogen hat, aus. Und hinter den Einsätzen von Joshua Penth und Nico Krebs stehen Fragezeichen. „Da warten wir das Abschlusstraining ab. Aber wir werden eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten“, verspricht Weinmann.

In den drei Pokal- und dem ersten Punktspiel hat der Trainer auch seinen jungen Spielern Einsatzzeiten gegeben. „Die lernen mit jedem Spiel dazu“, ist Weinmann angetan von seinen Nachwuchskräften. Er ist sicher, dass sie auch schon dem Derby gewachsen sind. Die SG habe eine Mannschaft mit sehr viel Erfahrung auf Landesliganiveau. „Da müssen sich die Jungen drauf einstellen.“ Da sei auch er als Trainer gefordert, die Spieler darauf vorzubereiten. „Das wird auf alle Fälle ein richtig heißer Tanz.“

Wie schon gegen Hermersberg müsse der TSC zunächst stabil stehen. „Dann wollen wir bei Ballgewinn schnell umschalten und Nadelstiche setzen. Wenn wir das umsetzen und alles geben, haben wir eine Chance zu gewinnen.“

Weinmann hat die ersten beiden Landesligaderbys in der Saison 2016/2017 gewonnen – allerdings im Trikot der VBZ. „Ich freue mich, Bekannte und Freunde zu treffen“, sagt der Trainer. Während der 90 Minute ruhe allerdings jede Freundschaft. „Da gebe ich alles für den Verein, für den ich aktiv bin. Und das ist jetzt der TSC.“ Nach den beiden Siegen in der ersten gemeinsamen Landesligasaison gewann der TSC drei Spiele – 4:0, 3:2 und 3:0 – in Folge. Die letzte Begegnung im Früjahr auf dem Wattweiler Berg endete 1:1.