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Landesjugendschärpe
Vielseitige Nachwuchsreiter am Landgestüt

 Bei der Landesjugendschärpe ist auch die Qualifikation für den Bundeswettkampf in Hambach ausgeschrieben. Deshalb satteln auch erfahrene Vielseitigkeitsreiter wie die Zweibrückerin Birgit Hohlweg, hier auf Marcellino.
Bei der Landesjugendschärpe ist auch die Qualifikation für den Bundeswettkampf in Hambach ausgeschrieben. Deshalb satteln auch erfahrene Vielseitigkeitsreiter wie die Zweibrückerin Birgit Hohlweg, hier auf Marcellino. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Am 1. Mai stehen Landgestüt und Rennwiese im Zeichen der jungen Vielseitigkeitsreiter, die sich bei der Landesjugendschärpe beweisen wollen. Von Cordula von Waldow

Zum ersten Mal seit Landestrainer Andreas Schmitt die Landesjugendschärpe in der Vielseitigkeit vor zwölf Jahren aus der Taufe gehoben hat, wird sie am 1. Mai auf der Zweibrücker Rennwiese und im Landgestüt ausgetragen. Während der Geländekurs auf der Rennwiese aufgebaut ist, werden Dressur und Parcoursspringen im Landgestüt geritten.

„Dort haben wir ideale Bedingungen: Topböden und es ist von der Reithalle für die Dressur bis zum Hindernis alles vorhanden“, nimmt Schmitt auch den Weg zwischen den Veranstaltungsorten in Kauf. Die Landesjugendschärpe für Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr wird auf E-Niveau ausgeritten. Neben Dressur, Springen und Gelände zählen dazu auch Vormustern und Theorie. Schmitt rechnet mit bis zu 25 Startern aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. „Wir haben seit dem letzten Jahr viel neues Potential akquirieren können: Kinder und Jugendliche, die sehr ordentlich Dressur und Springen reiten und Spaß am Gelände haben“, freut er sich über den neuen Nachwuchspool. In zwei ausführlichen Trainingseinheiten hat Schmitt mehr als 50 Reiterinnen und Reiter auf das Vielseitigkeitsturnier vorbereitet. Mit den Jugendlichen übte er alle Teilprüfungen mit Dressur, Springen, Gelände auf Einstiegsniveau E sowie das Vormustern.

Die Landesjugendschärpe ist die Qualifikation für die Goldene Schärpe. Hier satteln aus der Region etwa Antonia Bley vom RV Einöd, Lea Reitmeier vom RFV Limbach oder Hannah Gerke vom RV Dahnertal. Zusätzlich ist eine VA** ausgeschrieben, als Qualifikation und um auch älteren, stärkeren Reitern eine Turnierprüfung zu bieten. Wohl einmalig ist die Verlängerung der Strecke für Aspiranten, die an den nationalen Wettkämpfen teilnehmen wollen. Die VA** ist die Qualifikation für das Nachwuchschampionat in Warendorf, und die VA** inklusive der Verlängerung die Qualifikation für den Bundeswettkampf, der dieses Jahr im pfälzischen Hambach stattfindet.



„Die Reiter springen einige Hindernisse mehr auf anspruchsvollerem Niveau und haben dort auch ein schnelleres Tempo zu reiten“, erklärt der Landestrainer, der mangels Helfer keine weitere Prüfung anbieten kann und damit aus „der Not eine Tugend macht“. Er geht davon aus, dass Rheinland-Pfalz-Saar in diesem Jahr aller Voraussicht nach für alle drei Veranstaltungen tatsächlich eine Mannschaft stellen kann. „Das gab´s noch nie!“ blickt er zum 20-jähigen Bestehen der IGV Rheinland-Pfalz-Saar in eine vielversprechende Zukunft. Auch erfahrene Vielseitigkeitsreiter der Region nutzen die Gelegenheit, um vor Ort ein Turnier zu reiten. Dazu gehören die mehrfache Pfalz- und Landesmeisterin Anke Müller oder Noelle Heil vom RFV Zweibrücken, die Zweibrückerin Birgit Hohlweg vom RV Einöd oder Stephanie Linn vom Verein für Vielseitigkeitsreiten Saarpfalz. Zuschauer sind auch auf der Rennwiese und an den Hindernissen willkommen.