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Sportbund im Wandel
Ära Noppenberger geht zu Ende

Dieter Noppenberger kandidiert nicht mehr für das Amt des Sportbund-Präsidenten.
Dieter Noppenberger kandidiert nicht mehr für das Amt des Sportbund-Präsidenten. FOTO: MARCO WILLE-Photographie / Marco Wille
Kaiserslautern/Germersheim. Die Mitgliederversammlung des Sportbundes Pfalz am Samstag mit Neuwahlen und Satzungsänderungen findet in Germersheim statt.

Die Ära „Dieter Noppenberger“ geht am kommenden Samstag auf der Mitgliederversammlung des Sportbundes Pfalz in Germersheim zu Ende. 20 Jahre – und somit fünf Amtsperioden – stand der heute 68-jährige Deidesheimer dem pfälzischen Dachverband mit 2100 Mitgliedsvereinen als Präsident vor. Kein Sportbund-Vorsitzender oder -Präsident vor ihm war so lange im Amt.

Als Nachfolgerin wird das Präsidium der Mitgliederversammlung erstmals eine Frau vorschlagen: Elke Rottmüller aus Limburgerhof. Sie ist seit 2014 als Sportbund-Vizepräsidentin für den Marketing-Bereich zuständig. Neben Dieter Noppenberger tritt auch Vizepräsident Dieter Krieger nicht mehr an. Krieger war seit 1992 als Vizepräsident für den Bildungsbereich im pfälzischen Sportbund verantwortlich. Sein Rat war und ist darüber hinaus in vielen anderen Gremien des Sports im Land Rheinland-Pfalz gefragt, unter anderem ist er seit 2007 Mitglied im Präsidialausschuss des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für den Bereich Breitensport & Sportentwicklung. Alle anderen Präsidiumsmitglieder des Sportbundes Pfalz stellen sich am 26. Mai wieder zur Wahl. Im Falle ihrer Wiederwahl stünden also zwei Ämter im Präsidium bereit, die neu besetzt werden müssten.

Neben den Neuwahlen geht es bei der nur alle vier Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung – sie ist übrigens das höchste Gremium des Sportbundes Pfalz – auch um eine Weichenstellung für die Zukunft. Mit einer Satzungsänderung, die die Abschaffung der Ressortzuständigkeiten im Präsidium in den Bereichen Bildung, Sportentwicklung, Breitensport und Marketing zum Ziel hat, möchte der Dachverband zukünftig dadurch vor allem im Hauptamt noch effektiver arbeiten und sich von zeitraubenden Verwaltungsarbeiten befreien. Ziel ist es, anstelle der bisher turnusmäßig tagenden Fachausschüsse, bestimmte Fachgremien nur dann zu bilden und zusammenzurufen, wenn es für die Arbeit wirklich notwendig ist.